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Spektakuläre Lichteffekte über den Ellmendinger Weinbergen sorgten beim dritten Lichterfest des Achterbahn-Vereins für Begeisterung.  Foto: Zachmann 

Zündende Idee für den Ellmendinger Keulebuckel

Keltern-Ellmendingen. Der Kelterner Keulebuckel in lodernden Flammen, kunterbunte Lasershows zwischen den Weinreben und spektakuläre Feuerwerke hoch über Ellmendingen: Das dritte Keulebuckel Lichterfest ließ am Samstag immer wieder die Nacht zum Tag werden und begeisterte über tausend Besucher, die auf das Gelände der Weinberghütte Schmid strömten. Auch dieses Mal hatte Jan Steinle, Vorsitzender des Vereins Achterbahn Ellmendingen, nicht zu viel versprochen. Der 37-jährige Gastronom und Pyrotechniker startete mit drei professionellen Berufskollegen fünf spektakuläre Shows – passend zur vielfältigen Musik aus dem Verstärker.

Dabei waren die Feuerprofis an diesem Abend ehrenamtlich im Einsatz: Ein großer Teil des Gewinns kommt dem Achterbahn-Verein zu Gute, der dafür sorgt, dass benachteiligte Kinder und Familien Freizeitparkeinrichtungen besuchen können.

Die zündende Idee mit dem Lichterfest war auch dieses Mal ein Knaller zum ansonsten eher veranstaltungsarmen Sommerferienauftakt: „Dass das Lichterfest dieses Mal so brechend voll wird, hätten wir nicht gedacht“, stellte Steinle mit Blick über die voll besetzten Tische überwältigt fest, um die sich noch zahlreiche weitere Besucher auf Picknickdecken, Kissen oder im Gras scharten.

„Richtig coole Aktion“

„So etwas hat man nicht jeden Tag“, freuten sich Stefan Zimmermann und Jacqueline Neumann aus Neulingen zusammen mit Mike Hummel aus Schellbronn über die besondere Stimmung, für die sie gerne einen Stehplatz in Kauf nahmen. „Auch das Wetter passt und für die nötige Abkühlung zu den heißen Shows sorgen erfrischende Cocktails.“ Während das Weingut Schmid einen Kelterner Tropfen nach dem anderen ausschenkte, kümmerte sich der Hofladen Wössner um die kulinarische Vielfalt – samt Zuckerwatte-Stand für die kleinen Besucher. „Festle in Keltern gibt’s genug – aber das ist mal was anderes und eine richtig coole Aktion“, freute sich auch der 24-jährige Keven Walter zusammen mit Jasmin und Deborah Pfisterer über die Mischung aus Pyrotechnik, Flammenshows und Laserdarbietungen. „Diese drei zu kombinieren, ist unsere Spezialität“, verdeutlichte Jan Steinle, „Die klassische Rakete hat mehr und mehr ausgedient.“

Noch dazu sei die auf einer sonst als Pferdekoppel genutzten Wiese eingesetzte Pyrotechnik umweltfreundlich, beispielsweise mit Explosionen und Flamm-Material auf Biobasis. Insbesondere kam Steinle auch der windstille Sommerabend entgegen. Für den Fall der Fälle stand außerdem ein sechsköpfiger Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Wasserschlauch parat. Ein Flammengerät, das sich entzündete, hatten die Kameraden während der laufenden Show im Handumdrehen unter Kontrolle.

Zwar hatte das Team das Höhenfeuerwerk wegen der Trockenheit vorsichtshalber auf 100 Meter reduziert – doch das reichte mehr als genug aus, um mit kunterbunten Leuchteffekten für jede Menge Stimmung zu sorgen – auch bei Barbara Stütz: „Da sieht man wieder: Wenn die Ellmendinger etwas machen, machen sie es richtig!“ Lediglich etwas mehr Licht bei den Bierbänken hätten sich ihre Begleiter Christina Armbruster und Dominik Schimmel gewünscht – ansonsten genossen sie den Abend voll und ganz: „Die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben – selbst mit der Musik von Rammstein bis zu Klassik. Die drei Euro Eintritt könnte man getrost erhöhen.“