Notarzt Krankenwagen
Eine wie leblos auf der Kreuzstraße in Birkenfeld liegende Frau wurde von einer Zeitungsträgerin am frühen Montagmorgen gefunden. Sie kam ins Krankenhaus. 

Zeitungsträgerin findet in Birkenfeld scheinbar leblos auf Gehweg liegende Frau

Birkenfeld. In diesen Tagen ist es morgens um 4.20 Uhr noch stockdunkel und schon recht kalt. Da wollen auch geübte Zeitungsausträgerinnen nur schnell durch ihren Bezirk eilen, ohne mit irgendwelchen Überraschungen konfrontiert zu werden. Doch am Montagmorgen an der Kreuzstraße in Birkenfeld, die sich zur nördlichen Seite hin ans freie Feld anschließt, erlitt eine PZ-Trägerin einen schockierenden Moment. Sie fand eine leblos auf dem Gehweg liegende menschliche Gestalt.

Sofort alarmierte sie die Polizei. Entgegen anders lautender Vermutungen handelte es sich dabei nicht um einen toten Mann, sondern, wie Polizeisprecherin Sabine Doll erklärte, um eine hilflose, verwirrte Frau, die nur noch sehr langsam reagieren und keine Auskünfte geben konnte. Die Beamten vor Ort schätzten die Frau nach ersten Eindrücken auf ein Alter zwischen 60 und 75 Jahren. Ausweispapiere hatte sie keine bei sich.

Die unterkühlte, orientierungslose Frau wurde umgehend vom Rettungsdienst in eine Klinik verbracht. Über ihren Gesundheitszustand gibt es noch keine Auskünfte. Auch über die Person selbst ist noch nichts bekannt geworden. Sie dürfte aber wohl  inzwischen als vermisst gemeldet und wohl auch schon identifiziert worden sein.

2010 im Birkenfelder Wald gefundener Mann überlebt Sucherfolg nur kurz

Das erinnert an einen Vermisstenfall, bei dem auf Birkenfelder Gemarkung ein 87-Jähriger aus Neuenbürg gesucht und gefunden wurde, wobei er kurz darauf starb. Im Juli 2010 hatte die Polizei nach einer dreitägigen Suche mit vier speziellen Suchhunden der Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes sowie einem Polizeihubschrauber und vielen Polizeikräften im Wald zwischen Neuenbürg und Birkenfeld nach dem 87-Jährigen gesucht.

Zwei Spaziergängerinnen aus Birkenfeld war der Mann aufgefallen. Sie hatten ihm den Weg nach Neuenbürg gewiesen, ohne zu ahnen, dass der zu diesem Zeitpunkt ruhig und normal wirkende Mann vermisst gemeldet worden war. Drei Tage später wurde der 87-Jährige in einem unzugänglichen Waldbereich lebend aufgefunden. Doch die Hilfe kam zu spät - nur kurze Zeit danach verstarb der Mann im Krankenhaus.

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