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So sieht es aus, wenn Straßenablaufschächte bündig mit der Fahrbahndecke sind. Dann kann das Wasser leicht ablaufen. Weil auf der neuen B10 in Wilferdingen der Flüsterasphalt noch fehlt, sind die Straßenablaufschächte höher als die Fahrbahn. Die Folge: Die B10 wird zum See.
So sieht es aus, wenn Straßenablaufschächte bündig mit der Fahrbahndecke sind. Dann kann das Wasser leicht ablaufen. Weil auf der neuen B10 in Wilferdingen der Flüsterasphalt noch fehlt, sind die Straßenablaufschächte höher als die Fahrbahn. Die Folge: Die B10 wird zum See. © Symbolbild: dpa
07.12.2015

Zu hohe Ablaufschächte: Neue B10 bereitet Probleme

Remchingen-Wilferdingen. Das Gröbste ist bald geschafft. Die Bauarbeiten auf dem Wilferdinger Abschnitt der B10 sind am Kreisel bei der Kulturhalle angekommen. Doch was diese auf der Hauptstraße des Remchinger Teilorts bisher hinterlassen haben, ist ein Provisorium: der Flüsterasphalt fehlt, noch bis zum Frühjahr – und das bringt einige Probleme mit sich.

Der Regen hatte die Straße in den vergangenen Tagen teils in einen kleinen Stausee verwandelt. Passanten und Hausfassaden bekamen Wasserspritzer der vorbeifahrenden Autos ab. „Wir haben das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe auf die Problematik hingewiesen“, sagte Ortsbaumeister Udo Schneider auf Anfrage von Thomas Walch (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. In den Bereichen mit den größten Wasseransammlungen werde das RP nun die Straßenablaufschächte tiefer setzen, so Schneider weiter. Die Abläufe liegen wegen des bisher fehlenden Flüsterbelags zwei Zentimeter über dem provisorischen Grund der B10.

Doch damit nicht genug. Sollte der Regen im Winter in Schnee übergehen, kommt es noch dicker: Die Gemeinde sieht durch die überstehenden Schächte auch die Verkehrssicherungspflicht im Winter als eingeschränkt an, so Schneider weiter. Das habe man den verantwortlichen Stellen bereits so weiter gegeben. „Wir können nicht garantieren, dass es so läuft wie bisher.“

Abhilfe wird wohl erst der langersehnte Flüsterasphalt bringen. Laut Schneider habe sich das RP jedoch dazu entschlossen, diesen erst im Frühjahr aufzutragen. Dafür seien mindestens zehn Grad Außentemperatur nötig.

Um den Wasserspritzern Herr zu werden, regte Gemeinderat Hans Zachmann (CDU) an, die Geschwindigkeit an den betroffenen Stellen der B10 zu beschränken.

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