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Zu den Faschingsumzügen in der Region kommen immer viele Zuschauer – so wie hier im vergangenen Jahr in Dillweißenstein.
Zu den Faschingsumzügen in der Region kommen immer viele Zuschauer – so wie hier im vergangenen Jahr in Dillweißenstein. © Ketterl/PZ-Archiv
12.02.2019

Fasching steht vor der Tür: Diese Tipps gibt die Polizei zur fünften Jahreszeit

Karlsruhe/Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Es ist wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit steht bevor. Jede Menge Faschingsumzüge und Partys locken die Narren in Scharen aus dem Haus. Um ein ausgelassenes, aber dennoch sicheres Treiben gewährleisten zu können, hat sich die Polizei in der Region gut aufgestellt. Gleichzeitig appelliert sie auch an alle Teilnehmer und Besucher der Faschings-Veranstaltungen.

Hierbei steht vor allem der maßvolle Umgang mit alkoholischen Getränken im Vordergrund. Der übermäßige Konsum von Alkohol stellt Polizei und Rettungsdienste alljährlich vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt leiden aber auch Veranstalter, Teilnehmer und Besucher unter den Auswirkungen, die sich in der Vergangenheit unter anderem in der bewussten Störung von Umzügen durch das Angehen von Hästrägern, aber eben auch durch körperliche Auseinandersetzungen und Vandalismus im Umfeld äußerte. Diese hatten nicht selten auch direkte Auswirkung auf Unbeteiligte.

Vor allem das Verhalten von Jugendlichen und Heranwachsenden stand hier im Mittelpunkt des polizeilichen Tätigkeitsfelds. Dieses soll wie auch in den vergangenen Jahren durch den verstärkten Einsatz von Jugendschutzteams entschärft werden. Den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol betreffend, ist aber die Vorbildfunktion der Erwachsenen nicht zu vernachlässigen.

Ausgewählte Veranstaltungen wie der Karlsruher Fastnachtsumzug werden auch in den sozialen Netzwerken begleitetet. Dort erhalten Sie Sicherheitshinweise und Informationen zu den Veranstaltungen. Doch gibt die Polizei allgemeine Tipps und Hinweise:

Taschendiebstahl

Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie unbedingt nötig.

Auf Geldbörse und Wertsachen achten. Wer angerempelt wird, sollte misstrauisch sein, es könnte sich um ein Ablenkungsmanöver handeln.

Keine Wertsachen oder sonstige Gegenstände im Auto lassen. Das kann unliebsamen Überraschungen vorbeugen.

Gewalt und Zivilcourage

Aus zumeist belanglosem Anlass können vor allem alkoholisierte Menschen zu Gewalttätigkeiten neigen oder unbeteiligte Besucher anpöbeln.

Aggressiv und  bedrohlich wirkende Situationen sollten von vornherein gemieden werden. Außerdem sollte man sich von potentiellen Angreifern nicht provozieren lassen.

Wer sich in einer bedrohlichen Situation wiederfindet oder sich belästigt fühlt, sollte gezielt andere Menschen ansprechen und um Hilfe bitten.

Man sollte anderen Menschen zur Hilfe kommen - ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Vermeintliche Täter sollten genau beobachtet und deren Merkmale, wie Haarfarbe, Gesichtszüge, Kleidung und Augenfarbe eingeprägt werden. Wenn es gefahrlos möglich ist, kann man die Situation auch mit dem Smartphone filmen oder fotografieren.

Niemand erwartet, dass man den Helden spielt. Stattdessen ist schnelle und umsichtige Hilfe gefragt.

Jugendschutz

Auch für Kinder und Jugendliche sind Großveranstaltungen zur Faschingszeit reizvoll. Deshalb gilt es umso mehr, die Bestimmungen des Jugendschutzes einzuhalten. Besonders Veranstalter, Vereinsverantwortliche und Eltern sind aufgerufen, auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes mit den jeweiligen Altersgrenzen und Abgabeverboten achten:

Alkoholische Getränke dürfen an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

Branntweinhaltige Getränke wie etwa diverse Mixgetränke) dürfen nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden.

Tabakwaren dürfen in der Öffentlichkeit an Kinder und Jugendliche weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.

Auf verschiedenen Faschingsveranstaltungen werden zudem Jugendschutzteams unterwegs sein, die ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche werfen, die es insbesondere mit dem Alkohol nicht so genau nehmen. Ziel ist es, Alkoholmissbrauch möglichst frühzeitig zu unterbinden, aber auch bereits alkoholisierte Kinder und Jugendliche in die sichere Obhut der Eltern oder nötigenfalls des Jugendamtes zu übergeben.

Alkohol und die Teilnahme am Straßenverkehr

Ohne Spaßbremse sein zu wollen, fordert die Polizei alle Närrinnen und Narren auf, mit Alkohol grundsätzlich gewissenhaft umzugehen. Dazu gehört auch, dass man jederzeit "Herr seiner Sinne" ist. Insbesondere im Zeitalter der modernen Medien muss man sich stets bewusst sein, dass das Internet nichts vergisst. Ein einmal eingestelltes Foto oder Video kann so gut wie nicht mehr zurückgenommen werden. Nach wie vor setzen sich zudem viele Narren im Anschluss an den Besuch einer Faschingsveranstaltung in alkoholisiertem Zustand  hinters Steuer eines Fahrzeuges. Die Gefährdung ihrer selbst, ihrer Mitfahrer sowie anderer Verkehrssteilnehmer wird schlicht weg nicht bedacht oder in Kauf genommen.

Deswegen:

Wer fährt, trinkt nicht! Wer trinkt, fährt nicht!

Wer Alkohol trinkt, kümmert sich schon vorher darum, wie er später sicher nach Hause kommt, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi.

Halten Sie offensichtlich Betrunkene von der Fahrt mit einem Fahrzeug ab und steigen Sie auf keinen Fall zu einem Angetrunkenen ins Fahrzeug. 

In Notfällen oder Gefahrensituationen steht die Polizei Ihnen natürlich wie gewohnt unter der Notrufnummer 110 rund um die Uhr zur Verfügung. Die Polizei wünscht eine schöne "fünfte Jahreszeit"!

In Notfällen oder Gefahrensituationen steht die Polizei Ihnen natürlich wie gewohnt unter der Notrufnummer 110 rund um die Uhr zur Verfügung. Die Polizei wünscht eine schöne "fünfte Jahreszeit"!

Sie wissen noch nicht, wann welche Umzüge in der Region stattfinden? PZ-news hat hier den Überblick für Sie: Faschingsumzüge in Pforzheim und der Region - Alle Infos im Überblick