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30.01.2019

Schlüsseldienste – das Kreuz mit den schwarzen Schafen

Einen guten Schlüsseldienst an der Hand zu haben, ist vielleicht nicht das, von dem viele träumen. Jedoch gehört der seriöse, zuverlässige und kompetente Dienstleister definitiv zu den Handwerkern, auf die man sich gerne verlässt, wenn eine Notsituation eintritt. Dabei hofft man natürlich, dass die Tür nie ins Schloss fällt oder der Schlüssel nicht im Auto zurückbleibt.

Dennoch kann diese Situation jeden treffen und Glück hat, wer in diesem Fall auf einen zuverlässigen Schlüsseldienst zurückgreifen kann. Denn gerade in großen Städten wie Hamburg, tummeln sich viele Anbieter, die nur zu gerne ihre Dienste anbieten. Gerade die Spezialisten vor Ort sind dabei die erste Wahl. So findet der Suchende im Schlüsselnotruf Hamburg den optimalen Partner.

Deren Seriosität lässt sich leicht an einigen Punkten festmachen. Denn dass es schwarze Schafe am Markt gibt, die aus einer Notsituation Geld abschöpfen, ist hinlänglich bekannt. So wie es vor einiger Zeit in Pforzheim geschah. Hier hatte ein Hilfesuchender für zwei Minuten Arbeit eine horrende Summe bezahlen müssen. So kam dieser für das einfache Öffnen ohne Austausch eines Schließzylinders oder Ähnliches mit Anfahrt auf mehr als 200 Euro. Dass dies kein Einzelfall ist, zeigt eine weitere Meldung, die ebenfalls aus Pforzheim stammt. Denn hier meldete sich eine weitere Betroffene. Da der Handwerker auf eine sofortige Bezahlung bestand, fuhr sie sogar mit ihm zur Bank.

Keine Einzelfälle

Dass solche Vorkommnisse keine Einzelfälle sind, ist in der Zwischenzeit bekannt. Und obwohl es Gerichtsurteile zu dem Thema gibt, tappen dennoch immer wieder Menschen in diese Abzocke. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, denn, so geht aus einem Urteil des Landgerichtes Aachen hervor, sind nicht alle Wohnungsöffner mit hohen Kosten gleich strafbarer Wucher. So wurde beispielsweise ein Schlüsseldienst mit einer Rechnung über 320 Euro freigesprochen. In diesem Betrag war die Einsatzpauschale bereits enthalten. Obwohl die Staatsanwaltschaft dieses Vorgehen, denn die Arbeit war in einer Minute erledigt, als strafbaren Wucher betrachtete, entschied das Landgericht anders. Denn damit dieser Tatbestand erfüllt ist, muss eine Zwangslage von dem entsprechenden Schlüsseldienstbetreiber ausgenutzt worden sein.

Ist man aus der Wohnung oder dem Haus ausgesperrt, ist dies per se noch keine solche Zwangslage. Hierzu müssen weitere Umstände die Situation bedingen, um sie zu einer solchen zu machen. Beispielsweise, wenn sich im Inneren ein Kind befindet, elektrische Geräte laufen, Wasser überlaufen kann oder wenn die Gefahr eines Brandes besteht. Im Falle der 320 Euro, die vor dem Landgericht Aachen verhandelt wurden, stellten die Richter fest, dass der Kunde, da keine dieser Umstände vorlag, Zeit gehabt hätte, sich im Vorfeld ausreichend zu erkundigen. Insbesondere über den Preis. So hätte schnell ein anderer Schlüsseldienst gefunden werden können. Diese Entscheidung wurde später dann vom Oberlandesgericht Köln bestätigt und in dem dazugehörigen Urteil (AT:1 Rvs 210/16) veröffentlicht.

Was für ein Preis gilt als „üblich“?

Ein absurd hoher Preis stellt viele Betroffenen erst einmal vor Probleme. Und auch wenn es bestimmte Umstände für die Rechtfertigung des Preises gibt, kann sich ein Wohnungsbesitzer wehren. Denn so wie im vorangegangenen Fall, gibt es ebenso Urteile, in denen Schlüsseldienste zu teilweisen Rückzahlungen verurteilt wurden. Besonders, wenn dabei eine bestimmte Masche zum Einsatz kommt. Denn die Notdienste stehen bei dieser mit ihrer Telefonnummer in der Ortsvorwahl. Tatsächlich ist die Anfahrt jedoch von viel weiter her, was die Kosten enorm in die Höhe schraubt.

