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Ein Wohnungsvollbrand hat eine Flüchtlingsunterkunft in Engelsbrand vorläufig unbewohnbar gemacht. © Ketterl
Ein Wohnungsvollbrand im Erdgeschoss einer Asyulbewerber-Unterkunft in Engelsbrand hat sich über die Holzschindel-Fassade in die Etage darüber und ins Dachgeschoss ausgeweitet. © Ketterl
Ein Wohnungsvollbrand im Erdgeschoss einer Asyulbewerber-Unterkunft in Engelsbrand hat sich über die Holzschindel-Fassade in die Etage darüber und ins Dachgeschoss ausgeweitet. © Ketterl
02.10.2017

Wohnungsvollbrand in Asylunterkunft in Engelsbrand - Bewohner in Sicherheit

Engelsbrand. Martinshorm und Blaulicht haben die Menschen in Engelsbrand aufgeschreckt. Der Großeinsatz der Rettungskräfte gilt einem Brand an der Grösselbergstraße. Dort schlagen aus einem mit zehn Asylbewerbern belegten Wohnhaus Flammen, die sich vom Erdgeschoss über die erste Etage bis zum Dachgeschoss ausgebreitet haben.

Asylunterkunft in Engelsbrand nach Vollbrand unbewohnbar

Bildergalerie: Asylbewerber-Haus brennt in Engelsbrand

Während die mit 12 Fahrzeugen eingetroffenen 64 Feuerwehrleute aus Engelsbrand, Grunbach, Salmbach, Neuenbürg und Birkenfeld mit den Löscharbeiten beschäftigt sind, sperrt die Polizei das Areal großzügig ab. Nach erster Auskunft der Polizei sollen vier Menschen, die beim Ausbruch des Feuers noch im Gebäude waren, sicher das Haus verlassen haben. Es handelt sich offenbar um zwei dort lebende Männer und eine mit ihrem Kleinkind zu Besuch gekommene Frau. Von möglichen Verletzungen ist nichts bekannt. Sicherheitshalber wurde ein weiteres, unmittelbar angebautes Gebäude ebenfalls geräumt.

Wie Kreisbrandmeister Christian Spielvogel nach einem ersten Blick aufs Brandgeschehen gegenüber der PZ erklärte, sei der Wohnungsvollbrand im Erdgeschoss ausgebrochen. Es hat sich dann wohl über die Fassade aus Holzschindeln nach oben ausgebreitet. Feuerwehr-Einsatzleiter Stefan Pruschwitz sagte, dass das Feuer offenbar in einem Aufenthaltsort ausgebrochen sei. Eine Rauchgasdurchzündung habe dann schlagartig große Flächen entflammt. Man habe noch längere Nachlöscharbeiten mit der Drehleiter bewältigen müssen. Pruschwitz schätzt den Sachschaden auf rund 125.000 Euro. Laut Feuerwehr ist die Flüchtlingsunterkunft nicht mehr bewohnbar.

Da in Engelsbrand gerade eine neue Asylunterkunft fertiggestellt worden ist, konnten alle Bewohner des Hauses schnell dort untergebracht werden. Dabei handele es sich nicht um Familien, sondern um Einzelpersonen. Bürgermeister Bastian Rosenau erklärte aber, dass die Gemeinde nun wieder dringend neuen Wohnraum brauche. Ob das Brandhaus noch einmal saniert werden kann, muss der Gemeinderat entscheiden.    

Der Brandalarm ging um 16.36 Uhr per Notruf ein. Im Zuge der von der Kriminalpolizei übernommenen Ermittlungen ergaben sich hinsichtlich der möglichen Brandausbruchstelle Hinweise auf einen im Erdgeschoss betriebenen Kachelofen. Anhaltspunkte auf Handlungen Dritter oder auf eine vorsätzliche Brandlegung von außen ergaben sich nicht. Die Ermittlungen durch das Kriminalkommissariat Pforzheim werden wegen des Verdachts einer fahrlässigen Brandstiftung geführt.