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Tödlicher Motorradunfall auf der B 294 © Seibel
09.07.2011

Zwei tödliche Motorradunfälle an einem Wochenende

PFORZHEIM/ BIRKENFELD. Ein schwarzes Wochenende für Motorradfahrer: Am Samstag nachmittag ist ein 42-jähriger Motorradfahrer aus Mühlacker auf der Bundesstraße 294 gestorben. Und am Sonntag Nachmittag erlag ein 27-jähriger Mann aus Pforzheim an der Hachelallee seinen Verletzungen. In beiden Fällen kam jede Hilfe zu spät.

Bildergalerie: Tödlicher Motorradunfall in der Hachelallee

Der 27-Jährige Zweiradfahrer war nach Angaben der Polizei am Sonntag mit seiner Honda auf der Hachelallee unterwegs gewesen, als er am Ende einer Rechtskurve aus bislang ungeklärter Ursache stürzte. Anschließend schlitterte er auf die Gegenfahrbahn. Ein 19-jähriger Fiatfahrer aus Karlsruhe, der mit seinem Kleintransporter auf der Gegenfahrbahn entgegen kam, konnte nicht mehr ausweichen. Es kam zum Zusammenstoß des Kleintransporters mit dem Zweirad sowie dem Motorradfahrer.

Bildergalerie: Motorradfahrer stirbt nach Unfall auf der B 294

Die Staatsanwältin machte sich an der Unfallstelle kundig und zog einen Sachverständigen zur Klärung des Unfallgeschehens hinzu. Neben den Rettungsdienst war auch die Feuerwehr Pforzheim im Einsatz, um zu helfen. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden in Höhe von 7000 Euro.
Bereits einen Tag zuvor war ein 42-Jähriger Mann auf der Bundesstraße zwischen Neuenbürg und Birkenfeld zu Tode gekommen. Der Zweiradfahrer war gegen 11.40 Uhr mit seiner Yamaha von Neuenbürg nach Birkenfeld unterwegs. Zeugen hatten zuvor beobachtet, dass der 42-Jährige im Kurvenbereich ein Auto überholt hatte. Auf der Höhe der „Engelsbrander Haltestelle“ kam dem Motorradfahrer ein VW-Bus entgegen, der von einem 60-Jährigen gefahren wurde. Dieser wollte nach links in ein kleines Industriegebiet mit einem Campingplatz einbiegen.
Dabei kam es zum Zusammenstoß. Die Kollision war so heftig, dass der Motorradfahrer zunächst gegen die Windschutzscheibe des VW-Busses geschleudert wurde und anschließend auf einen geparkten Volvo prallte. Der 42-Jährige starb an der Unfallstelle. Die Angehörigen des Verstorbenen wurden durch einen Notfallseelsorger betreut.

Eine Staatsanwältin leitete die Ermittlungen vor Ort und zog einen Sachverständigen hinzu. Dieser muss jetzt prüfen, ob der Motorradfahrer zu schnell unterwegs war. Denn in diesem Abschnitt gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometer pro Stunde.
Der Unfallort war bis 14.55 Uhr für den Verkehr voll gesperrt. Die Polizei hatte eine Umleitung eingerichtet. Die Feuerwehr Birkenfeld war mit neun Männern im Einsatz.
Bereits vor drei Jahren starb ein 30-jähriger Motorradfahrer an dieser Stelle. Ob es sich an diesem Straßenabschnitt um einen Unfall-Schwerpunkt handelt oder nicht, konnte die Polizei am Sonntag nicht bestätigen. Allerdings wird dort nach Angaben der Polizei regelmäßig die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überprüft. pol/dok

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