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Die Konferenz der Minister-/Staatspräsidenten 1950 im Wildbader Hotel Quellenhof.  Foto: Hauptstaatsarchiv Stuttgart 

Zusammenschluss von Baden und Württemberg wurde auch in Wildbad verhandelt

Bad Wildbad. Bei den Verhandlungen zur Zusammenführung von Württemberg und Baden war auch Wildbad ein Schauplatz der Verhandlungen. Vor 70 Jahren tagten die Ministerpräsidenten der Länder im damaligen Hotel Quellenhof und sorgten für ein mediales Echo. Historikerin Marina Lahmann vom Bad Wildbader Stadtarchiv hat sich auf Spurensuche begeben. Ihre Recherchen geben wir hier in verkürzter Form wieder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Südwesten von den alliierten Siegermächten recht willkürlich in drei Teile geteilt: Nordbaden und Nordwürttemberg wurde zum Übergangsland Württemberg-Baden, der Süden Württembergs und Hohenzollern wurden zu Württemberg-Hohenzollern, aus Südbaden wurde Baden.

1950 Treffen in Wildbad

Schon früh war klar, dass es bei dieser Aufteilung nicht bleiben sollte. Das Ziel war es, alle drei Teile zu einem Bundesland zu vereinigen. Aber diesem Vorhaben widersetzte sich Baden vehement, das eine Zweiteilung in ein Land Baden und in ein Land Württemberg bevorzugte. Also verhandelten die Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten dieser drei Länder. Reinhold Maier für Württemberg-Baden, Gebhard Müller für Württemberg-Hohenzollern und Leo Wohleb für Baden, kamen jedoch zu keinem wirklichen Ergebnis.

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Eine neue Verhandlungsrunde begann im Jahr 1950. Am 12. Oktober 1950 trafen sich die drei in Wildbad. Für dieses Treffen wurden durch die Bundespost extra Leitungen zum Konferenzort, dem Hotel Quellenhof, gelegt, um direkte Verbindungen zu den Regierungssitzen der drei Länder und des Bundes herzustellen.

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