Wer also meint, einem Wucher zum Opfer gefallen zu sein, sollte nicht warten und einen Anwalt aufsuchen. Wird im Vorfeld nicht über einen Preis für den Service, der erbracht werden soll, gesprochen, muss der Betroffene nur die „übliche“ Vergütung bezahlen. Das Amtsgericht Lingen entschied hier auf rund 112 Euro. (Az. 4C 529/16). Um diese „übliche“ Bezahlung zu ermitteln, nutze das Amtsgericht die Preisempfehlung des Bundesverbandes Metall, kurz BVM. Hier sind pauschale Kosten für eine Türöffnung im ländlichen Raum zu normalen Arbeitszeiten mit etwa 76 Euro vermerkt. Kommt eine Fahrtkostenpauschale hinzu, werden nochmals 36 Euro hinzugerechnet. So ergaben sich bei der Urteilsfindung besagte 112 Euro.

Zudem darf der Schlüsseldienst Materialkosten, wenn beispielsweise der Schließzylinder ausgetauscht werden muss, in Rechnung stellen. Auch hier sieht der Verband 36 Euro als angemessen. Zudem darf bei einer Türöffnung, die länger als 15 Minuten dauert, für jede angefangene Viertelstunde eine Pauschale von rund 19 Euro verrechnet wird.

Dabei ist im Allgemeinen wichtig, dass eine „Abzocke“ nicht vorliegt, wenn im Vorfeld über die Kosten gesprochen wurde. Dies muss jedoch vor der eigentlichen Türöffnung geschehen sein. Damit ist die vereinbarte Summe in voller Höhe auch zu begleichen. Doch auch hier gilt die Ausnahme des Wuchers. Denn wird mehr als das Doppelte oder mehr des üblichen Preises verlangt, ist dies ebenfalls gegen die gängige Rechtsprechung. Ist für das Öffnen einer Tür ein Betrag von 100 Euro üblich, kann der Schlüsseldienst durchaus 150 Euro verlangen. Will dieser jedoch 200 Euro als Entgelt für seine Dienstleistung, ist der Vertrag nicht haltbar. Vom Kunden ist dann höchstens der übliche Preis für die Türöffnung zu bezahlen – in diesem Fall 100 Euro. Jedoch gibt es auch Einzelfälle, bei denen Gerichte bei „nur“ 50 Euro mehr schon von Wucher gesprochen haben.

Kosten für einen seriösen Schlüsseldienst

Wer auf der Suche nach einem seriösen Kostenvoranschlag ist, hört und liest viele Aussagen. Juristen sind sich soweit einig, dass der ortsübliche Preis als vereinbart und angemessen gilt, solange am Telefon kein anderer Festpreis für die Dienstleistung vereinbart wurde. Der Deutsche Anwaltsverein, kurz DAV, rät dazu, Preise zu vergleichen und sich bei der Handwerkskammer zu informieren. Dies kann natürlich im Notfall meist nicht mehr getan werden. Daher ist es praktisch, einen souveränen und zuverlässigen Schlüsseldienst in seinem Smartphone gespeichert zu haben. Denn dieser kann bereits im Vorfeld eruiert werden, sodass im Ernstfall dann nicht die Nummer mit der Abzocke greifen kann.

Als Leitlinie gilt, dass die Öffnung einer in das Schloss gefallenen Tür inklusive Anfahrt rund 150 Euro kosten darf. Vorausgesetzt, diese geschieht bei einem Zeitaufwand von rund 15 Minuten zu einer üblichen Arbeitszeit unter Woche. Einen höheren Betrag darf der Schlüsseldienst verlangen, wenn die Türöffnung außerhalb der Arbeitszeiten sowie an Wochenenden und Feiertagen stattfinden muss. Hier sind mehr als 200 Euro nicht unüblich und vom Betroffenen zu bezahlen. Insgesamt sind die Kosten jedoch lediglich Anhaltspunkte. Denn welcher Preis als akzeptabel gilt, muss differenziert gesehen werden. Beispielsweise ist der Betrag für eine Türöffnung durch den Schlüsseldienst in ländlicher gegen anders, als in einer Großstadt. Wie hoch der Preis letztendlich ist, kann bereits im Vorfeld mit dem Dienstleister geklärt werden.

