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09.12.2015

Reisproteine - Was ist dran an dem Gesundheitstrend?

Seine Ernährung mit Reisprotein zu ergänzen, ist ein neuerer Trend, für den viele Sportler, Bodybuilder und Vegetarier oft einen etwas höheren Preis in Kauf nehmen als bei ähnlichen Proteinpulvern. Tatsächlich bietet Reisprotein in Sachen Gesundheit und Fitness viele Vorteile, auf die auch Vegetarier und Veganer zurückgreifen können, da es sich bei Reisprotein um ein rein pflanzliches Produkt handelt. Auch für Menschen mit Laktose-, Soja- oder Gluten-Unverträglichkeit stellt es eine hervorragende Alternative dar. Als Proteinkonzentrat wird Reisprotein von vielen Menschen als Grundlage für den Muskelaufbau benutzt. Neben allen Vorteilen, die Reisproteine besitzen, sollte man aber auch die Nachteile von Reisproteinen beachten.

Gutes Aminosäuren-Profil

Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine, Enzyme, Hormone und andere wichtige Stoffe in unserem Körper. Sie spielen eine entscheidende Bedeutung beim Stoffwechsel des Körpers. Sie wirken beim Muskel- und Gewebeaufbau, beim Immunsystem und beim Hormonhaushalt des Körpers mit. Reisproteine enthalten tatsächlich alle essentiellen Aminosäuren des Menschen, also genau diejenigen, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann und die er daher nur durch seine Nahrung aufnehmen kann. Besonders hoch ist der Anteil an Cystin und Methionin bei Reisproteinen. Lediglich der Anteil an Lysin ist gering. Von den Herstellern wird Reisprotein daher oft mit Erbsenprotein vermischt, letzteres enthält wenig Cystin und Methionin, aber dafür umso mehr Lysin und ist damit die ideale Ergänzung zum Reisprotein.

Vegan

Reisprotein kann für viele Veganer und Vegetarier eine wichtige Ergänzungsquelle für Protein sein, da sie nicht auf bestimmte tierische Proteine zurückgreifen können. Da Reisprotein alle essentiellen Aminosäuren enthält, die oft in der veganen Ernährungsweise fehlen, kann Reisprotein dabei helfen, Ernährungslücken zu schließen. Unter den rein pflanzlichen Proteinen hat Reisprotein eine Wertigkeit, die vergleichbar mit hochwertigen Proteinprodukten ist, die auf Ei oder Milch basieren. Bei Mischungen mit anderen Proteinen sollten Veganer jedoch genau auf die Inhaltsbeschreibung achten.

Allergikerfreundlich

Manche Menschen vertragen aufgrund verschiedenster Allergien bestimmte Lebensmittel, die auf Ei-, Milch oder Sojabestandteile zurückgreifen, nicht. Bestimmte Proteine wie Casein, Lactoferrin u.ä. oder Zucker wie Lactose sind hierfür verantwortlich und können schlimme allergische Reaktionen wie z.B. Brechreiz, Übelkeit, Durchfall oder sogar einen anaphylaktischen Schock verursachen. Reisproteine sind dagegen für fast jeden Menschen geeignet, eine Allergie gegen Reis oder seine Bestandteile im speziellen ist bisher noch nicht aufgetretem. Er ist natürlicher Weise frei von Gluten, Roggen-, Gerste- und Weizenspuren, auf die viele Menschen allergisch reagieren. Ausnahmen können hierbei bestimmte Hersteller sein, deren Reisprotein aufgrund gewisser Produktionsverfahren dennoch Getreidespuren enthalten. Darüber hinaus ist Reisprotein auch frei von künstlichen Farbstoffen, Süßungsmitteln und Geschmacksverstärkern, die ebenfalls allergische Reaktionen hervorrufen können.