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Gemeinsam für ein Glasfasernetz: Landrat Karl Röckinger, Sven Besser, Dezernent Wolfgang Herz und Zweckverbandsvorsitzender Jürgen Kurz (vorne von links) sowie die Bürgermeister Udo Kleiner, Heiko Genthner, Bastian Rosenau, Horst Martin und Jörg-Michael Teply (hinten von links). Foto: Seibel
Gemeinsam für ein Glasfasernetz: Landrat Karl Röckinger, Sven Besser, Dezernent Wolfgang Herz und Zweckverbandsvorsitzender Jürgen Kurz (vorne von links) sowie die Bürgermeister Udo Kleiner, Heiko Genthner, Bastian Rosenau, Horst Martin und Jörg-Michael Teply (hinten von links). Foto: Seibel
06.08.2015

Zusätzlicher Schub fürs schnelle Internet im Enzkreis

Überall im Enzkreis sollen Haushalte, Selbstständige, Firmen und öffentliche Einrichtungen Daten schnell empfangen und verschicken können. Das ist das erklärte Ziel des Zweckverbands Breitbandversorgung, in dem der Kreis und 25 Kommunen die Voraussetzungen dafür seit vergangenem Jahr gemeinsam schaffen wollen.

Die bürokratischen Hürden, die vor dem schnellen Internet stehen, machen den Weg dorthin freilich bislang eher zum Dauerlauf als zum Sprint. Jetzt werden die Zweckverbandsgemeinden für ihren langen Atem zwischen den geforderten Bedarfsanalysen und der komplizierten Ausschreibung für die Netzplanung belohnt, meint Niefern-Öschelbronns Bürgermeister Jürgen Kurz, der Verbandsvorsitzende. Die neuen Förderrichtlinien des Landes, die Ende Juli bekanntgegeben wurden, passen wie angegossen. Kurz freut besonders, dass das Land künftig eine Zusammenarbeit wie im Enzkreis besonders honoriert.

Auch Kreise dürfen dann Förderanträge stellen – und es winkt ein Zuschuss von bis zu 90 Prozent. Kurz will das für die laufende Planungsausschreibung gleich nutzen. Ende September soll die Zweckverbandsversammlung den geeigneten Planer unter den Ausschreibungsteilnehmern aussuchen – und dann geht es sofort an den Förderantrag. Kurz wähnt den Enzkreis damit in einer besseren Position gegenüber Nachbarn, die die Netzplanungskosten selbst übernommen hätten.

Die Dauer, für die die Richtlinien gelten sollen, passe. Bis 2018 stellt Baden-Württemberg fast 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Zweckverband im Enzkreis wollte das eigene Netz Mitte 2016 an einen gut aufgestellten Betreiber vergeben. 2017 sollte dieses Unternehmen im Auftrag von Kreis und beteiligten Kommunen überall den Datenhunger befriedigen. Auch von neuen Sonderregelungen für Schulen und Gewerbegebiete verspricht sich Kurz viel. Insgesamt soll die Bürokratie auf dem Weg zur Glasfaser abgebaut werden. Das wäre gut, meint Kurz, aber kompliziert würde vieles im Rennen um Förderung bleiben.