Interessant noch in Bezug auf den Wucher ist folgendes: Die schwarzen Schafe unter den Anbietern verlangen horrende Preise, die meist bei mehr als dem Doppelten des üblichen Betrages liegen. Jedoch bleiben diese Firmen leider immer rund 5 Prozent unter der Wuchergrenze. So entgehen sie dem langen Arm des Gesetzes und die Staatsanwaltschaft hat keine Möglichkeit einzugreifen. So rät ebenfalls der Verbraucherschutz dazu, die Telefonnummer eines seriösen Dienstleisters vor Ort im eigenen Telefon zu speichern. Damit muss man sich im Notfall eben nicht auf die Auskunft oder Abfragen im Internet verlassen.

Wie erkennt man einen seriösen Schlüsseldienst?

Inwieweit diese unseriösen Schlüsseldienste die Branche schädigen, sieht man an der „Initiative Fairer Schlüssel-Notdienst“. Diese wurde vom Geschäftsführer des „Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte“, Ralf Margout, gegründet. Damit sollen Rechnungen für eine Türöffnung von fast 800 Euro verhindert werden. Denn der Schlüsseldienst als Berufsbild ist nicht geschützt. Jeder, der möchte, kann im Prinzip ein Gewerbe anmelden und in diesem Bereich tätig sein. Dass dies nicht nur seriöse Unternehmer anlockt, ist leider bittere Wahrheit. Doch man kann eben bereits im Vorfeld auf viele Dinge achten, um im Nachhinein keine böse Überraschung zu erleben.

Denn schon bei der Suche nach dem Schlüsseldienst sollte man vorsichtig sein. Das Telefonbuch und gerade das Internet locken mit besonders günstigen Angeboten und scheinen oftmals spottbillig. Gerade hier sollten Betroffene sehr vorsichtig sein. Nicht selten verbirgt sich hinter der großen Werbeschaltung eine Zentrale, die den Anruf nur weiterleitet. Damit täuschen Anbieter die Ortsansässigkeit vor und suggerieren, dass sie nicht weit hätten, bis zum eigentlichen Einsatzort. Später schlägt sich das dann in den Anfahrtskosten nieder. Daher ist es sinnvoll, am Telefon sofort nach einem Festpreis zu fragen. So können die Kosten für die Schlossöffnung sowie die Fahrtdauer zum Einsatzort gut kalkuliert werden. Zudem weiß der Betroffene umgehend, wie weit der Schlüsseldienst entfernt ist und wie lange die Fahrt dauert.

Bekommt man auf diese Fragen unklare Antworten, schwammige Aussagen oder gar pampige Vorwürfe, sollte gleich ein neuer Anbieter gesucht werden. Bevorzugen sollte der in Not Geratene einen Handwerker vor Ort – das spart Anfahrtskosten. Wenn partout keiner gefunden wird, kann im Zweifelsfall auch in der örtlichen Polizeiinspektion nachgefragt werden. Diese haben unter Umständen einen seriösen Schlüssel-Notdienst zur Hand.

Worauf sollte man bei einem Telefonat achten?

Wie in allen Notfällen sollte der Betroffene erst einmal Ruhe bewahren. Ist ein vermeintlich seriöser Schlüsseldienst gefunden, muss diesem am Telefon genau beschrieben werden, was passiert ist. Je genauer die Beschreibung ist, desto konkreter ist die Kalkulation vom Handwerker. Ist der Schlüssel abgebrochen oder die Tür nur ins Schloss gefallen? Befindet sich ein Kind in der Wohnung, das die Tür abgeschlossen hat? Handelt es sich um eine Notlage, da beispielsweise noch kleine Kinder innen sind, Elektrogeräte laufen oder etwas Brennbares auf dem Herd steht? Anschließend kann mit dem Gesprächspartner bereits ausgemacht werden, was zu tun ist. Muss die Tür nur geöffnet werden, ohne dass der Schließzylinder ausgetauscht werden muss? So lässt sich bereits telefonisch ein Festpreis vereinbaren, der für beide Seiten entsprechend bindend ist. Perfekt wäre es zudem, dieses Telefonat mit einem Zeugen zusammen, zu führen. So kann bei dem Bruch von getroffenen Vereinbarungen jemand bezeugen, was gesprochen und idealerweise, was vereinbart wurde.

