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© Pixabay
09.11.2018

Schneller zum Wunschjob: Alle Möglichkeiten intelligent nutzen

Für Jobsuchende gibt es viele Wege, den Wunschjob zu finden – von der Personalvermittlung bis zur Initiativbewerbung. Was in Frage kommt, hängt auch von den eigenen Wünschen und Vorstellungen ab. 

Der Arbeitsplatz, ein Ort der Selbstverwirklichung? Wo nicht nur Pflicht zu leisten ist, sondern wo man vielleicht auch noch Spaß hat, Ideen einbringen kann, auf der Karriereleiter hochklettern? Diese Beschreibung ist für viele Deutsche lediglich eine Wunschvorstellung. Etwa die Hälfte der Bundesbürger ist mit ihrem Job unzufrieden – und möchte am liebsten auf absehbare Zeit die Stelle wechseln. Das geht aus einer Umfrage vom Personaldienstleister Manpower Group Deutschland hervor. 

Wer gestresst ist, im Job hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt oder sich unterfordert und gelangweilt fühlt, der beschäftigt sich früher oder später zumindest gedanklich mit der Idee eines beruflichen Wechsels. Dabei gibt es zahlreiche Optionen, eine Stelle zu finden. Wer alle Möglichkeiten bei der Jobsuche nutzt, ergattert oft schneller einen Job, der ihm wirklich gefällt. 

Wie die Erfahrungen anderer bei der Jobsuche helfen können 

Der naheliegende Weg zum neuen Job sind Stellenausschreibungen. Je nach Branche und den eigenen Vorstellungen kann man durchaus in der Zeitung fündig werden. In überregionalen Tages- und Wochenzeitungen sind insbesondere höhere und tendenziell gut bezahlte Posten ausgeschrieben. In kostenlosen Wochenzeitungen sind hingegen eher Aushilfs- und Teilzeitjobs zu finden. Für Studenten gibt es hier jedoch oft interessante Angebote. 

Gerade, wer überregional nach einem Job sucht, findet auf Job-Portalen im Internet deutlich mehr Auswahl. Die Detailsuche erlaubt es, die Stellenanzeigen nach den eigenen Vorstellungen zu filtern. Jobsuchende können das Internet auch dazu nutzen, mehr über den potenziellen Arbeitgeber in Erfahrung zu bringen. Auf darauf spezialisierten Websites wie Kununu finden sich die Erfahrungen ehemaliger und derzeitiger Mitarbeiter. Das macht es Bewerbern leichter, frühzeitig die Spreu vom Weizen zu trennen. 

Das unterschätzte Potenzial einer Initiativbewerbung 

Nicht immer sind bei Stellenausschreibungen in Zeitung oder Internet passende Inserate dabei. Dabei haben viele Jobsuchende recht genaue Vorstellungen davon, wo – und für wen – sie gerne arbeiten würden. Wenn der Wunsch-Arbeitgeber gerade keine Stellen ausgeschrieben hat, kann sich eine Bewerbung trotzdem lohnen. 

Die Möglichkeit einer Initiativbewerbung wird vergleichsweise selten genutzt. Dabei ist diese vielversprechender, als viele Menschen glauben. Wer sich initiativ bewirbt, zeigt schließlich, dass er wirklich für diesen Arbeitgeber tätig werden möchte – und mit seiner Bewerbung nicht nur halbherzig auf eine Stellenanzeige reagiert. Interessierte fragen am besten vorher beim betreffenden Unternehmen nach, ob eine Initiativbewerbung grundsätzlich erwünscht ist. In der eigentlichen Bewerbung sollten sie möglichst konkret deutlich machen, wo sie mögliche Einsatzgebiete für sich sehen – und natürlich, warum sie dafür geeignet sind. Wer dem möglichen Arbeitgeber glaubhaft vermitteln kann, dass er eine wertvolle Ergänzung für das Team ist, hat oft gute Chancen. 

Selbst, wenn gerade wirklich nichts frei ist, erregt eine Initiativbewerbung in jedem Fall Aufmerksamkeit. Sie wird in vielen Fällen wesentlich gründlicher gelesen als andere Bewerbungen. Viele Arbeitgeber merken sich Initiativbewerbungen für die Zukunft. Wenn doch eine Stelle frei wird, erhalten solche Bewerber oft eine Einladung zum persönlichen Kennenlernen im Vorstellungsgespräch. 

