nach oben
04.02.2019

aus dem Ratssaal in Birkenfeld

Für großen Ärger in Teilen der Bevölkerung und des Gemeinderats hatte im vergangenen November der 1,1 Kilometer lange Ausbau des Laiserwegs beim Birkenfelder Walderlebnispfad gesorgt (die PZ berichtete). Unter Regie des Forstamts des Enzkreises wurde der Waldweg auf knapp fünf Meter verbreitert, 60 Bäume wurden gefällt, an einem Abzweig wurde, wo vorher ein Pfad war, eine Kurve für den Holztransport per Lastwagen sieben Meter breit geschottert. Nun hat sich die Verwaltung eingehend mit dem Thema beschäftigt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig ein Schreiben an den Enzkreis. Darin wird das Forstamt laut Steiner aufgefordert, anzuerkennen, dass sowohl die Ausschreibung als auch die Bauausführung fehlerhaft war. Birkenfeld fordert, den Weg auf eine Regelbreite von 3,5 Meter zu reduzieren. Auch die Schleppkurve müsse rückgebaut und renaturiert werden. Per Druckmessung solle getestet werden, ob der Schotterbelag den erwarteten Belastungen tatsächlich standhält. Und geklärt werden soll, wo der entfernte Mutterboden abgeblieben ist. Die Gemeinde erwarte vom Forstamt eine Antwort bis Ende Februar, so Steiner. Joachim Hausmann (SPD) stellte im Zusammenhang mit diesen negativen Erfahrungen die Frage in den Raum, ob Birkenfeld sich nicht von der Beförsterung durch den Enzkreis lösen und wieder einen eigenen Förster einstellen soll. Im Landratsamt läuft gerade nach der kartellrechtlich geforderten Forstreform die Neubesetzung der Reviere.

Die neuen Busverbindungen in Birkenfeld wurden von Bürgern nach dem Fahrplanwechsel teils heftig kritisiert. Jetzt habe es ein Gespräch der Gemeindeverwaltung mit dem Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) und dem Busunternehmen Müller gegeben, gab Bürgermeister Martin Steiner bekannt. Themen seien die Verspätungen, Probleme mit der Taktung und speziell die Linie 712 gewesen. Die soll künftig das Wohngebiet Sonne wieder direkt anfahren. Dafür müssten allerdings Kreuzungen noch baulich verändert werden, so Steiner. Außerdem soll die Linie 712 zumindest alle zwei Stunden ohne Umstieg in Brötzingen direkt zum Pforzheimer Hauptbahnhof durchfahren. Im Juni soll es erneut einen Fahrplanwechsel geben. Und auch ein Heft mit allen Birkenfelder Verbindungen soll – wie früher – wieder aufgelegt werden. Auf die ursprünglich angedachte Verlegung der Haltestelle von der Schwarzwaldhalle direkt vor die Ludwig-Uhland-Schule wird aus Sicherheitsgründen verzichtet. Möglicherweise kommt stattdessen ein Halt in der Jahnstraße.

Im Gutachterausschuss der Gemeinde rückt Birgit König vom Finanzamt Pforzheim für Hans Volz nach, der in Pension geht.

Die Elektroarbeiten am Krippenneubau in Gräfenhausen wurden für gut 300 000 Euro an die Pforzheimer Firma Elotec vergeben.

Der Stromanbieter für kommunale Gebäude in den kommenden drei Jahren wird wieder über die Bündelausschreibung des Gemeindetags gesucht. Davon verspricht man sich günstigere Konditionen. Gefordert sind 100 Prozent Ökostrom. ben