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16.07.2015

Das Highlight zum Jubiläum: Was das neue Exotenhaus im Karlsruher Zoo zu bieten hat

Wenn der Karlsruher Zoo am 8. und 9. August seinen 150. Geburtstag feiert, steht eine Attraktion ganz besonders im Mittelpunkt. Pünktlich zum Jubiläum wird das mit zahlreichen, erstmals in Karlsruhe zu bestaunenden Arten besetzte Exotenhaus im ehemaligen Tullabad eröffnet. Das ist die wohl einschneidendste Erweiterung des Zoos in den letzten Jahrzehnten.

Bildergalerie: Das Highlight zum Jubiläum: Was das neue Exotenhaus im Karlsruher Zoo zu bieten hat

„Das Exotenhaus ist die erste Einrichtung im Zoo, in der Tiere frei in der Halle erlebt werden können“, freut sich Dr. Ulrike Stephan, die Abteilungsleiterin der Zoopädagogik. Knapp 100 verschiedene Arten werden in der aufwendig und naturnah gestalten Halle ein Domizil finden, fast alle gab es noch nie zuvor im Karlsruher Zoo zu bestaunen. Darunter sind verschiedenste Spezies. Eher kleine und bunte Wasserbewohner, wie die rund 40 verschiedenen Fischarten, die in Großaquarien einen Platz finden werden. Oder große Landbewohner, wie die Seychellen-Riesenschildkröten. Oder die Bewohner der zahlreichen, echten und unechten Großbäume unter dem Hallendach, etwa Fledermäuse oder farbenfrohe Vögel, die dem Besucher auf seinem Weg durch die Halle um die Ohren schwirren. In ähnlicher Höhe, nur deutlich gemächlicher, klettern Faultiere herum – oder klettern eben gerade nicht. Dann machen sie das, was sie am besten können: Pause.

Nahezu endlos ließe sich die Aufzählung fortsetzen. Wer ein ähnliches Angebot erleben wollte, musste bis dato in die Stuttgarter Wilhelma fahren. Mit deren Einrichtungen kann es das Karlsruher Exotenhaus nun jedoch aufnehmen. Dr. Stephan räumt dabei das häufige Missverständnis aus, die neue Einrichtung sei ein „Tropenhaus“. Das verbindet man häufig mit schwülwarmer, stickiger Luft. Im Exotenhaus herrsche dagegen eine Durchschnittstemperatur von 28 Grad Celsius, was bei einer nicht allzu hohen Luftfeuchtigkeit doch eher angenehm ist.

Die klimatischen Bedingungen führen zu einem weiteren Punkt, warum das Exotenhaus keine bloße „Tropenhalle“ ist. Vielmehr lautet der Untertitel des Hauses „Uferlandschaften“ – und das verweist auf die vielen Tierarten, die sich sowohl am Land als auch im Wasser wohlfühlen. Dr. Stephan nennt hier etwa Warane oder die respekteinflößenden Stumpfkrokodile.

Wen der über 400 Meter lange Rundweg durch das Gebäude hungrig macht, kann im „EXO“, dem neuen, ebenfalls im ehemaligen Tullabad untergebrachten Selbstbedienungs-Restaurant wieder zu Kräften kommen. Das reichhaltige Speisenangebot der Lokalität erweitert die Zoogastronomie beträchtlich.

Nach Verzögerungen der Eröffnung des Hauses, auch um ein optimales Einleben der Tiere zu gewährleisten, warten spätestens zum Zoogeburtstag am 8. und 9. August alle Bereiche der Halle darauf, entdeckt zu werden. Langweilig dürfte es großen und kleinen Besuchern dabei sicher nicht werden, gibt es doch immerhin rund 2000 Lebewesen teils aus nächster, direkter Nähe zu erleben.