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Bunte Schokoladen-Hasen – das ist heute oft das Einzige, was Kinder mit dem Osterfest verbinden. dpa
Bunte Schokoladen-Hasen – das ist heute oft das Einzige, was Kinder mit dem Osterfest verbinden. dpa
22.03.2016

Fuchs in the City: Was Kinder heute noch über Ostern wissen

Vergangenen Sonntag habe ich den Ostergarten der Pforzheimer Stadtmission besucht und war restlos davon begeistert. Zahllose Helfer, darunter viele Freiwillige, haben mit angepackt, unterschiedliche Räume des Gebäudes in zehn Stationen zu verwandeln, die die Passions- und Ostergeschichte veranschaulichen sollen.

Für mich mit das Schönste daran: Jung und Alt hatten gleichermaßen Freude an diesem Erlebnis. Und das, obwohl es zu Beginn der Führung unter den ganz Kleinen zuerst große Augen gab, als der Tour-Begleiter erklärte, dass es in diesem Ostergarten weder Hasen noch Eier zu sehen gäbe.

Heutzutage sind diese Dinge oft der zentralste Punkt, um den das Osterfest kreist. Es geht vor allem um Geschenke. Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass das Familienportal „Urbia.de“ eine Liste von Sätzen veröffentlichte, in denen Schulanfänger sagen, was sie mit dem Osterfest in Verbindung bringen. Da liest man Folgendes: „Der Osterhase hat eine Werkstatt, da werden die Eier gemacht.“ Und: „Der Osterhase hat auch ein Haus und bringt den kleinen Osterhasen bei, dass sie mit den Eiern weghüpfen müssen, wenn Fuchs oder Jagdhund kommen.“

Dabei sollten Osterhase und Eiersuche nicht mehr als eine schöne Tradition sein, mittels welcher Eltern ihre Kinder spielerisch für das Fest begeistern können. So erinnere ich mich daran, wie mein Papa das Osterkörbchen immer versteckte. Und zwar so gut, dass ich etliche Stunden suchen musste (so fühlte es sich als Fünfjährige an) und zahlreiche Krokodilstränen verdrückte, ehe er sich schließlich geschlagen gab und das Versteck preisgab.

Neben all dem Spiel und Spaß sollte das Wesentliche nicht aus den Augen verloren werden: nämlich, dass wir Christen dieser Tage der Auferstehung Jesu gedenken.