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Foto: dpa
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31.07.2015

Aus dem Boden in den Mund

Es blubbert und sprudelt und zischt. Gerade im heißen Sommer ist so ein Mineralwasser mit Sprudel eine tolle Erfrischung. Aber wo kommt das besondere Wasser eigentlich her - und was blubbert denn da?

Manchmal schlummert es viele Tausend Jahre tief in der Erde. Dann kommen Fachleute, bohren ein Loch - und bringen das Mineralwasser zu uns nach oben. «Um Mineralwasser zu bekommen, muss man erst einmal wissen, wo es liegt», sagt Fachmann Manfred Mödinger.

Experten sehen sich dazu etwa Luftbilder an. Aus bestimmten Strukturen im Gestein erkennen sie: Hier könnte Wasser darunter liegen. Andere Experten horchen dann mit speziellen Mikrofonen in die Erde. Denken auch sie, dass an einer Stelle Wasser sein könnte, bohren Firmen ein tiefes Loch in die Erde. Das sind die Firmen, die Mineralwasser verkaufen wollen.

«Mineralwasser sammelt sich in Hohlräumen im Gestein», sagt der Fachmann. «Das kann mal zehn, mal auch tausend Meter unter der Erde sein.» Oft pumpen die Firmen das Wasser von dort nach oben. Doch manchmal wird das Wasser in der Erde stark vom Gestein zusammengedrückt. Sticht man es einmal an, spritzt es von selbst hoch. «Dann zapfen die Firmen das Wasser nur noch ab», sagt der Fachmann.

Und was ist jetzt mit dem Blubber? «Was in der Flasche sprudelt, ist die Kohlensäure», erklärt Manfred Mödinger. Kohlensäure ist eine Zusammensetzung aus Wasser und Kohlen-Dioxid - kurz CO2. Es ist bei Zimmer-Temperatur gasförmig. Man kann Kohlensäure aus dem Boden gewinnen. Firmen stellen es aber auch künstlich her.

In manchem Mineralwasser steckt schon eine Menge Kohlensäure drin. «Doch die meisten Firmen setzen es später hinzu», erklärt der Fachmann. Das klappt zum Beispiel mit Geräten, die wie große, silber-farbene Tanks aussehen. Dort füllen Fachleute die Kohlensäure hinein. Dann sprühen sie das Mineralwasser in feinen Strahlen hinzu.

Nun wird das Wasser in Flaschen abgefüllt, Deckel zu, Etikett darauf und ab geht es mit dem sprudelnden Mineralwasser in den Supermarkt - und schließlich in unseren Mund.