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Macht falsches Essen faltig? PZ-Redakteurin Miriam Fuchs mag es manchmal ungesund und deftig, und auf Cremes will sie auch nicht verzichten.
fuchs in the city falten durch essen © Dietz
11.06.2013

Fuchs in the City: Macht falsches Essen faltig?

Von einem jugendlichen Aussehen träumen alle Frauen - und inzwischen auch immer mehr Männer, die ihr Sixpack nicht trinken, sondern im Fitnessstudio pflegen. Und die Kosmetikindustrie heizt den Markt erst richtig an. "Ab 25 sollten Sie zu Anti-Aging-Produkten greifen", riet mir neulich eine Apothekerin und reichte mir ein Make-up für die Haut ab 40. Super. Sehe ich aus wie 40?

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Macht euch doch alle verrückt, dachte ich mir heimlich und stellte das teure Kosmetikum zurück ins Regal. Wenn ich mal 40 bin, kann ich ja wieder darauf zurückgreifen.

Uma Thurman verriet der britischen Zeitung "Daily Mail" jüngst ihre Beautygeheimnisse. Mit 43 Jahren sieht die US-Schauspielerin nämlich aus wie Mitte 20 und das scheinbar nur, weil sie viiiiiel Wasser trinkt und ab und zu etwas "Quell-Wasser ins Gesicht spritzt". Na, klar. So ganz will ich ihr das irgendwie nicht glauben. Kein Botox? Kein Lifting? Keine Hyaluronsäure?

Wahre Schönheit soll ja bekanntlich von innen kommen. Das weiß auch der Ernährungsexperte Sven David Müller. Was das bedeutet, liegt auf der Hand, beziehungsweise auf der Zunge. Viele Lebensmittel machen seiner Meinung nach alt und faltig. Was nützen da die teuersten Anti-Aging-Produkte, wenn man sie nicht essen kann? Stattdessen sollte ich saure Beeren, Spinat und Karotten kauen und zweieinhalb Liter Mineralwasser pro Tag trinken. Das wirke besser als jede teure Hautalterungs-Creme, so Müller. Die Haut werde straff und die Falten weniger tief.

Vielleicht bei Müller, bei dem Schönheit durch den Magen geht. So ganz auf meine Cremes und Schminkutensilien möchte ich dann doch nicht verzichten. Hat ja bis jetzt auch prima funktioniert.

Die gute Nachricht: “Es ist nie zu spät, etwas gegen Hautalterung zu tun", sagt Michaela Axt-Gadermann, Dermatologin und Professorin für Gesundheitsförderung in einem Interview mit der Tageszeitung "Welt". Von Fleisch, Wurst und anderen tierischen Nahrungsmitteln rät sie allerdings ab. Die darin enthaltene Arachidonsäure sei ein wahrer Faltenbeschleuniger.

Das war´s dann wohl für mich mit der Blutwurst, die mir mein Vater extra aus seiner Lieblingsmetzgerei mitgebracht hat. Aber wenn ich meinen Lieblingskollegen am Redaktionstisch gegenüber so ansehe, dann machen Berge von Wurstbrötchen und Schnitzelweck im Alter doch faltenlos glatt. Aber leider auch richtig rund.

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