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Darf es selbst versuchen: Miriam Fuchs beim Bogenschießen.  
Darf es selbst versuchen: Miriam Fuchs beim Bogenschießen.   © Dietz
11.05.2016

Fuchs and the City: Bogenschießen – auf den Spuren von Robin Hood

Wissen Sie eigentlich, dass mein Vater Robin Hood ist? Er ist zwar kein Rächer der Enterbten, dafür aber ein sehr guter Bogenschütze. Robin Hood light. Dass er mich nicht mit seinen Bogenschützen-Triumphen als Vereins-, Kreis- und Landesmeister anflunkert, deuten seine vielen Pokale an.

Kürzlich durfte auch ich mein Glück beim Bogenschießen versuchen. Während meine Freunde am Tag der offenen Tür bei der Schützengesellschaft 1450 Pforzheim sofort die 40 Meter entfernten Zielscheiben anvisieren durften, sagte mein Vater zu mir: „Vielleicht probierst Du es erst einmal mit der ganz nahen Scheibe.“ An der „ganz nahen Scheibe“ hatten sich bis dahin ausschließlich die kleinsten der Kleinen versucht – und danach dann ich. Dafür landete ich von Beginn an Treffer, so dass ich mir kurze Zeit später die 20 Meter entfernte Scheibe vornahm. Von drei Pfeilen landeten immerhin zwei nicht im Rasen. Ein guter Schnitt.

Den Dritten musste ich dann aber doch suchen. Auch das war nur eine weitere sportliche Betätigung, neben: Bogen spannen, rechten Arm im perfekten Winkel halten, linken Arm durchdrücken (aber doch nicht zu sehr), Ziel fokussieren, Beine nicht vergessen, Nase gegen die Sehne drücken und schließlich die Finger ganz langsam öffnen, so dass der Pfeil in Richtung Ziel fliegt. Wenigstens so ungefähr. Klingt kompliziert. Ist es auch.

Dieser Tag hat mich sehr beeindruckt. Immerhin habe ich beim Bogenschießen unzählige Muskeln beansprucht, die ich im normalen Leben eher seltener gebrauche. Und das habe ich dann erst so richtig am nächsten Tag schmerzhaft verspürt. Ein neuer Robin Hood werde ich wohl nicht mehr.

Infos zu den Bogenschützen gibt es im Internet unter www.sgpf.de.