Beim Preis ist hier bereits der ortsübliche Betrag für eine Türöffnung genannt. Zudem haben die deutschen Verbraucherzentralen selbst einen bundesweiten Marktcheck zum Thema angestoßen. Dabei wurden rund 600 Schlüsseldienste zu Preisen befragt. Hier zeigte sich, dass eine simple Türöffnung rund 70 Euro kostet. Bayern liegt mit 71 Euro unwesentlich höher.

Tipp: Da die Kosten wie bereits erwähnt in der Nacht steigen, üblich sind hier bis zum doppelten Honorar der regulären Arbeitszeit, bietet es sich nach Möglichkeit an, bei der Familie, Freunden oder Bekannten zu übernachten. Am nächsten Tag kann der Schlüsseldienst entsprechend günstiger beauftragt werden.

Achtsamkeit bei der Ausführung 

Das übliche Prozedere ist es, wenn der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes eingetroffen ist, ein Formular auszufüllen und die Legitimation des Auftraggebers zu überprüfen. Schließlich öffnet der Handwerker eine Tür und soll das auch nur beim rechtmäßigen Besitzer tun. Daher kann es vorkommen, dass sich der Mitarbeiter den Ausweis zeigen lässt. Finden sich beim Ausfüllen des Formulars eine Vielzahl von Texten und Kleingedrucktem, sollte man skeptisch werden und alles nochmals genau prüfen. Wenn dabei etwas unklar ist oder nicht plausibel erscheint, muss dies keinesfalls unterschrieben werden. Zudem sollten vor der Türöffnung die Methode und der genaue Endpreis erfragt werden. Wird eine Auskunft verweigert oder ist der Betrag zu hoch, kann der Auftrag verweigert werden. Gleiches gilt, wenn die Summe ohne nachvollziehbaren Grund höher ist, als die am Telefon genannte. 

Achtung: In der Vergangenheit wurden Fälle bekannt, in denen sehr große und durchtrainierte Männer am Einsatzort ankamen, um die Aufgabe mit der Türöffnung zu übernehmen. Diese waren mäßig gut ausgerüstet und kamen in einem privaten Pkw, da das Firmenfahrzeug angeblich gerade zur Reparatur war. Als der völlig überzogene Preis für die einfache Türöffnung abgelehnt wurde, sind diese bösartig oder handgreiflich geworden. Sollte der Monteur also Druck ausüben oder gar bedrohlich werden, zögern Sie nicht, und rufen umgehend die Polizei. 

Bei der Ausführung der Arbeit durch den Handwerker ist es wichtig, Achtsamkeit für die Szene walten zu lassen. Nicht selten beschädigen unseriöse Schlüsseldienste vorsätzlich das Schloss oder gar den Profilzylinder. Hierdurch hoffen sie, zusätzlich zur Arbeitszeit und Anfahrt, Materialkosten abrechnen zu können. Ein seriöser Mitarbeiter wird die Tür in der Regel ohne eine Beschädigung öffnen. Natürlich gibt es auch hier Fälle, in denen die eigentliche Öffnung der Tür schwieriger ist. Beispielsweise, wenn es sich um eine Sicherheitstür mit Doppelfalz oder um einen abgebrochenen Schlossriegel handelt. Jedoch wird Sie der kompetente und zuverlässige Schlüsseldienst-Monteur vorher darüber in Kenntnis setzten. So hat man auch in diesen Fällen die Kosten immer im Blick. 

Keine Unterschrift vor der Erledigung 

In keinem Fall sollte eine Unterschrift auf einem Formular geleistet werden, bevor die Tür offen ist und der genannte Preis in Form der Rechnung ausgehändigt wurde. Unseriöse Dienste wollen vorab eine Unterschrift. Mit dieser wird dann beispielsweise der Beschädigung der Tür zugestimmt oder das ein höherer Preis als der Vereinbarte berechnet werden darf. 

