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21.10.2014

Der Vegan-Tipp: Planung ist alles, aber nicht alles lässt sich planen

Als Veganer muss man sich vorbereiten. Das habe ich gleich ganz am Anfang meiner bisher zweijährigen Veganer-Karriere gemerkt. Wer sich nicht nur von trockenen Brötchen und Pommes ernähren möchte, der wird es gerade in kleineren Orten als recht mühsam empfinden, in einem Lokal ein veganes Gericht serviert zu bekommen oder einen veganen Snack kaufen zu können.

Mehr Alternativen sind hingegen in Städten vorhanden. Pizza ohne Käse, Salat mit Nüssen oder auch eine chinesische Gemüsepfanne – das findet man schon eher auf den Speisekarten. Doch wer sicher gehen will, dass er für den kleinen Hunger zwischendurch gewappnet ist, muss Eigeninitiative zeigen.

Ich habe mir recht früh angewöhnt, immer einen Gemüseaufstrich und Studentenfutter in der Tasche zu haben. Auch selbstgemachte Energiekugeln eignen sich prima fürs Naschen zwischendurch und gegen spontane Hungerattacken.

Dass man in manchen Situationen trotz aller vorausschauenden Organisation größere Probleme bekommt, etwas Veganes zu essen zu bekommen, durfte nun auch ich fest stellen. Bei einem spontanen Krankenhausaufenthalt lernte ich nun auch, wie es dort leider manchmal zugeht. Ich wurde zwar direkt gefragt, welcher Ernährung ich nach gehe, aber daran gehalten hat man sich leider nicht. Nachdem ich Fleischküchlein zum Abendessen aufgetischt bekam war ich schon etwas enttäuscht. Eine Alternative gebe es wohl nicht mehr. Wie gut, dass meine Mutter sofort handelte und mir Brot, Aufstrich und Obst vorbeibrachte.

Beim Frühstück ging es nicht anders. Wurst- und Käse-Brot. Wie gut, dass ich noch etwas vom Vorabend übrig hatte. Doch zum Mittagessen bekam ich wieder nur Fisch. Da musste nun aber wirklich gehandelt werden. Und siehe da, mit etwas Nachdruck ging es plötzlich doch.

Nachdem ich meinen wässerigen Reis mit ungewürztem Gemüse verschlungen hatte, freute ich mich dann doch noch viel mehr auf meine Entlassung.