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29.09.2015

KA300: Der Stadtgeburtstag als Karlsruher Sommermärchen

Bilanz des Stadtgeburtstags fällt in mehrfacher Hinsicht positiv aus: Besucherzahl, Resonanz und Stimmung übertrafen die Erwartungen und der Festivalsommer sorgt für eine Aufbruchstimmung in Karlsruhe.

„Der Stadtgeburtstag war ein wunderbares Erlebnis und ein großartiger Erfolg“, bilanzierte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nach 100 Tagen Festivalsommer und fast 600 Veranstaltungen. Die Feierlichkeiten zur Gründung von Karlsruhe vor 300 Jahren waren am Wochenende zu Ende gegangen. Das Fazit der dreieinhalb Monate fasste das Stadtoberhaupt so zusammen: „Besucherzahl, Programm, Stimmung, nationale und internationale Aufmerksamkeit, alles hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Mehr als eine Million Besucher, tausendfache Erwähnung in den Medien weltweit, zahlreiche nationale wie internationale Gäste sprechen eine eindeutige Sprache. Bei den Besucherzahlen der letzten Festivalsommerwochen trug besonders auch der Ausklang am vergangenen Samstag, 26. September, nochmals einen großen Teil für die die positive Besucherbilanz bei. Über 60.000 Menschen ließen sich von der märchenhaften Atmosphäre des Schlossgartens verzaubern und verfolgten zu später Stunde die spektakuläre Feuershow am Karlsruher Schloss.

Doch dies ist nur der eine Teil der Erfolgsgeschichte. „Der Stadtgeburtstag hat ein Wir-Gefühl in der Bevölkerung erzeugt und für eine regelrechte Aufbruchstimmung gesorgt“, stellt Mentrup erfreut fest. Die Karlsruherinnen und Karlsruher würden inzwischen mit viel Stolz und Herz von und über ihre Stadt sprechen. „Das ist eine der ganz großen Errungenschaften des Festivalsommers.“ Damit habe man ein weiteres wichtiges Ziel erreicht: etwas Bleibendes, etwas Dauerhaftes zu schaffen.

Eröffnungsshow, Schlosslichtspiele, Wissenschaftsfestival EFFEKTE, Zirkeltraining, GLOBALE, Landesaustellungen, Ausklang, Ideenwettbewerb, Frühsport, Karlsruher Stadtgespräche, Stadtteilduelle, Landesjazzfestival und Tribut an Carl Bentz – alleine schon diese kurze Aufzählung zeigt die Vielfalt des Programms. „Der Star war die Stadt. Der Stadtgeburtstag war die Bühne, um alle Talente und Stärken von Karlsruhe zu präsentieren“, betonte KA300-Projektgeschäftsführer Martin Wacker auf der Abschluss-Pressekonferenz am Montag, 28. September, im KA300-Pavillon. Einige dieser Veranstaltungsformate hätten das Potenzial, dauerhaft in Karlsruhe installiert zu werden. Er regte an, den Festivalsommer in kompakterer Form zu einer festen Institution im Karlsruher Veranstaltungskalender weiter zu entwickeln. Wie sich gezeigt habe, gebe es keinen Verdrängungswettbewerb zwischen den Veranstaltungen. Vielmehr führe es zu einer Belebung der Stadt. „Wir wollten mit dem Stadtgeburtstag Neues anstoßen und das wäre ein solcher Anstoß“, so Wacker.

Der KA300-Projektgeschäftsführer verwies in seiner Bilanz auf das Erreichte und wies dabei darauf hin, dass bei den mehr als eine Million Besucher diejenigen der begleitenden Großveranstaltungen wie DAS FEST, die zwei Landesausstellungen, die Friedrich Weinbrenner-Ausstellung in der Städtischen Galerie oder die noch laufende GLOBALE noch gar nicht eingerechnet seien. Touristisch habe der Stadtgeburtstag Karlsruhe deutliche Zuwachsraten beschert. Alleine im Juni sei die Zahl der Übernachtungen in der Hotellerie gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Freizeit-Besucher. 25.100 Menschen haben die eigens für den Stadtgeburtstag organisierten Stadtführungen gebucht. 32.000 Menschen fragten in der Touristinformation nach Informationen zum Stadtgeburtstag und 17.500 Menschen wurden mit gezielten Wünschen zum Stadtgeburtstag im KA300-Laden vorstellig.

Viele nutzen des Stadtgeburtstages als Gelegenheit, Karlsruhe zu besuchen. Aber Karlsruhe war auch Gast in der ganzen Welt. USA, Singapur, Taiwan, Australien, Europa und natürlich in ganz Deutschland – überall dort berichteten die Medien über Karlsruhe und die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen. Insbesondere die Schlosslichtspiele und der Pavillon standen dabei im Mittelpunkt der Berichterstattung. Rund 12.000 Berichte erschienen weltweit. Das entspricht einem Werbewert von rund 30 Millionen Euro. Zudem zierte das KA300-Logo mehr als eine Million an Printprodukten wie Flyer, Plakate oder Anzeigen.

Wacker erinnerte auch daran, welche große Herausforderung es gewesen sei, ein solches Mammutprogramm mit fast 600 Veranstaltungen in 100 Tagen und über einer Million Besuchern zu organisieren und reibungslos über die Bühne zu bekommen. „Bis auf ein paar Wespenstiche gab es keine nennenswerten Vorkommnisse“, lobte er das vorbildliche Verhalten der Besucher und das Sicherheitskonzept mit den vielen Beteiligten. Sein Dank galt ebenso den zahlreichen Partnern. Ein solcher waren unter anderem die Stadtwerke Karlsruhe, die maßgeblich dazu beitrugen, den Stadtgeburtstag zu einem Green Event zu machen.

Denn was haben Schüler in Ecuador oder Waldarbeiter in Uganda mit dem Karlsruher Stadtgeburtstag zu tun? Auf den ersten Blick nichts, auf den Zweiten eine ganze Menge. Der Karlsruher Stadtgeburtstag wurde klimafair gefeiert. CO2-Emissionen, die sich bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung nicht vermeiden lassen, werden über drei CO2-Ausgleichsprojekte kompensiert. Dabei handelt es sich um ein Aufforstungsprogramm in Ecuador, an dem eine Grundschule maßgeblich beteiligt ist, und um ein weiteres Aufforstungsprogramm in Uganda, das über 600 einheimische Arbeitskräfte beschäftigt. Außerdem gibt es ein Karlsruher Projekt: Einkommensschwache Haushalte können ihre alten Kühlschränke durch energieeffiziente Geräte ersetzen.

Die Stadtwerke finanzieren als einer der vier Haupt-Sponsoren des Stadtgeburtstages die Erhebung der Daten, die zur Ermittlung der CO2-Emissionen bei den zentralen Veranstaltungen im Schlossgarten notwendig sind sowie den Kauf der Emissionszertifikate für die Ausgleichsprojekte. Dienstleister dabei ist die Karlsruher Energie- und Klimaschutz-Agentur KEK.

„Ohne unsere engagierten Partner und Sponsoren wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, betonte hierbei auch Martin Wacker. In diesem Zusammenhang lobte der KA300-Projektgeschäftsführer sein Team sowie die mehr als 300 Volunteers: „Was sie geleistet haben, verdient unser aller Dank und Hochachtung.“