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Vier Rettungswägen und zwei Rettungshubschrauber sowie ein Notarzt und ein Kindernotarzt waren nötig, um die Verletzten eines Unfalls auf der B293 bei Bretten-Gölshausen zu versorgen.
Vier Rettungswägen und zwei Rettungshubschrauber sowie ein Notarzt und ein Kindernotarzt waren nötig, um die Verletzten eines Unfalls auf der B293 bei Bretten-Gölshausen zu versorgen. © Symbolbild: Thomas Meyer
29.10.2016

Zwei Frontalzusammenstöße: 75-Jährige steuert bei Bretten in Gegenverkehr

Bretten-Gölshausen. Eine 75-jährige Mercedes-Fahrerin und ein 14-jähriges Mädchen mussten am Samstagvormittag nach einem Unfall auf der B293 bei Bretten-Gölshausen mit schweren Verletzungen von Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden. Es gab noch fünf Leichtverletzte, darunter ein 9-jähriger Junge. Die 75-Jährige war aus noch unbekannten Gründen leicht in den Gegenverkehr geraten und hatte eine Kettenreaktion an Zusammenstößen ausgelöst.

Die Unfallverursacherein aus dem Landkreis Karlsruhe war am Samstag um 9.20 Uhr mit ihrem Mercedes auf der B293 von Bretten in Richtung Oberderdingen unterwegs. In Höhe des Industriegebietes Bretten-Gölshausen kam sie in einer langegezogenen Rechtskurve aus bislang ungeklärter Ursache langsam in den Gegenverkehr. Hier streifte sie einen entgegenkommenden Smart einer 36-jährigen Frau, bevor sie mit ihrem Mercedes frontal mit einem hinter dem Smart fahrenden Mercedes SLK zusammenprallte. Der Smart kam nach dem Streifvorgang ins Schleudern, geriet in den Gegenverkehr und prallte mit einem hinter der Unfallverursacherin fahrenden Porsche eines 48-jährigen Mannes zusammen.

Die 75-Jährige wurde in ihrem Auto eingeklemmt. Sie musste durch die Freiwillige Feuerwehr Bretten, die mit 6 Fahrzeugen und 28 Feuerwehrangehörigen im Einsatz war, mittels hydraulischem Rettungsgerät aus ihrem Fahrzeug geschnitten werden. Die Frau wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Karlsruher Krankenhaus geflogen. Ihr 80-jähriger Beifahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

Im Smart wurde die Fahrerin und ihre 22-jährige Beifahrerin sowie ein 9-jähriger Junge auf der Rückbank leicht verletzt. Seine 14-jährige Schwester allerdings erlitt schwereVerletzungen und musste mit einem weiteren Rettungshubschrauber in eine Karlsruher Kinderklinik geflogen werden. Der 30-jährige Fahrer des SLK wurde ebenfalls nur leicht verletzt.

Neben den beiden Rettungshubschraubern war der Kindernotarzt und ein weiterer Notarzt sowei 4 Rettungswagen im Einsatz. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Die B293 war bis 12.15 Uhr voll gesperrt.