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Leser-Rezept: Veganer Zwiebel- oder Gemüsekuchen.
Leser-Rezept: Veganer Zwiebel- oder Gemüsekuchen © Symbolbild dpa
08.10.2014

Leser-Rezept: Veganer Zwiebel- oder Gemüsekuchen

Leserin Elina Krüger aus Pforzheim hat ein Rezept an PZ-news geschickt, dass sich zu zwei veganen Mahlzeiten variieren lässt und das es erlaubt, aus den Resten noch einmal Schmackhaftes zuzubereiten. Aber Veganer sollen ja besonders kreativ in der Küche sein. Die Rezeptmengen sind ausgelegt für vier Personen und nehmen etwa eine Stunde Zubereitungszeit in Anspruch.

Zutaten

Für den Mürbeteig: 300 g Mehl (ich nehme immer Dinkel Typ 630) mit 1/2 TL Backpulver, Salz vermischen, 150 g weiche Margarine (ich nehme immer Alsan Bio) plus etwas zum Einfetten, 50-80 ml Wasser (mit 50 ml anfangen, Teig sollte gut formbar sein, wenn noch zu mehlig, dann vorsichtig Wasser nachgeben)

Für die Füllung: 300 g Seidentofu, 200 g pflanzliche Sahne (z.B. Soja-, Dinkel-, Hafer-, oder Reissahne); 5 EL Speisestärke oder Reismehl, 1/2 TL Salz, etwas Muskatnuss

Für das Zwiebelkuchen-Finish: 5 Zwiebeln (rote und weiße gemischt), 1/2 Stange Lauch, 2 EL Margarine, 1/2 TL Majoran, 1/2 TL Kümmel, Salz, Pfeffer

Für das Gemüsekuchen-Finish: gewünschtes Gemüse in Sticks oder Scheiben schneiden, auf dem Teig verteilen, und 50 Gramm gemahlene Mandeln mit 50 Gramm Edelhefeflocken mischen und über das Gemüse streuen, mit Pfeffer und Salz würzen. Die Mischung Mandeln (oder Walnüsse, oder Haselnüsse usw.) mit Edelhefeflocken lässt sich wie Parmesan verwenden, auch über Nudeln, Spaghetti, Kartoffeln und anderem mehr. Es lohnt sich hier immer, einen Schraubglas-Vorrat zu haben.

Der Mürbteig: Aus den Zutaten rasch einen Mürbeteig kneten. Die Ränder einer Springform einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Boden der Form mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Form drücken, dabei etwa 3 cm Rand hochziehen.

Die Füllung: Alle Zutaten sehr fein pürieren.

Das Finish: Lauchstange längs halbieren und waschen. Zwiebeln schälen. Beides in feine Streifen schneiden. Margarine in der Pfanne zerlassen. Lauch und Zwiebeln darin etwa 5 Minuten anschwitzen. Majoran und Kümmel dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebelmischung gut mit der Tofu-Sahne-Füllung verrühren, kräftig abschmecken und auf dem Mürbeteigboden verteilen. Bei 160°C 30-40 Minuten backen.

Tipps

Aus den Kernen kann man eine leckere Knabberei machen, man muss nur die Kürbiskerne rösten. Erst werden sie über Nacht in starkes Salzwasser eingelegt, damit sich das noch anhaftende Fruchtfleisch löst. Dann werden die Kerne abgetrocknet, mit etwas Olivenöl und gegebenenfalls Knoblauch oder anderen Gewürzen gemischt und im Backofen bei etwa 200 Grad unter häufigem Wenden goldbraun geröstet.

Oder man nimmt Butternut Kürbis und macht aus dem Teigrest dann noch Pfannkuchen. Das geht dann so: 500g Butternusskürbis schälen und in Würfel schneiden. In einem Topf mit etwas Wasser kochen bis er gar ist. Restliches Wasser abgießen. Den Kürbis zermatschen und 175g Mehl (Dinkel Typ 630), 2 EL Sojamehl (Sojamehl vollfett - dies ist hier der Ei-Ersatz), ½ Päckchen Backpulver, 2 EL Zucker und 1 Prise Salz hinzugeben.

Dann alles zu einem Teig verrühren und in der heißen Pfanne kleine Pfannkuchen ausbacken. Teig ist recht zäh, deshalb die Kuchen früh wenden und etwas platter drücken, dann so lang braten, bis sie schön braun sind. Mit Zimt und Zucker servieren.

Der Klassiker schmeckt warm und kalt. Für die Miniversion Teig und Füllung in gefettete Muffinförmchen geben. Backzeit hier nur etwa 15 Minuten.

Deftiger wird`s mit etwas geräuchertem Tofu (Räuchertofu) in der Füllung. Einfach in kleinen Würfeln schneiden und gemeinsam mit den Zwiebeln anbraten. Lecker auch als Gemüsekuchen mit  Karotten, Süßkartoffeln, Pilzen, Wirsing, Spargel und anderem mehr. Oder ganz besonders lecker mit einem Hokaido-Kürbis (der Kürbis,den man mit Schale isst). Den Kürbis teilen, Kerne entfernen, in fingerdicke Sticks schneiden, Teig damit belegen.