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Ein Schluck vom Taufwässerle macht Benjamin Stumpe (rechts) ebenso zum neuen Maskenträger wie Tabea Kälber. Foto: Jürgen Keller
07.01.2018

Zwei neue Trolle bereichern Dennacher Dorfjubiläum

Neuenbürg-Dennach. Die Mitglieder des Faschingsvereins „Dennacher Troll“ haben mit Tabea Kälber und Benjamin Stumpe zwei neue Maskenträger getauft. Obertroll Jürgen Männicke begrüßte Abordnungen von befreundeten Vereinen und brachte zum Ausdruck, dass die diesjährige Maskentaufe eine Besonderheit sei, da Dennach in diesem Jahr sein 650-jähriges Bestehen feiert.

Der Troll mit seinem knitzen Gesicht, den Holzschuhen und waldfarbenem Kostüm, ist angelehnt an die gleichnamige Sage aus dem Buch „Sagen aus dem Schwarzwald“. Nach diesen Aufzeichnungen lebte der Troll einst in den Dennacher Wäldern beim Conweiler Stein. Waldbesucher konnten ihn herbeirufen, um sich die besten Beeren und Pilze zeigen zu lassen. Dies tat der Troll, um von der Bewachung des goldenen Pilzes der Waldelfen abzulenken.

Neben zahlreichen Mitgliedern, Jugendlichen und Kindern, gehören dem Dennacher Troll 20 Hästräger an. Um Maskenträger zu werden, muss man sich das Häs erst verdienen. Deshalb wurden die „Frischlinge“, Tabea Kälber und Benjamin Stumpe, in einer Umkleidekabine mit beschränkter Bewegungsfreiheit, wo nur der Kopf herausschaute, auf eine nicht ganz einfache Probe gestellt. Sie mussten fast blind ins Häs schlüpfen. Mit einem „Taufwässerle“, dem Taufspruch und dem dreifachen Schlachtruf „Finger weg vom Pilz“, wurden die Jungtrolle dann zum Troll ernannt.

Wurde der Einzug der Troll in den Dennacher Schulhof von fetziger und ohrenbetäubender Guggenmusik der Bääreglopfa aus Dietenhausen begleitet, heizten die Büchenbronner Büh-Hoi-Cravallos den Besuchern nach der Maskentaufe noch kräftig ein.