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Mit einem Fest war die Kinderkrippe 2014 in Wurmberg eröffnet worden. Im kommenden Jahr soll die zweite Krippengruppe an den Start gehen. Foto: Fux, Archiv
Mit einem Fest war die Kinderkrippe 2014 in Wurmberg eröffnet worden. Im kommenden Jahr soll die zweite Krippengruppe an den Start gehen. Foto: Fux, Archiv
27.10.2017

Wurmberg will Fördergelder für Krippenbau behalten

Wurmberg. Großen Ärger hat die Gemeinde Wurmberg wegen Fördergeldern, von denen sie einen Teil zurückgeben soll. Es geht um die Krippenpolitik der Gemeinde.

In der Heckengäugemeinde wird zum 1. September 2018 eine zweite Krippengruppe eingerichtet. Denn in der Gemeinde steigen die Kinderzahlen und somit auch die Nachfragen nach entsprechenden Krippenplätzen. Doch Wurmberg startet mangels Kindern ein Jahr später als erwartet mit der Eröffnung der zweiten Kleinkindgruppe. Diese Verspätung könnte die Kommune nun eine Stange Geld, nämlich die Hälfte des damaligen Investitionskostenzuschusses, die die Gemeinde für den Neubau der Kinderkrippe vom Bund erhalten hat, kosten. Wurmberg erhielt aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013“ für den Neubau der Kinderkrippe eine Förderung in Höhe von 240 000 Euro, also 12 000 Euro je neu geschaffenem Betreuungsplatz. Doch zum Fallstrick und zur Rückzahlung von 120 000 Euro könnte nun für Wurmberg eine Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport werden, die besagt, dass für die Einrichtung eine Betriebserlaubnis vorzulegen und durch einen Nachweis der Standortgemeinde zu bestätigen ist, dass die zusätzlich geschaffenen Betreuungsplätze in Betrieb genommen wurden. Diese Nachweise waren allerdings bis spätestens 31. August 2017 zu erbringen, was im Fall der Wurmberger Kinderkrippe nur für eine bereits bestehende Gruppe geschehen konnte.

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet, mache es keinen Sinn, eine zweite Krippengruppe zu eröffnen, wenn diese erst ein Jahr später gebraucht werde. Teply: „Ich hoffe und setze darauf, dass wir den Zuschuss nicht zurückzahlen müssen“, sagte Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply in der Gemeinderatssitzung, der sich in der Sache schon mehrmals an das Regierungspräsidium gewandt hatte und die Situation samt Kinderzahlen darstellte. Eine Entscheidung sei beim Regierungspräsidium wegen des Zuschusses noch nicht gefallen.

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