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Nach der Ausstrahlung des ZDF-Berichts über Zeilmeiers Berater Klaus Abberger (links) krachte es kurz nach der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters erneut im Gemeinderat. Bis heute sind die Wogen nicht ganz geglättet. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Nach der Ausstrahlung des ZDF-Berichts über Zeilmeiers Berater Klaus Abberger (links) krachte es kurz nach der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters erneut im Gemeinderat. Bis heute sind die Wogen nicht ganz geglättet. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
10.05.2017

ZDF-Film lässt Ispringer Gemeinderat rumoren

Ispringen. Das Fernsehen gab spannende Einblicke in Ispringens Bürgermeister-Wahlkampf. Die Täuschungsvorwürfe von Gemeinderäten nehmen an Schärfe zu.

Warum Ispringen anders als ein Känguru zuletzt keine großen Sprünge habe machen können? An diesem Satz seiner Wahlkampfrede in Ispringens Sport- und Festhalle musste der neue Bürgermeister Thomas Zeilmeier lange, lange mit seinem Berater Klaus Abberger feilen. So zeigte es am Dienstagabend die ZDF-Reportage über Abberger in der Reihe „37 Grad“. Darüber kann der Rathauschef schmunzeln. Filmemacher Klaus Stern habe ihn durchaus authentisch dargestellt, findet er. Eine andere Folge des Films wird ihn aber schon am Donnerstag nächster Woche bei seiner ersten Gemeinderatssitzung beschäftigen. Denn Gräben, die nach dem harten Wahlkampf mit dem vorherigen Amtsinhaber Volker Winkel im Gemeinderat zu ahnen waren, scheinen durch den TV-Beitrag größer geworden zu sein. Das Miteinander müsse er wieder hinbekommen, weiß Zeilmeier.

Keine unknifflige Angelegenheit, wenn man die Reaktionen auf die Ausstrahlung sieht. Hauptkontrahenten sind die Fraktionen von SPD und Freien Wählern: Für Sozialdemokraten wie Hans-Peter Huber und Manuel Linkenheil erweckt der Film den Eindruck, Ratsfraktionen seien in Abbergers Strategie für Zeilmeier hineingezogen worden, von der nur die Freien Wähler gewusst hätten. Das würde Misstrauen säen, sagen die SPD-Räte. Linkenheil spricht davon, persönlich enttäuscht zu sein. Für die Freien Wähler weist Wolfgang Ballarin die Vorwürfe zurück: Er wittere hinter mancher Kritik Enttäuschung über den Wahlausgang. Abbergers Beratung für Zeilmeier sehe er im übrigen als Ausweis von Professionalität.

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