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Die Entscheidung über die Wohncontaineranlage des Enzkreises beim Bau- und Recyclinghof hält sich die Gemeinde Wurmberg noch offen.  Foto: Fux
Die Entscheidung über die Wohncontaineranlage des Enzkreises beim Bau- und Recyclinghof hält sich die Gemeinde Wurmberg noch offen. Foto: Fux
02.06.2017

Wohnraum für Flüchtlinge in Wurmberg: Noch viele Details ungeklärt

Wurmberg. Die Gemeinde Wurmberg ist auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge, um den Bedarf bei der Anschlussunterbringung zu decken.

Wurmberg rechnet für die Anschlussunterbringung bis zum Jahresende mit 45 Flüchtlingen. Dies ist in den zur Verfügung stehenden Wohnungen nicht komplett möglich. Um genügend Wohnraum zu haben, könnte Wurmberg nun die Containeranlage des Enzkreises beim Bau- und Recyclinghof für die Anschlussunterbringung der Asylbewerber übernehmen. Die Krux: Der Landkreis strebt den Verkauf der gesamten Anlage an. „Der Erwerb der kompletten Anlage übersteigt den tatsächlichen Bedarf der Gemeinde deutlich“, betonte Bürgermeister Jörg-Michael Teply in der Gemeinderatssitzung. Hinzu komme ein Kostenrisiko bei Unter- und Nichtbelegung.

Auch bei der Anmietung gehen die Vorstellungen von Kreis und Gemeinde derzeit noch auseinander. Denn wenn es nach den Plänen der Kreisverwaltung geht, dann wünscht diese die Vermietung der kompletten Anlage. Das Landratsamt hält eine nur teilweise Anmietung für nicht machbar und verweist auf Faktoren wie die räumliche Einheit, Unterhaltung, die Aufteilung der Nebenkosten, Hausmeisterdienste und vieles mehr. Auch im Fall der Anmietung liegt das Kostenrisiko bei Unter- und Nichtbelegung bei der Gemeinde.

Durch die Aufnahme der Unterkunft in die Satzung der Gemeinde über die Benutzung von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften und die Festsetzung einer entsprechenden Benutzergebühr könnte das Risiko minimiert oder ausgeschlossen werden. Nun plant die Gemeinde, mit der Anmietung von vier der acht Wohncontainereinheiten für die Dauer von fünf Jahren in die Verhandlungen zu gehen. Die Unterhaltungskosten und vieles mehr erscheinen Rat und Bürgermeister gut teilbar. Auch eine Option für die Anmietung der weiteren vier Einheiten könnte sich die Gemeinde vorstellen. Doch bei den Kosten bei Leerstand gibt es noch einige

Eine weitere Option ist die Anmietung der gesamten Wohncontaineranlage ab Januar 2018 und die Übernahme sämtlicher Nebenkosten durch die Gemeinde. Doch dann ist für Teply eine Mietzinszahlung nur entsprechend der tatsächlichen Belegung das Thema. Auch der gesamte Kauf könnte 2018 eine Option sein, allerdings nicht auf der Kalkulation einer Vollbelegung. So würde der Preis für die Gemeinde deutlich günstiger ausfallen als vom Landratsamt kalkuliert.

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