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Neben dem Fußballplatz im Breiten Tal soll eine Zeltstadt für 120 Flüchtlinge entstehen. Dagegen gibt es aber Widerstand im Neuenbürger Rat. Foto: Hepfer
Neben dem Fußballplatz im Breiten Tal soll eine Zeltstadt für 120 Flüchtlinge entstehen. Dagegen gibt es aber Widerstand im Neuenbürger Rat. Foto: Hepfer
17.12.2015

Zeltstadt für Flüchtlinge in Neuenbürg ist ein Streitpunkt

Neuenbürg. Eigentlich ging es auf der letzten Jahressitzung des Gemeinderats Neuenbürg um den Haushalt 2016. Aber auch die Unterbringung von Flüchtlingen wurde heiß diskutiert. Das fing schon in der Bürgerfrageviertelstunde an, als Peter Flohr vom „Netzwerk Asyl“ die geplante Zeltstadt für 120 Asylbewerber im Breiten Tal als „Desaster“ bezeichnete. Welche Probleme das mit sich brächte, hätte man jüngst bei der Zeltunterbringung in Maulbronn gesehen.

Vor allem den Stadträten der „Grünen Liste“, die geschlossen gegen eine Zeltstadt gestimmt hatten, ging es um Details. Christine Danigel wollte etwa wissen, ob dort ausreichend für Kleinkinder gesorgt werden könnte. Bürgermeister Horst Martin versicherte, dass die Leichtbauhallen beheizt seien und rundum den Anforderungen entsprächen. Zu den drei Wohnbereichen, die auf dem Gelände vor dem Fußballplatz im Breiten Tal aufgestellt werden sollen, gebe es noch Küchen- und Sanitär-Container. Auch Wasserversorgung und ein leistungsstarker Stromverteiler seien vorhanden.

Auf einer Versammlung, voraussichtlich am Donnerstag, 28. Januar, um 19 Uhr in der Stadthalle, sollen nun auch die Bürger über den Zuzug der Asylbewerber informiert werden.

Für Unmut bei den Vereinen hatte ein Schreiben der Stadtverwaltung gesorgt, in dem angefragt wurde, ob die Fußballer des FV Neuenbürg, die bisher im Breiten Tal ansässig waren, woanders ihren Spielbetrieb bestreiten könnten. Diesem Plan trat Hans Neuweiler, Vorsitzender des TV Waldrennach, energisch entgegen. „Man hat dem FVN die Existenzgrundlage entzogen“, meinte Neuweiler. Ausweichmöglichkeiten seien aber nicht in Sicht. Speziell der Waldrennacher Platz befände sich in einem desolaten Zustand und vertrage keine zusätzlichen Belastungen.