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Fuchs in the City

21.04.2015

Fuchs in the City: Strampler für den großen Mann

Meine Kollegin hat ihrem Freund neulich einen „Jumpsuit“ geschenkt. Bunt, langärmelig, innen flauschiges Material. Er liebt ihn. Mich erinnert der Einteiler am männlichen Körper immer etwas an den Strampler, in den Mama uns früher gesteckt hat.

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Der einjährige Sohn meiner besten Freundin kann doch nicht das Gleiche tragen, wie mein Partner? Mein Freund hat deshalb Strampler-Verbot. Es sei denn, er kommt damit klar, dass ich bei seinem Anblick ans Windelnwechseln und Fläschchenmachen denken muss.

Ursprünglich eine Uniform

Der „Jumpsuit“ ist in diesem Sommer der Trend schlechthin. Früher hätte man dazu Overall gesagt. Ein Einteiler also, bei dem Hose und Oberteil miteinander verschmelzen. Ursprünglich stammt das Kleidungsstück von den Fallschirmjägern und bezeichnet als Springeranzug deren einteilige Uniform. Heute hält es Einzug in die Kleiderschränke – egal ob in die von Männern oder Damen.

An uns Frauen finde ich Overalls übrigens unwiderstehlich. Es gibt sie in allen erdenklichen Variationen. Und ich habe schon einige davon im Schrank: von der flatternden, neckisch-kurzen Strand-Version, hin zur langbeinigen, Träger-freien Abend-Variante. Sie können sich denken, was ich meiner Bekannten riet, als sie völlig verzweifelt nach dem perfekten Hochzeitsoutfit suchte.

Komplizierter Toiletten-Gang

Einen großen Nachteil birgt der sexy Einteiler aber: Der Gang zur Toilette. Während Männer nur einige Knöpfe an entscheidender Stelle öffnen, um ihre Notdurft zu verrichten, muss ich mich erst einmal mühselig herausschälen. Fatal, denn wenn ich dringend einmal muss, zählt jede Sekunde.

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