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Zwei Georgier mit Einbruchwerkzeug im Auto bei Bretten geschnappt

Bretten. An dem Auto war so ziemlich alles falsch, was mit Dokumenten zu tun hat – und falsche Absichten könnten auch die Insassen gehabt haben. Der Polizei scheint am Samstagmorgen in Bretten ein Duo ins Netz gegangen zu sein, dass zu einer überregional wirkenden Diebesbande gehören könnte. Etwas viel „könnte“ und leider nicht genug, denn obwohl die Polizei Hinweise gefunden hat, die auf Einbrecher hinweisen, mussten die zwei tatverdächtigen Personen mangels eindeutiger Beweise wieder freigelassen werden.

bei einer Personen- und Fahrzeugkontrolle am Alexanderplatz eine offensichtlich überregional wirkende Täterbande fest. Einer Streifenbesatzung aus Bretten fiel am Samstag gegen 5 Uhr ein aus Gondelsheim kommender und auf der B35 nach Bretten fahrender silberner Ford Focus wegen seiner Fahrweise auf. Bei der Fahrzeugkontrolle stellten die Beamten schnell fest, dass die Nummernschilder mit Heilbronner-Kennzeichen zwei manipulierte Zulassungsstempel aufwiesen. Die Angebrachte grüne Umweltplakette erwies sich als Totalfälschung.

Die drei georgischen Fahrzeuginsassen zeigten sich bei der Kontrolle wenig einsichtig. Sie hatten für die festgestellten Plakettenverstöße ebenso wenig eine schlüssige Erklärung, wie für die im Kofferraum aufgefundenen Stemmeisen, einen extrem starken Magneten und diverse neue Markenkleidung. So ein Magnet kann unter anderem dazu genutzt werden, Sicherungsetiketten zu deaktivieren oder Gegenstände auf Vitrinen oder anderen Behältern herauszufischen. Ein Tatverdacht für ein überregionales Handeln einer Einbrecher- und Diebesbande ergibt sich aus den letzten eingegeben Andressen im Navigationsgerät des Ford Focus, die nach ersten Ermittlungen Einkaufsmärkten und Lebensmittelläden zuzuordnen sind.

Der Fahrer des Autos konnte sich während der Kontrolle unbemerkt entfernen und flüchtete zu Fuß. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem etwa 30 Jahre alten, glatzköpfigen Mann, der mit einer braunen Jacke und einer Jeans bekleidet war, verlief erfolglos. Die beiden anderen Personen, eine 22-jährige Frau und ein 27 Jahre alter Mann, wurden für weitere polizeiliche Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

Weil für das angehaltene Auto kein Versicherungsschutz bestand und die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse nicht geklärt werden konnten, wurde der Wagen von der Polizei beschlagnahmt. Die zwei tatverdächtigen Georgier wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Weitere Ermittlungen werden durch das Polizeirevier Bretten geführt.