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Mit dem Landessanierungsprogramm solll der historische Ortskern in Tiefenbronn aufgewertet werden. Foto: Fux
Mit dem Landessanierungsprogramm solll der historische Ortskern in Tiefenbronn aufgewertet werden. Foto: Fux
26.05.2019

Zuschüsse für Sanierungen im Tiefenbronner historischen Ortskern

Tiefenbronn. Privatpersonen, die im historischen Ortskern von Tiefenbronn ihr Gebäude sanieren, können sich über Zuschüsse im Rahmen des Landessanierungsprogramms freuen. Allerdings sind die Fördersummen gedeckelt. In dem Gebiet sollen in den nächsten Jahren städtebauliche Mängel und Missstände beseitigt werden. Der Gemeinderat legte nun die Richtlinien zur Förderung von privaten Maßnahmen sowie privaten Abbruchmaßnahmen fest.

Für die Erneuerung von privaten Gebäuden sind Fördersätze von 25 Prozent bei einer Maximalförderung von 30.000 Euro vorgesehen. 35 Prozent gibt es bei Bau- und Kulturdenkmälern. Dort liegt die Maximalförderung bei 45.000 Euro. Bei Abbruchmaßnahmen werden 50 Prozent der Abbruchkosten bis maximal 15.000 Euro erstattet. Vom zu gewährenden Zuschuss trägt die Gemeinde jeweils 40 und das Land 60 Prozent. Die Gestaltungsrichtlinien zum Sanierungsgebiet richten das Augenmerk auf ortstypische Elemente. Eine Informationsveranstaltung gibt es am Donnerstag, 6. Juni, in der Gemmingenhalle.

Uneinig waren sich die Tiefenbronner Gemeinderäte bei der Nahwärmeversorgung. Weil Großabnehmer aus der Gastronomie oder einer Bäckerei für sich keine Wirtschaftlichkeit sehen und abgesprungen sind, schlug der Planer der Umwelt- und Energieagentur nun eine kleine Variante vor, die knapp scheiterte. „Mir fehlt für die Nahwärme aus der Bürgerschaft ein großes Hurra“, betonte Wolfgang Liebl (CDU). Die privaten Gebäude lägen zu weit auseinander und zu zerstreut. „Es wäre ein wichtiger Weg, den man weiterverfolgen sollte“, sagte Jan-Hendrik Siart (SPD). „Man sollte nicht nur die Wirtschaftlichkeit sehen“, warf Bettina Günther (Liste Mensch und Umwelt) ein. „Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif dafür“, so Bürgermeister Frank Spottek. Das Gremium entschied sich für den konventionellen Weg, für Einzelanlagen in jedem Gebäude, beispielsweise im Rathaus und in der Rose.