nach oben
So gut kann die Kombination aus Holz und Stein im Garten aussehen. Nötig ist dafür allerdings ein Gesamtkonzept - bevor der Garten angelegt wird.
So gut kann die Kombination aus Holz und Stein im Garten aussehen. Nötig ist dafür allerdings ein Gesamtkonzept - bevor der Garten angelegt wird. © Pixabay
07.02.2019

Gartengestaltung: Auf Stil, Grundelemente und Sitz-Areale kommt es an

Viele Häuslebauer haben sich im vergangenen Jahr den Traum vom eigenen Haus verwirklichen können. Wer noch rasch im vergangenen Jahr einziehen konnte, hat sich für dieses Jahr vermutlich den Plan zurechtgelegt, sich um die Außengestaltung des neuen Wohntraums zu kümmern. Worauf es dabei ankommt, verrät dieser Ratgeber.

Wer sich hingegen jetzt noch um einen Bauplatz bemüht, kann bereits im Vorfeld mit diesen Ideen zur Gartengestaltung die Vorgaben im jeweiligen Bebauungsplan kritisch prüfen.

Stil bestimmen:

So gut kann die Kombination aus Holz und Stein im Garten aussehen. Nötig ist dafür allerdings ein Gesamtkonzept - bevor der Garten angelegt wird. Foto: Pixabay

Im Garten ist es vornehmlich grün. Hinzu kommen Sitzgelegenheiten und fertig. Wer mit diesen doch recht minimalen Grundbedürfnissen zur Gartengestaltung schreitet, könnte darauf aufbauend ein recht uneinheitliches Bild der grünen Oase kreieren. Um das zu verhindern, macht es durchaus Sinn, einen durchgängigen Stil zu bestimmen, der den Garten dann in ein einheitliches Licht rückt.

Materialien: Stein oder Holz – das ist hier die Frage. Natürlich lassen sich diese typischen Gartenmaterialien auch mischen, allerdings sollten die Grundzüge durchaus klar definiert werden. Wer eine Steinterrasse plant, könnte das Element Stein auch andernorts im Garten einsetzen. Beispielsweise, um Beete abzutrennen oder um unter einer gemütlichen Bank einen eben Untergrund zu erschaffen. Wer hingegen auf Holzmöbel setzt, der kann dazu gut ein Kräuterbeet aus Holzpaletten kombinieren.

Design: Ähnlich wie bei der Möbelauswahl im Innenraum gibt es auch im Garten mittlerweile viele verschiedene Stilrichtungen. Besonders beliebt und modern ist aktuell der Vintage-Look, der zwar „alt und schäbig“ aussehen soll, in Wahrheit aber durchaus einem ausgeklügelten Konzept entspricht. Auch der Landhaus-Stil lässt sich im Garten gut umsetzen.

Achtung: Wer plant, dem eigenen Garten durch den Toskana-Stil ein wenig Urlaubsflair zu verleihen, muss stets an die Regularien denken, die im Bebauungsplan für das Grundstück stehen. Häufig gibt es Festlegungen zur Einfriedung von Grundstücken sowie Hinweise dazu, was angepflanzt werden muss. Auch steht im Bebauungsplan geschrieben, ob es beispielsweise erlaubt ist, ein Gartenhäuschen zu errichten oder nicht.

Grund-Elemente festlegen

Die Entscheidung, welcher Gartenstil es werden soll, hängt mitunter auch davon ab, was im Garten untergebracht werden muss. Das ist auch abhängig von der Größe des Gartens. Zu den beliebtesten Gartenelementen gehören Bereiche, die als Zier- oder Nutzgarten dienen. Die Entscheidung, welche Gartenvariante es werden kann und soll, entscheidet vor allem der Platz, aber auch die Ambition, mit der der Besitzer an die Gestaltung des Gartens herangeht. Wer sich frisches Obst und frisches Gemüse wünscht, ist mit einem Nutzgarten gut beraten. Wer den Garten als Wellness-Oase konzipieren will, braucht hingegen eher Sitz- und Entspannungsmöglichkeiten sowie duftende Blumen, die für Entspannung sorgen. Dann ist ein Ziergarten die bessere Option.

