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Tiere hautnah erleben - der Karlsruher Zoo ist ein idealer Tummelplatz für Kinder. Foto: dpa
Tiere hautnah erleben - der Karlsruher Zoo ist ein idealer Tummelplatz für Kinder. Foto: dpa © dpa
27.07.2015

10 Dinge, die man als Kind im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe erlebt hat (oder erlebt haben sollte)

„Wohin soll es dieses Jahr am Wandertag gehen?“ „Ins Schwimmbad!!!“ „Das geht aber nicht.“ „Dann in den Zoo!“ Vermutlich wurde dieser Lehrer-Schüler-Dialog in den Klassenzimmern rund um den Karlsruher Zoologischen Garten tausendfach in ähnlicher Form geführt. Ging es dann tatsächlich in den Zoo – bei weiterer Anreise traditionell per Bahn zum direkt angrenzenden Hauptbahnhof – erlebte jedes Kind sein eigenes Abenteuer und doch jeder irgendwie dasselbe.

Gleiches gilt natürlich für einen Ausflug mit Mama, Papa, Oma, Opa, Tante. Oder sogar für den eigenen Kindergeburtstag im Zoo! Hier sind zehn typische Erlebnisse:

1 - Die Freude über eine Gondoletta-Fahrt und die gefühlt 500 Karpfen, die einem während der Fahrt das offene Maul aus dem Wasser entgegenstrecken. Mit dem „Bootle“ über den Stadtgartensee zu schippern gehört einfach dazu. Direkt am Elefantengehege vorbei. Und dann diese unzähligen dicken Fische. So nah sieht man sie selten. Da könnte man doch glatt noch einmal eine Runde drehen.

2 - Mit dem Auto in den Tunnel fahren. Früh übt sich bekanntlich der Meister. Zum Beispiel direkt am Spielplatz auf der „Mini-Autobahn“ mit sympathisch historisch wirkenden Autos. Mit quäkender Hupe! Und einem Tunnel, durch den man fährt. Zwar wird das Auto auf einer Führungsschiene gezogen, aber welchen Nachwuchsfahrer interessiert das schon, wenn er trotzdem ein Lenkrad in Händen hat.

3 - Das Seilklettergerüst bezwingen. Man kann es im Kindesalter schon mit einer persönlichen Mount-Everest-Besteigung vergleichen, das greift sicher nicht zu weit. „Übel hoch“ ist sie, diese aus Seilen bestehende Kletter-Pyramide am Zentralspielplatz. Wer es aber einmal nach ganz oben schafft, weiß, wie sich Reinhold Messner auf dem Dach der Welt gefühlt haben muss.

4 - „Wims Waffeln“ essen. So ein Tag im Zoo macht hungrig. Und dem seit fünf Stunden im Rucksack schwitzenden Käsebrot, vor allem aber den Karottensticks, zieht man doch lieber etwas lecker Frisches vor. Etwa eine süße Waffel direkt vor dem Dickhäuterhaus. Und diese belgischen Waffeln aus „Wims“ gelbem Häuschen schmecken einfach herrlich.

5 - Den „Duft“ des Dickhäuterhauses „genießen“. Nach Parfüm riecht es eher nicht, wenn man Elefanten, Flusspferden und Flamingos einen Besuch in ihrer Unterkunft abstattet. Aber: Müsste man auf die Erfahrung dieses mehr als erdigen Geruchs verzichten, würde doch etwas fehlen. Schon allein den Spruch „Hier stinkt es wie im Elefantenhaus“ würde niemand mehr verstehen. Wie schade wäre denn das?

6 - Das Gefühl einer Ziegenzunge auf der Hand. Die Vorstellung, per Drehschalter Futterpellets aus dem Automat am Streichelzoo zu holen, vermittelt einem gleich das Gefühl von Vorfreude. Mit diesem Lockmittel ausgestattet kommen im Gehege gleich Schafe und Ziegen auf einen zu und fressen einem aus der immer feuchter werdenden Hand. Sodass man die Tiere streicheln kann. Wunderbar.

7 - Einer Tierfütterung zuschauen. Dabei ist es relativ egal, was für ein Tier gerade gefüttert wird. Der Neid gilt letztlich vor allem dem Pfleger, der ganz nah an die wilden Tiere herankommt und sogar noch mehr als „nur“ Ziegen füttern darf. Wenn ich groß bin, werde ich auch mal…

8 - Auf den Lauterberg müssen. Einen steilen Weg hoch, durch den Wald, in dem nicht mal viele Tiere sind, und oben gibt es nur eine Terrasse. Als Kind läuft man nicht unbedingt gerne auf den Lauterberg. Geht man als Erwachsener noch einmal hoch, erkennt man, wie herrlich der Ausblick von der höchsten (halb-)natürlichen Erhebung Karlsruhes ist. Manche Zoo-Erlebnisse müssen einfach reifen.

9 - Irgendwas mit Wasser. Egal ob Sprinkleranlage oder Wasserspiele, irgendwo kann man sich im Sommer im Zoologischen Stadtgarten immer abkühlen. Die Vorbereiteten haben Wechselklamotten dabei, die ganz Cleveren sogar Badesachen und bei allen anderen sorgt die Sonne schon dafür, dass die Klamotten wieder trocknen und Mamas Erkältungssorgen verschwinden. Ein herrlicher Spaß.

10 - Glücklich sein. Wer die oben genannten neun Dinge erlebt hat, der kann nur glücklich sein, selbst wenn er auf „diesen hohen Berg“ musste. Der Zoologische Stadtgarten ist seit 150 Jahren ein Ort zum Glücklichsein. Und wer will das nicht immer wieder einmal genießen?

Bestimmt gibt es noch viel mehr Kindheitserinnerungen an den Karlsruher Zoo. Welche haben Sie erlebt? Schicken Sie uns Bilder oder Text an internet@pz-news.de.

Ganz neue Erinnerungen können Kinder übrigens am 8. und 9. August sammeln. Mit Forscherhut und Plan ausgestattet können sie dort „Zooforscher“ werden. Als Belohnung warten Überraschungen und Geschenke.