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Miriam Fuchs
Miriam Fuchs - Spliss, Frust, Liebes-Aus: Der tägliche Kampf mit dem Haar © Türschmann
07.01.2015

Fuchs in the City: Ein haariges Problem

Haar ist mehr als bloß ein langer Hornfaden. Haar bedeutet zum Beispiel Stress im täglichen Kampf mit Shampoos und Sprays sowie Windstößen und Regenschauer, die alles kunstvoll Aufgebaute wieder zunichte machen. Oder es bedeutet Frust, wenn es ungewollt zu kurz oder falsch geschnitten wurde, wenn es nur stumpf und lustlos am Kopf klebt oder an den falschen Stellen frühzeitig grau wird.

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Umfrage

Mein Haar...

geht mir täglich auf die Nerven 33%
ist für mich das Wichtigste 25%
ist mir total egal 42%
Stimmen gesamt 392

Mein Haar schmückt mich an Tagen, an denen kein Hahn danach kräht. Und es bringt mich zur Weißglut, wenn es zu einem besonderen Anlass spröde und ohne jegliches Volumen mein Spiegelbild verhöhnt. In Zeiten von teuren Extensions und extravaganten Spezial-Shampoos, deren Preise so hoch sind, dass manche Frau sich dafür lieber ein Schmuckstück kaufen würde, erkennt man schnell, dass Haare heute weit mehr Erwartungen erfüllen müssen, als nur vor UV-Strahlen zu schützen und Wärme zu spenden.

Gerade pflege ich eine etwas spezielle Beziehung zu meinen Haaren. Nicht, dass sie mir zur Zeit nicht sowieso schon auf die Nerven gehen. Zu allem Überfluss ist jetzt auch noch Herbst – an den Bäumen und auf meinem Kopf. Ich verliere gerade Unmengen dieser dünnen Hornfäden. Ob die Platz machen fürs Winterfell?

Heutzutage sind Haare ein Statement wie auch ein Spiegel der Seele. Manchmal schreien sie geradezu: „Ich habe einen Neuanfang hinter mir!“ Das gilt für viele Frauen, die nach einer Trennung von ihrem Liebsten mit einem Abschnitt der Haare einen neuen Lebensabschnitt anzeigen wollen. Vergangene Woche habe ich meine Haarpracht übrigens um zehn Zentimeter gekürzt. Spliss, Frust oder der Anfang einer neuen Zeitrechnung? Spekulieren erlaubt!