nach oben
© Stadt Mühlacker
04.08.2015

Gartenschau in Mühlacker übertrifft alle Vorstellungen

Die Gartenschau in Mühlacker ist ein wahrer Besucher-Magnet. Vom 9. Mai bis zum 13. September dauert das Grünprojekt an, bereits kurz nach der Halbzeit war der 300.000 Besucher begrüßt worden. Im Voraus hatte die Stadt über den gesamten Zeitraum der 128 Tage mit „nur“ 250.000 Besuchern gerechnet. In die Gestaltung des rund 10 Hektar großen Geländes entlang der renaturierten Enz hat die Stadt Mühlacker mehr als 10 Millionen Euro investiert. Beworben hatte sich die Stadt bereits im April 2009. Die Bauarbeiten begangen schließlich ab Juli 2012.


Das Ergebnis kann sich heute sehen lassen. Das zeigen nicht nur die Besucherzahlen. Allein die puren Fakten sprechen für sich: Der derzeit blühende Sommerflor umfasst rund 20.000 Einzelpflanzen. Es gibt insgesamt zirka 1000 Einzelveranstaltungen unter anderem auf der PZ-Bühne und der Sparkassen-Bühne, am Treffpunkt Baden-Württemberg, im Enzkreis-Pavillon und auf weiteren Flächen im Gelände. Und noch etwas ist außergewöhnlich: Die ausgesprochen hohe Bürgerbeteiligung am Grünprojekt. So gobt es beispielsweise direkt am Eingang „Stadtmitte“ das „grüne Forum“, das auch nach der Zeit der Gartenschau bestehen bleibt.

Das Oval mit dunklen Sitzblöcken auf einem Klinkerboden liegt bietet Platz für rund 70 Menschen und ist ein Geschenk der Bürgerstiftung Mühlacker, konzipiert als Ort unter freiem Himmel, zu dem Menschen kommen, musizieren, diskutieren oder die Seele und Gedanken baumeln lassen können. Spender und Förderer der Bürgerstiftung haben insgesamt rund 20 000 Euro in diesen schönen Platz investiert.


Der Name ist Programm für die Gruppe „Mit allen Sinnen“. In der kleinen Hügellandschaft auf Dürrmenzer Seite können Besucher an duftenden Kräutern schnuppern, mit einem Klangstein kommunizieren, Töne durch den Körper wandern lassen sowie Steine, Gras, Holz und Erde unter ihren Fußsohlen spüren und erraten. Das Projekt hat auch noch eine künstlerische Seite: Kinder und Jugendliche haben hölzerne Mühlrädchen bunt bemalt, die auf Verkehrsinseln und entlang der Straßen die Besucher nach Mühlacker leiten und sie am Gartenschaugelände wie mit einem bunten Blumenstrauß begrüßen. Körperlich aktiv sind die Mitglieder des Projekts „Die fünf Esslinger“ schon immer gewesen. Sie haben Baumstämme entrindet und bunt bemalt, an denen Passanten wichtige Muskelgruppen stählen und dehnen oder ihre Balance trainieren können. Für den Beitrag „Lebendige Enz“ begeben sich die Besucher vom Waldensersteg an bis in Höhe des Aussichtshügels runter ans Flussufer. Hier können sie sich mit verschiedenen Aspekten der Enz beschäftigen, beispielsweise mit Kleinlebewesen, mit der Gewässergüte oder mit Feuchtkräutern. An jedem Schwerpunkt finden sie hölzerne Pulte mit Klapptafeln aus Plexiglas, auf denen sie ihr Wissen vertiefen können. Auch der „interkulturelle Garten“ in Dürrmenz ist fest in Bürgerhand. In ihm blühen und gedeihen Pflanzen aus aller Welt. Es gibt eine ostasiatische Anlage, eine mediterrane, einen deutschen Bauerngarten, aber auch tamilische Früchte oder eine Kräuterspirale. Die Anlagen sind um einen Platz gruppiert: Er ist Treffpunkt für die Nationen und Mittelpunkt für die unterschiedlichen kulturellen Aktionen, die dort jede Woche die Gartenschaubesucher aufs Neue überraschen. Wer einen schönen Blick auf die Burgruine Löffelstelz genießen möchte, tut dies am besten durch den goldenen Rahmen des „löffelstelzgucks“ - ebenfalls ein Bürgerprojekt.


Die Kassen sind täglich von 9 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet, der Zutritt ist bis 20.30 Uhr möglich. Bis zum Beginn der Dämmerung und nach Ende einer Abendveranstaltung kann das Gelände über Drehkreuze verlassen werden.

Erwachsene bezahlen elf Euro Eintritt. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre vier Euro. Bis fünf Jahre ist der Eintritt umsonst.