nach oben
Neuste Winterparfüms statt sommerlicher Schweißgeruch: Miriam Fuchs riecht sich durch die Pforzheimer Parfümerie „Just“.
Neuste Winterparfüms statt sommerlicher Schweißgeruch: Miriam Fuchs riecht sich durch die Pforzheimer Parfümerie „Just“.
13.11.2012

Fuchs in the City: Ade Schweißgeruch

Kennen Sie die angenehme Seite eines kalten Winters? Aus Sandalen werden Stiefel, aus luftigen T-Shirts dicke Wollpullis und niemand muss mehr schwitzen.Das ist ein olfaktorischer Hochgenuss, eine Erholung für mein empfindliches Riechorgan.

Umfrage

Parfüm...

...ist für mich pure Leidenschaft 49%
...juckt in meiner Nase 11%
...vertreibt unangenehme Gerüche 17%
...benutze ich nicht so gern 23%
Stimmen gesamt 376

Statt der sommerlichen Schweiß-Brise, durchströmt jetzt satte, kühle Luft die Nase. Wenn Sie im Hochsommer schon einmal in einer Umkleidekabine Kleider anprobiert haben, wissen Sie, wovon ich spreche. Da würde ich am Liebsten gleich zur Nasenklammer greifen.

Und erst die stickigen, schlecht belüfteten Busse und Bahnen – da hilft nur eines: Luft anhalten, oder durch den Mund atmen. Aber allein die Vorstellung, dass mir der Schweißgestank durch den Mund wabert... Igitt!

Da rieche ich lieber an mein frisch gewaschenes Haar – ein Tick, der mich seit meiner Kindheit begleitet und den Kollegen manchmal mächtig auf die Nerven geht.

Blut im Parfümflakon

Noch etwas lässt mich der kalten Jahreszeit entgegen fiebern: Endlich wieder das geliebte Winterparfüm hervorkramen, denn in der kalten Jahreszeit liebe ich schwere, sinnliche Düfte. Vorbei die Zeit der leichten, frischen, blumigen Parfüms. Jetzt kann es ruhig die volle Dröhnung sein.

Lady Gagas erste Parfümkomposition werde ich mir aber trotzdem nicht zulegen. In einem Interview erklärte die Pop-Queen doch tatsächlich, dass die schwarze Brühe im Flakon Blut und Sperma nachempfunden sein soll.

Das ist dann sogar mir zu grotesk. Auch Männer sollten auf ein edles Duft-Wässerchen keinesfalls verzichten, denn ein Mann, der gut riecht, bringt die Frauenwelt eher zum Dahinschmelzen. Für mich ist es jedenfalls die halbe Miete.

Man(n) sollte seinen urzeitlichen Eigengeruch durch Pheromone nicht überbewerten, denn nichts ist schlimmer als beißender Männerschweiß. Das beweist ein Spaziergang durch den Kraftraum eines Fitnessstudios, der mich irgendwie an den Geruch im Wildkatzen-Gehege der Wilhelma erinnert. Und wer denkt eigentlich an das soziale Umfeld?

Wer sich gern im eigenen Mief suhlt, kann schließlich nicht davon ausgehen, dass der Rest der Welt auch unbedingt daran teilhaben möchte. Vor allem nicht im Büro. Das grenzt ja schon an Körperverletzung. Da lobe ich mir die Kollegen, deren Duft den Raum erfüllt, wenn sie die Räumlichkeiten betreten. Egal, ob Sommer oder Winter.

Meine persönliche Parfüm-Hitliste:

Ein Gang durch die Parfümerie lässt mich oft verzweifeln. Es gibt Hunderte von Parfüms, die zum Verkauf angeboten werden. Wer soll da den Überblick behalten? Wie soll man hier den Lieblingsduft finden? Eine kleine Auswahl an Düften, die mir besonders gut gefallen, habe ich hier für Sie zusammengestellt. Vielleicht ist ja auch etwas für Sie dabei:


Lieblingsdüfte für Frauen:
Dolce & Gabbana „The One“
Lancome „Hypnôse“
Dolce & Gabbana „Anthology 3 L’Impératrice“
Bulgari „Jasmin Noir“
Gucci „Rush“


Lieblingsdüfte für Männer:
Hermès „Terre“
Dior Homme „Sport“
Dolce & Gabbana „The One“
Kiton Men
Baldessarini „Strictly private“

Leserkommentare (0)