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Was mit der Containeranlage in Wurmberg geschieht, ist noch nicht geklärt. Die Gemeinde will die Einrichtung vom Kreis nicht kaufen, sondern mieten.  Fux
Was mit der Containeranlage in Wurmberg geschieht, ist noch nicht geklärt. Die Gemeinde will die Einrichtung vom Kreis nicht kaufen, sondern mieten. Fux
16.12.2016

Wurmberg will Asylcontainer lieber mieten statt kaufen

Zur vorläufigen Unterbringung von Asylsuchenden hat der Enzkreis auch eine Wohncontaineranlage in Wurmberg gebaut. Aufgrund von rückläufigen Flüchtlingszahlen will das Landratsamt die Anlage an der Öschelbronner Straße an die Gemeinde verkaufen. Denn in der Gemeinde wird Wohnraum für die Anschlussunterbringung von Asylbewerbern mit Bleiberecht gebraucht. Das Rathaus will die Räume jedoch eher mieten. Wie die PZ berichtete, forderten vier Kreistagsfraktionen den Landrat auf, beide Modelle anzubieten, den Kauf wie die Miete. Der Kreistag wird aber erst im Februar entscheiden, wie es weitergeht.

Wurmberg schreckt jedenfalls zum einen aufgrund des hohen Preises vor einem Kauf zurück. Der Enzkreis investierte rund 1,3 Millionen Euro in das Asylheim. Auch die Größe des Objekts sorgte im Gemeinderat für Stirnrunzeln. Denn in der kompletten Anlage könnten insgesamt 40 Personen, untergebracht werden. Dies übersteige aber den tatsächlichen Bedarf der Gemeinde deutlich. Die Verwaltung geht zwar künftig von 45 Personen aus, hat aber auch Unterkünfte im Ärmel. Auch das Kostenrisiko bei einer Unterbelegung ist der Gemeinde zu groß.

Bürgermeister Jörg-Michael Teply und die Gemeinderäte hoffen auf eine Kaufpreisreduzierung. Noch lieber wäre ihnen die Mietvariante für 20 Personen.

Zu Beginn jedes Quartals wird der Gemeinde künftig durch die Kreisverwaltung mitgeteilt, wie viele Menschen in den nächsten drei Monaten voraussichtlich zur Anschlussunterbringung kommen werden – für die die Gemeinde zuständig ist. Bis mindestens März 2017 rechnet das Rathaus mit keinen Neuzuweisungen seitens des Enzkreises.