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Fuchs in the City: Große Brüste für einen Tag.
Fuchs in the City: Große Brüste für einen Tag © dpa
28.10.2014

Fuchs in the City: Ganz ohne Silikon - große Brüste für einen Tag

Sie kennen das vielleicht: Bauch-weg-Hosen mogeln ein paar Kilo Speck um die Leibesmitte weg. High Heels sorgen für einen geraden Gang und zaubern lange Beine. Push-up-Kissen im Bustier lassen den Busen scheinbar der Schwerkraft trotzen und machen die Oberweite groß und prall. Es gibt einige Hilfsmittel, auf die Frauen gern zurückgreifen, möchten sie beispielsweise bei einer Verabredung besonders umwerfend aussehen.

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Der neue Trend: Wer einen drückenden BH vermeiden will und trotzdem mit einem üppigen Dekolleté prahlen möchte, der kann jetzt sogenannte „Party-Brüste“ wählen. Dabei handelt es sich um eine temporäre Busenvergrößerung – ganz ohne Silikon. Bei dem Eingriff wird lediglich Kochsalzlösung in jede Brust injiziert. Nach einigen Tagen hat der Körper die überschüssige Flüssigkeit wieder abgebaut und der Busen schwillt ab. Gerade lang genug also, um einen eindrucksvollen Auftritt auf der Single-Party oder beim Gruppentreff im Oktoberfestzelt hinzulegen.
Laut „Stern“ nutzten Ärzte diese Methode früher, um Frauen mit Wunsch nach einer Brustvergrößerung das mögliche Ergebnis plastisch zu veranschaulichen. Logisch irgendwie. Unlogisch hingegen der Trend, der sich daraus entwickelt hat. Der kurzzeitige Oberweitenspaß ist nämlich ganz schön kostspielig. So schnell wie rund 3500 Euro vom Konto der Patientin verschwinden, so zügig versickert auch das Salzwasser aus dem temporär drallen Vorbau. Ich hätte Angst davor. Und wer garantiert, dass das Salzwasser dann genau dort bleibt, wo es gut aussieht, wenn einer hinsieht? Spezialisten warnen vor einem „Abschlaffungseffekt“, der sich einstelle, wenn man die Salzwasser-Spritzerei übertreibt. Außerdem, so mein Kollege, würden große Brüste „total überbewertet“. Er sagt: „Die Größe ist egal. Es zählt nur eine gute Haptik.“ Und er wäre entsetzt, wenn er plötzlich Salzwasser gluckern hören würde. Ich glaube, so sehen es viele Männer. Warum dann manche Frauen trotzdem so etwas tun, ist mir ein Rätsel.