Tipp: Handelt es sich um die Gestaltung eines Gartens für eine Familie, ist es wichtig, einige Sicherheitsaspekte zu bedenken. Teiche und Pools können eine Gefahrenquelle sein – je nachdem, wie alt die Kinder des Hauses sind. Auch in puncto Bepflanzung ist es dann wichtig, auf ungiftige Pflanzen zu achten. Zu schnell stecken sich Kinder sonst vielleicht in einer unbeobachteten Minute eine giftige Frucht in den Mund. Dann droht Vergiftungsgefahr. Bezüglich der Installation eines Spielgeräts im Garten gilt: Natürlich freut sich der Nachwuchs mindestens ebenso auf den Garten wie die Häuslebauer selbst, allerdings werden Spielgeräte im Garten leider tendenziell zu groß dimensioniert. Eltern sollten bedenken, dass Kinder gerne in Gesellschaft spielen. Gibt es keine Geschwister, haben Kinder auf dem Spielplatz mit Gleichaltrigen häufig mehr Spaß.

Sitz-Areale konzipieren

Einzelne Möbelstücke sind immer dann eine gute Idee, wenn sie nicht praktisch-funktional sein müssen, sondern lediglich den Wellness-Bereich der grünen Oase möblieren. Foto: Pixabay

Der Garten besteht sicherlich zu einem großen Anteil aus Rasen und Pflanzen, aber nicht ausschließlich. Mindestens ebenso wichtig wie das Grün im Garten sind die Sitzmöglichkeiten, die zum Aufenthalt und zum Verweilen einladen. Entscheidend sind bei der Konzeption der Sitzbereiche diese Details:

Unterbau und Zugang: In aller Regel betreten Menschen über die Terrassentür ihren Garten- bzw. Außenbereich. Wer bei dem Bau der Terrasse darauf achtet, dass der Untergrund rutschfest und frei von Ecken und Kanten ist, tut dem Nachwuchs mit den empfindlichen Füßen ebenso etwas Gutes wie sich selbst im Alter, wenn kleine Vorsprünge oder einer rutschiger Untergrund eine gefährliche Unfallquelle darstellen.

Sonnenschutz: Nicht jeder Häuslebauer wünscht sich in seinem Garten die starre Konstruktion einer Markise sondern setzt möglicherweise lieber auf ein flexibles Modell in Form eines Sonnenschirms. Markenhersteller wie Sunliner warten heutzutage mit einer Vielzahl an Sonnenschirmen auf, die für jeden Ansatz und für jeden Raumbedarf die beste Lösung offerieren. Während sich kleine, runde Modell zwischen dreieinhalb und fünf Metern Durchmesser dazu eignen, die kleine Oase fernab der Haupt-Terrasse oder gar den Sandkasten-Spielbereich des Kindes vor der Sonne zu schützen, sind große Modelle, die es in Seitenlängen zwischen drei und fünf Metern gibt, ideal für die Hauptterrasse.

Möblierung: Die Möblierung der Sitzbereiche steht und fällt mit den Ansprüchen daran, wie der Sitzbereich genutzt werden soll. Lounge-Möbel, die zum Chillen und Relaxen einladen, sind gut geeignet für Zweit-Terrassen. Hier steht das Wellness-Gefühl im Fokus. Die Tische sind meist kleiner und fungieren lediglich als Ablage für Getränke und vielleicht ein Buch. An die Haupt-Terrasse stellen die meisten dieselben Anforderungen wie an den Essbereich im Haus: Er muss mit Tisch und Stühlen die Möglichkeit bieten, alle Familienmitglieder unterzubringen. Jeder muss hier ordentlich essen können.