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Wild über die Bühne schleuderten sich die „Golden Fifties“. Foto: Roller
Wild über die Bühne schleuderten sich die „Golden Fifties“. Foto: Roller
15.04.2018

Zehnte „Diamond Night“ des CVJM Stein mit Höchstleistungen

Königsbach-Stein. Ihre Umhänge flatterten in der Luft, als die Tänzer des Steiner CVJM das Parkett der Königsbacher Festhalle betraten. Als Vampire hatten sie sich verkleidet, mit aufgeschminkten Narben und blutunterlaufenen Augen. Gemeinsam wirbelten sie über die Tanzfläche. Eine schaurig-schöne Erscheinung und nicht der einzige optische Leckerbissen bei der zehnten „Diamond Night“ des Steiner CVJM.

Im Jahr 2007, genauer gesagt am 24. September, begann Jonathan Wälde damit, beim Steiner CVJM Tanzkurse anzubieten – mit gerade einmal 17 Jahren. Die „Monday Boys and Girls“ waren geboren. Seit der ersten Tanzstunde in einem winzigen Nebenraum des Gemeindehauses hat sich einiges getan. „Es ist einfach toll, wie wir über die Jahre zusammengewachsen sind“, sagte Wälde: „Wir haben uns in den letzten zehn Jahren enorm gesteigert.“ Zahlreiche Choreografien hat man sich gemeinsam ausgedacht, unzählige Schrittfolgen einstudiert. Eine kleine Auswahl davon bekam das Publikum nun zu sehen. Und nicht nur das: Auch neue Nummern hatten die elf Tänzer einstudiert – insgesamt mehr als 20 verschiedene Tanzstile, in schnellem Wechsel präsentiert.

Mit Herzblut

Für die Optik: bunte Kostüme, Hüte, Umhänge und ganz viel Schminke. Und fürs Ohr: Gefühlvolle Balladen, moderne Popsongs und eingängige Schlager, dargeboten von den Sängern Ariane Berzel, Lars Folz, Magdalena Glimpel, Dagmar Brade, Stefanie Kunzmann und Christian Krämer. „Da steckt jeder sein Herz rein, das merkt man einfach“, meinte Wälde begeistert.

Zum zehnten Geburtstag der „Diamond Night“ hatte sich der ehemalige Turniertänzer auch einige Gäste eingeladen: etwa die mehrfach ausgezeichneten Hip-Hopper von „Own Risk“, die 2011 den Weltmeister-Titel holten und sich in Königsbach bei ihrem rasanten Auftritt gegenseitig wild über die Tanzfläche schleuderten. Oder die „Golden Fifties“ aus Karlsruhe, die sich ganz dem Rock’n’Roll und dem Boogie-Woogie verschrieben haben, spektakuläre Hebefiguren und akrobatische Höchstleitungen inklusive. Und nicht zuletzt Tatjana und Thomas Bilich, die nicht nur die Standardtänze hervorragend beherrschen, sondern auch die lateinamerikanischen Schrittfolgen: Mit Cha-Cha-Cha, Samba und Rumba setzten sie um kurz nach Mitternacht den Schlusspunkt.