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So sehen Sieger aus: Jörg-Michael Teply (Dritter von links) bleibt weitere acht Jahre Bürgermeister in Wurmberg. Mit ihm freuen sich seine Frau und seine beiden Kinder. Die passende Dienstkleidung - ein Wahlsieger-T-Shirt - hat er seit diesem Sonntag nun auch im Kleiderschrank. © Belle
Die Auszählung der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl ergaben ein klares Ergebnis: Jörg-Michael Teply bleibt für weitere acht Jahre Chef im Wurmberger Rathaus. © Belle
04.02.2018

Wurmberg hat Teply gewählt: Der alte bleibt auch der neue Bürgermeister

Wurmberg. Der Zweikampf um den Posten des Bürgermeisters in Wurmberg war eigentlich keiner. Amtsinhaber Jörg-Michael Teply war der einzige Kandidat, der sich bei der Bewerbervorstellung für die Wahl den Wurmbergern vorstellte und er war auch der einzige mit ernsthaften Chancen. Das spiegelt sich auch im eindeutigen Ergebnis der Wahl, die an diesem Sonntag um 18 Uhr abgeschlossen wurde.

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Mit 97,53 Prozent der abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung: 50,91 Prozent) wurde Teply wieder zum Wurmberger Rathaus-Chef gewählt. Seine Mitbewerberin Friedhild Anni Miller kam nur auf 1,98 Prozent. Sie hatte sich zwar für den Posten des Bürgermeisters in Wurmberg beworben, aber wohl nicht überzeugend darstellen können, dass sie ernsthaftes Interesse an einem Bürgerauftrag hat. Hinzu kam: Sie kandidierte gleichzeitig auch in anderen Gemeinden für den Schutes-Posten.

Teply, der 2010 erstmals zum Bürgermeister der Heckengäugemeinde gewählt wurde und der mit seiner Familie (zwei Töchter) seit 2012 in Wurmberg lebt, wird nun seine Arbeit fortsetzen können.

„Auf Wachstumskurs sind wir seit ein paar Jahren und das wird wohl noch einige Zeit so weitergehen. Wir sind als Wohngemeinde für den Raum Pforzheim genauso interessant wie für den Stuttgarter Raum“, hatte Teply vor der Wahl gegenüber der PZ erklärt. Aber: „Die Zukunft hängt davon ab, ob wir weitere Wohngebiete schaffen können. Derzeit haben wir keine Grundstücke, sind aber in Eigentümerverhandlungen für zwei Gebiete. Wir sind dabei gut unterwegs – obwohl wir allen Beteiligten eine Bauverpflichtung abverlangen.“

Was will er als Erstes tun? „Das wird wohl der Grunderwerb für einen lange geplanten Fußweg sein, auf dem man schnell und sicher auf Gehwegen und mit Fußgängerampel von Wurmberg nach Neubärental gelangt. Die Planung steht jetzt, die Genehmigung dürfte kein Problem sein. Weitere Themen sind Brandschutz für die Schule oder eine gemeinsame Wasserversorgung mit Wimsheim und Mönsheim.“

In den nächsten Jahren gibt es noch mehr zu tun, wie Teply erklärte: „Sehr bald geht es um die Frage eines Neubaus anstelle des alten Feuerwehrhauses. Wichtig ist auch, dass wir schnelleres Internet anbieten. Beim Wohnen im Alter müssen wir die nächsten Schritte tun. Und irgendwann geht es um die Frage, was wir mit der Turn- und Festhalle machen, die für Feiern und Schulsport noch funktioniert, für den Vereinssport aber nicht mehr zeitgemäß ist.“