Wichtig: Es gibt keine Verpflichtung, die besagt, dass Sie vorab irgendetwas unterschreiben müssen. 

Sollte es doch dazu kommen, dass eine Unterschrift verlangt wird, muss sich die Zeit genommen werden, um alles genauestens zu lesen. Ist etwas suspekt oder unklar, kann dies durchgestrichen werden. Kommt es dennoch zu einer Unterschrift, die sich nachteilig auswirkt, muss diese nicht wirksam werden. Denn Bedingungen, die überraschend sind und zudem für einen Nachteil sorgen, sind rechtlich nicht haltbar. 

Wie sollte die Rechnung vom Schlüsseldienst bezahlt werden? 

Ist die Tür einmal geöffnet, geht es um die Bezahlung für die geleistete Arbeit. Hier ist Vorsicht geboten, denn es gibt ein paar Dinge, die auch hier beachtet werden sollten. 

Bezahlung bei stimmigem Festpreis 

Viele Schlüsseldienste werden nach getaner Arbeit darum bitten, die Rechnung bar zu bezahlen. Ist der Betrag, der auf ausgewiesen ist der vereinbarte Preis, kann jederzeit eine Barzahlung geleistet werden. Dabei lässt man sich immer eine Quittung geben. Eine Pflicht, die Zahlung noch an der Wohnungstür zu leisten, besteht hingegen nicht. Selbst wenn der Handwerker darauf pocht, ist es nicht rechtmäßig. Der Beauftragte hingegen hat ein Recht auf eine Rechnungsausstellung. Alles andere ist unseriös und muss nicht akzeptiert werden. Denn als Kunde sollte man immer die Ruhe haben, um die Forderung auch überprüfen zu können. 

Bezahlung, wenn es keine vorherige Vereinbarung gab 

Ist für die Türöffnung im Vorfeld kein Festpreis vereinbart worden, sollte die Rechnung genau geprüft werden. Liegt der Betrag jedoch im Rahmen, kann auch hier direkt bezahlt werden. Doch in diesem Fall gilt ebenso: Eine Barzahlung muss vor Ort nicht akzeptiert werden. Zudem ist bei sofortiger Begleichung der Forderung ebenfalls eine Quittung einzuholen. 

Bezahlung bei überhöhter Rechnung 

Weicht die ausgehändigte Rechnung vom vereinbarten Festpreis ab oder überschreitet den üblichen Preis deutlich, ist maximal eine Anzahlung zu leisten. Diese richtet sich nach der Höhe des ortsüblichen Preises. Jedoch ist in diesen Fällen eine Überweisung der klügere Schachzug. Unseriöse Schlüsseldienste werden jedoch darauf bestehen, dass der fällige Betrag noch vor Ort gezahlt wird. Ein Recht dazu besteht freilich auch hier nicht. Zur Not sollte die Polizei hinzugezogen werden. Wird dann doch eine Forderung ausgestellt, sollte diese fachmännisch geprüft werden. Hier helfen Verbraucherzentralen o. ä. 

Umgang mit überhöhten Rechnungen 

Ist die Forderung noch nicht beglichen, muss ein Widerspruch formuliert werden. Dieser ist per Einschreiben mit Rückschein an den Schlüsseldienst zu senden. Zudem sollte gleich die Anfechtung erklärt werden. Wer die Möglichkeit hat, schick zeitgleich mit dem Brief noch ein Fax. Zudem kann das Schreiben ebenfalls als PDF per E-Mail-Anhang versendet werden. 

Was tun, wenn die Rechnung bereits bezahlt ist? 

Hier ist das Vorgehen erst einmal ähnlich. Der Schlüsseldienst muss per Einschreiben mit Rückschein über den überhöhten Betrag und dem daraus resultierenden Widerspruch informiert werden. Sträubt sich dieser, ist der nächste Schritt ein Rechtsanwalt. Denn nur über diesen kann eine Rückforderung erwirkt werden. Dies gestaltet sich im Allgemeinen schwierig, ist jedoch nicht chancenlos.