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Bazillenschleudern, Schraubstöcke, tote Fische: Hände schütteln macht nicht immer Spaß.
Bazillenschleudern, Schraubstöcke, tote Fische: Hände schütteln macht nicht immer Spaß. © Lutz
24.11.2015

Fuchs in the City: Toter Fisch, Schraubstock - wie schütteln Sie Hände?

Nicht nur im Bewerbungsgespräch sollte er perfekt sein, nein, auch im normalen Leben ist er unverzichtbar: ein angenehmer Händedruck. Nicht zu fest und nicht zu lässig. Im Laufe meines Lebens bin ich schon auf zahlreiche unterschiedliche Händeschüttler geraten. Nicht alle waren sie angenehm.

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1. Der Langzeit-Schüttler . . .
schafft den Absprung einfach nicht zum rechten Zeitpunkt. Ein guter Händedruck ist fest und warm und dauert nur einen kurzen Moment. Keine fünf, sechs, sieben Sekunden. Die Folge: Ich ziehe die Hand schon weg, während mein Gegenüber noch glückselig weiter schütteln möchte und sich zum Schluss verkrampft am kleinen Finger festhält. Da hilft nur hoffen, dass dem Händeschüttler bald die Puste ausgeht.

2. Der tote Fisch . . .
erschreckt mich jedes Mal. Es ist nämlich überaus unangenehm, eine Hand zu erwarten, dann aber einem erschlafften, toten Fisch zu begegnen. Der Verursacher scheint sich nicht viel Mühe beim Händeschütteln zu geben und man selbst fragt sich, ob man nun seinem Gegenüber die Gräten, verzeihung, die Knochen gebrochen hat.

3. Der Handschlag-Akrobat . . .
entspringt meist einer jüngeren Generation. Voll jugendlichem Tatendrang bietet er die eigene Hand an, damit man cool darin einschlägt, fasst dann auf tieferer Ebene noch einmal nach und macht zuletzt eine Faust, die man mit der eigenen touchieren soll. Keine Angst, hierbei handelt es sich also nicht um eine Drohgebärde. Es gilt: Ruhe zu bewahren und die wilde Handschlag-Akrobatik einfach gekonnt nachzuahmen.

4. Der Schraubstock . . .
wirkt für mich immer etwas bedrohlich, denn er ist schmerzhaft und es gibt vor ihm kein Entkommen. Als Frau zieren meine Hände auch noch mehrere Ringe, die sich nach solch einem zu festen Händedruck derart ins Fleisch bohren, dass ich die Abdrücke Stunden später noch fühle UND sehe! Bedrohlicher ist da für mich nur eines:

5. Die Bazillenschleuder . . .
die einem genau dann die Hand reicht, nachdem sie sich vorher ausgiebig in die Hand hinein geniest hat. Igitt!