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Gemeinderat Michael Britsch stellte das Projekt Wurmberg 500 vor. 

Wurmberg hat einiges vor: Von Bauplätzen bis Naturkindergarten

Wurmberg. Kommunalpolitik aus erster Hand: Am Samstag konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einem Ortsrundgang in Wurmberg mit Bürgermeister Jörg-Michael Teply über die Arbeit zum kommunalen Geschehen der rund 3200 Seelengemeinde informieren. Knapp ein Dutzend Teilnehmer aus den beiden Ortsteilen Neubärental und Wurmberg nahmen das Angebot wahr. Aufgrund der Wetterverhältnisse wurde der von Teply ausgearbeitete Ortsrundgang, nach kurzer Diskussion mit den Teilnehmern, von geplanten vier auf drei Stunden reduziert.

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Informationen zum kommunalen Geschehen in der Gemeinde Wurmberg gibt Bürgermeister Jörg-Michael Teply im ehemaligen Feuerwehrhaus.

Teply bedauerte, dass in der Vergangenheit aufgrund der Corona-Pandemie der Informationsaustausch überwiegen über das Amtsblatt oder über die Tagespresse stattfand, weshalb es höchste Zeit sei, dies zu ändern. Zudem soll sich die neue Veranstaltungsform der Bürgerinformation fest etablieren und in regelmäßigen Abständen stattfinden. Ein Gedanke, der bei der Abschlussbesprechung im Bauhof des Zweckverband Heckengäu durchweg positiven Anklang fand.

Baugebiet Quellenäcker

In der Halle des alten Feuerwehrhauses gab es Informationen zum Baugebiet Quellenäcker. Dort werden auf rund drei Hektar Fläche 44 Bauplätze entstehen. Durch die notwendig gewordene Einbringung eines Flutgrabens, haben sich Änderungen ergeben. Mit der Vergabe der Bauplätze ist im Jahr 2023 zu rechnen. An der Öschelbronner Straße seien 94 Wohneinheiten geplant, jedoch frühestens in drei Jahren.

Enorme Kosten

Mit enormen Kosten rechnet die Kommune beim Projekt Kindergarten. Verschiedene Varianten, von einer Altbestandssanierung und Anbau bis hin zu einem kostengünstigeren Naturkindergarten beschäftigen Bürgermeister Teply und den Wurmberger Gemeinderat. Je nach Maßnahme stehen Kosten von 3,7 Millionen bis 4,2 Millionen Euro im Raum. Die weitaus günstigere Variante stelle ein Naturkindergarten dar.

In Sachen Kreisverkehr und dessen Ausgestaltung mit Ortswappen und Fahnenmasten wird man auch hier auf eine Kostenreduzierung hinarbeiten. Teply: „Wir werden uns priorisieren müssen, was gemacht werden kann.“

Ebenso gilt es Lösungen zum Thema Schule, in Verbindung mit der Turn- und Festhalle zu finden. Auf Grundlage des Schulentwicklungsplanung mit Ganztagsschule und Kernzeitbetreuung, Sanierung oder Neubau an einem anderen Standort, ist sich Teply sicher:

„Wir werden hier noch viel Hirnschmalz aufwenden müssen, um eine praktikable Lösung zu finden, die richtig viel Geld kosten wird“.

Eine Bürgerversammlung mit Befragung ist zum Zukunftsprojekt „Wurmberg 500“ angedacht. Gemeinderat Michael Britsch stellte das Modell einer Aussichtplattform vor, die ein touristisches Highlight mit Fernsicht in Richtung nördlicher Schwarzwald, den Vogesen und in die Pfalz sein könnte.

Bevor es hier allerdings zur Umsetzung kommen kann, wird es noch Redebedarf hinsichtlich Machbarteisstudie, Umsetzung eines Bebauungsplans und Grunderwerb geben.