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11.10.2018

Hundegerechte Absicherung

Der beste Freund des Menschen darf in keiner Situation fehlen.

Ob gemeinsame Spaziergänge am Abend oder ein sportlicher Urlaub – die meisten Deutschen unternehmen kaum eine Freizeitaktivität ohne ihren Hund. Daher ist es sicherlich selbstverständlich, dass Herrchen oder Frauchen auch nicht auf eine gemeinsame Autofahrt verzichten. Doch der Ausflug kann schnell zum Sicherheitsrisiko werden, wenn einige wichtige Aspekte nicht beachtet werden.

Versichert in ungewissen Situationen

Generell sollten Sie Ihr Fahrzeug absichern. In Deutschland sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, zumindest eine Haftpflichtversicherung für Ihr Fahrzeug abzuschließen. Darüber hinaus können Sie sich durch die Kaskoversicherung weitreichender absichern.
Neben der Kfz-Versicherung für Ihr Fahrzeug, sollten Sie zusätzlich einige Absicherungen für Ihren Vierbeiner treffen. So können Sie eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen, welche Ihnen in zahlreichen Situationen Erleichterung verschafft.
Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit Ihrem Hund in Urlaub. Während einer Pause versucht Ihr Hund die Umgebung allein zu erkunden und richtet hierbei Schaden an. So zerstört er beispielsweise einen Gartenzaun, bricht in eine Hühnerfarm ein oder zerkratzt das Fahrzeug einer fremden Person: Die Kosten hierfür müssen Sie nicht selbst tragen. Die Hundehaftpflichtversicherung unterstützt Sie.

Rechtliche Situation im Straßenverkehr

Die Notwendigkeit der Hundehaftpflichtversicherung kristallisiert sich heraus, wenn Sie die gesetzliche Situation in Deutschland beachten. So gilt ein Hund nicht als Lebewesen, welches im Auto mitgenommen wird, sondern als Ladung. Sollte es aufgrund dieser Ladung zu einem Unfall kommen, tragen Sie die volle Schuld. Gleiches gilt für Verletzungen, die zustande kommen, wenn Ihr Hund bei der Fahrt nicht ausreichend gesichert wird.
Lassen Sie beispielsweise das Fenster des Autos offen, Ihr Hund läuft davon und verursacht einen Unfall, dann tragen Sie die volle Schuld hieran. Im Gegensatz dazu, wäre der Autofahrer am Unfall schuld, würde dieser durch ein Kind ausgelöst.

Hundegerechte Absicherung

Sicherlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Ihren Hund während des Autofahrens abzusichern. Ein Gurt gehört allerdings nicht hierzu. So machen Sie sich strafbar, wenn Sie Ihren Hund mit einem Gurt anschnallen. Zudem kann es zu schweren Verletzungen im Halsbereich kommen. Vielmehr bedarf es einer speziellen Box oder eines für die Autofahrt ausgelegten Geschirrs, um das Tier abzusichern. Verwenden Sie unter keinen Umständen das herkömmliche Gassi-geschirr. Selbst hochwertige Modelle reißen bereits bei einem Aufprall ab 50 km/h. 

Ein Brustgeschirr zum Hundetransport lässt sich einfach mit dem Gurtsystem der Rückbank verbinden. Es sollte sich um ein stabiles, robustes System handeln, welches nicht einschneidet oder drückt. Meist verfügen die Modelle über einstellbare Zwischenstücke. Dieses sollten Sie so einstellen, dass der Hund gemütlich sitzen oder liegen kann. Dennoch sollten Sie so wenig Spielraum wie möglich lassen.

Ebenso können Sie auf psychischer Eben Vorkehrungen für eine längere Autofahrt mit dem Hund treffen. Gewöhnen Sie zudem den Hund schrittweise an ein ruhiges Verhalten im Auto. Je ruhiger sich das Tier verhält, desto angenehmer und sicherer wird die Fahrt. Im besten Fall starten Sie das Training schon, wenn der Hund noch ein Welpe ist. Verknüpfen Sie die Autofahrt hierzu mit einer sehr positiven Erfahrung. Geben Sie ihm Leckerlies oder sein liebstes Spielzeug.