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Zecken können gefährliche Krankheitserreger wie Borreliose oder FSME übertragen. Durch die zunehmend milden Temperaturen fühlen sich die Tiere besonders wohl und sind daher inzwischen nahezu das ganze Jahr anzutreffen.  DPA-Archiv
Zecken können gefährliche Krankheitserreger wie Borreliose oder FSME übertragen. Durch die zunehmend milden Temperaturen fühlen sich die Tiere besonders wohl und sind daher inzwischen nahezu das ganze Jahr anzutreffen. DPA-Archiv
25.08.2017

Zecken haben in diesem Jahr wieder Hochsaison - PZ gibt Tipps

Er ist klein, hat acht Beine und kann für den Menschen sehr gefährlich werden: der Holzbock, besser bekannt als Zecke. Die PZ hat bei Biologe Arnd Goppelsröder vom Landratsamt Enzkreis viel über Zecken erfahren und gibt Tipps, wie man sich vor ihnen schützen kann

Nachdem schon 2016 ein zeckenreiches Jahr war, sehe es in diesem Jahr nicht anders aus, meint Goppelsröder. Das liege auch an der Klimaerwärmung. Die allgemein milderen Temperaturen wirkten sich positiv auf die Population des Holzbocks aus, so der Biologe. Hinzu komme, dass heute viel mehr Flächen besiedelt seien als früher. „Wo damals noch Wald und Wiesen waren, sind jetzt Wohngebiete“, sagt Goppelsröder. Freilaufende Katzen, aber auch Mäuse und Füchse verstärkten den Effekt, dass Zecken mittlerweile auch im eigenen Garten und sogar in Städten anzutreffen sind. „Zecken lieben Wiesen mit hohem Gras“, sagt der Biologe, „halten sich aber auch in niedrigem Gebüsch auf.“ Die Tiere bräuchten Feuchtigkeit und seien deshalb auch im dichten Unterholz zu finden. Dass der Holzbock von den Bäumen falle, sei ein Märchen. Zecken hielten sich in einer maximalen Höhe von zwei Metern auf, weiß Goppelsröder. Während man die jüngeren Tiere in Bodennähe antreffe, wandere die Zecke, je älter sie werde, immer höher. „Der Holzbock lauert“, sagt der Biologe. Das heißt, dass die Zecke nicht aktiv auf ihr Opfer losgehe, sondern vielmehr locker am Grashalm hänge und warte, bis ein Tier oder ein Mensch vorbei streift. Sogenannte Chemorezeptoren – Sinneszellen, die chemische Stoffe in Luft und Wasser wahrnehmen können – machten den Holzbock dabei auf ein herannahendes Opfer aufmerksam. Das Gefährliche am Holzbock sind die Krankheitserreger, die er überträgt.

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