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Schwer deformiert: Im linken Auto wurde der Fahrer so sehr eingeklemmt, dass er von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden musste. Beide Fahrer wurden schwer verletzt, aber Lebensgefahr bestand nicht. Foto: Meyer
08.12.2015

Zwei Schwerverletzte nach riskantem Überholmanöver auf B463

Bad Liebenzell. Ein folgenschwerer Frontalcrash hat am Dienstagabend die Polizei und die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Liebenzell und Calw stundenlang beschäftigt. Nach ersten Erkenntnissen soll gegen 18 Uhr ein riskantes Überholmanöver bei der gefährlichen „Monbach-Kurve“ auf der B463 zwischen Bad Liebenzell und Dennjächt verantwortlich für den Zusammenstoß gewesen sein. Beide Autofahrer wurden offensichtlich schwer, aber letztlich nicht lebensgefährlich verletzt.

Bildergalerie: Frontalcrash nach Überholmanöver auf B463: Zwei Schwerverletzte

Bei Redaktionsschluss gab es noch keine offiziell bestätigten Informationen, jedoch soll nach Aussagen von Ersthelfern ein aus Richtung Pforzheim kommender Firmenwagen (Audi-Kombi) nach einem riskanten Überholmanöver auf der Gegenfahrbahn gegen einen Volkswagen-Van geprallt sein. Zur Unfallzeit war die B463 zwar ganz leicht feucht und es gab dünnen Nebel, aber rutschig soll der Asphalt nicht gewesen sein. Nach dem Zusammenstoß soll der mögliche Unfallverursacher nach Ersthelfer-Auskünften mit Arm- und Beinbrüchen schwer verletzt worden sein. Er konnte ohne Hilfe der Feuerwehr von hinzu eilenden Ersthelfern aus seinem Kombi geholt werden.

Anders erging es dem Volkswagen-Fahrer, der mit seinen schweren Verletzungen in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde und warten musste, bis Feuerwehrleute ihn behutsam mit schwerem Gerät aus dem extrem zusammengequetschen Auto befreien konnten. So viel stand bei Redaktionsschluss jedoch schon fest: Beide Fahrer, die in umliegende Krankenhäuser verbracht wurden, befinden sich nicht in Lebensgefahr.

Die B463 war in diesem Bereich bis 19.45 Uhr komplett gesperrt. Danach wurde die Bundesstraße zunächst einseitig freigegeben. Die Polizei war noch mehrere Stunden vor Ort. Die Feuerwehren aus Bad Liebenzell rückte mit fünf Fahrzeugen und 13 Mann an, aus Calw kamen zwei Feuerwehrautos mit sechs Rettungskräften. Vor Ort waren drei Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz und ein Notarztteam mit Notarztwagen vom Arbeiter-Samariter-Bund.