Wann ein Personalvermittler helfen kann 

Wer keinen geeigneten Job findet, kann auch auf die Hilfe einer Personalvermittlung setzen. Solche Dienstleister nehmen dem Bewerber Arbeit ab. Sie suchen nach Stellen, die für den Jobsuchenden aufgrund seiner Erfahrungen und Vorstellungen passend sein könnten. Dazu reicht es, wenn der Kandidat der Personalvermittlung einmal seine Bewerbungsunterlagen zukommen lässt. In vielen Fällen ist dieser Service für Bewerber sogar kostenlos. 

Vor allem Vermittlungen, die gut vernetzt sind, bieten Jobsuchenden die Chance, schnell einen guten Job zu ergattern. Es kann sich deshalb lohnen, solche Dienste in Anspruch zu nehmen – auch dann, wenn es nicht um einen Spitzenposten geht. Der Aufwand für Bewerber ist in jeder Hinsicht gering, was diese Variante attraktiv macht.

Wer sein Profil in Job-Netzwerken pflegt, ist im Vorteil 

Warum selbst nach einem Job suchen, wenn man sich auch von attraktiven Arbeitgebern finden lassen kann? Hier kommen Job-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn ins Spiel. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit geschäftlichen Kontakten zu vernetzen. Es ist zumindest in der Basis-Version kostenlos, sich dort ein Profil anzulegen. Von dieser Möglichkeit sollten Jobsuchende Gebrauch machen. Wer bei diesen sozialen Netzwerken angemeldet ist, kann nicht nur (potenziell) wertvolle Kontakte pflegen. Er ist auch für mögliche Arbeitgeber sichtbar. 

Bewerber können dort ein Foto hinterlegen und ihre Berufserfahrung auflisten. Je mehr Informationen Jobsuchende von sich preisgeben, desto größer sind die Chancen, auf einem solchen Portal vom Traumjob gefunden zu werden. Es gehört zur Arbeit von Headhuntern und Personalvermittlern, diese Seiten nach geeigneten Kandidaten zu durchkämmen. 

Eine Anmeldung ist jedoch nur vielversprechend, wenn Jobsuchende ihre Profile einerseits so vollständig wie möglich ausfüllen. Es ist ebenso wichtig, die eigenen Angaben auch regelmäßig zu aktualisieren, damit alles auf dem neusten Stand ist. Gut gepflegt stellt das eigene Profil bei Xing und LinkedIn eine Art erweiterte Visitenkarte im Netz dar, die von keiner Berufsgruppe unterschätzt werden sollte.

Den eigenen Lebenslauf im Netz bereitstellen 

Eine andere Möglichkeit, sich finden zu lassen, besteht für Jobsuchende darin, ihren Lebenslauf im Internet hochzuladen. Die unterschiedlichsten Portale bieten diesen Service an. Bewerber erhalten meist ein Online-Formular, das sie ausfüllen müssen. Selbst, wenn es bei manchen Feldern nicht zwingend ist: Wer hier auf Vollständigkeit achtet, vergrößert seine Chancen auf ein Stellenangebot. Auch optionale Felder sollten so ausführlich wie möglich ausgefüllt werden. Der mögliche Arbeitgeber oder ein Headhunter muss schließlich eine möglichst genaue Vorstellung davon bekommen, ob der Bewerber zum Unternehmen passen könnte. 

Oft können Jobsuchende auch ein Anschreiben hochladen. Zwar ist es naturgemäß nicht möglich, dieses auf einen möglichen Arbeitgeber zuzuschneiden – eigentlich eine Grundvoraussetzung für ein überzeugendes Anschreiben. Dafür haben Bewerber hier Platz, sich selbst näher vorzustellen. Sie können beschreiben, worin ihre Kernkompetenzen liegen und welche Erfahrungen sie zu einem vielversprechenden Bewerber machen. Außerdem haben sie hier Raum, ihre eigenen Wünsche darzulegen. 

Auch bei dieser Variante ist der zeitliche Aufwand für Bewerber gering. Der Service ist zudem in der Regel kostenlos. Als Ergänzung zu anderen Methoden der Jobsuche ist diese Option deshalb zu empfehlen. Wer Qualifikationen hat, die gerade besonders stark gesucht werden, hat besonders gute Chancen.