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© A.Savin (CC BY-SA 3.0)
03.05.2019

Tagestrip in die Spielbank Baden-Baden - einen Besuch wert?

Baden-Baden, die historische Kurstadt am Rande des Schwarzwaldes, ist seit langem ein beliebtes Reiseziel. Napoleon III., Königin Victoria, Victor Hugo und sogar Marlene Dietrich machten hier eine Kur und Fyodor Dostoyevsky soll die hiesige Spielbank als Kulisse für seinen Roman "The Gambler" benutzt haben.

Glücklicherweise ist die Zeit in Baden-Baden nicht stehengeblieben. Neben einer Reihe hervorragender Restaurants und einem beeindruckenden Konzertsaal, der einige der weltbesten Orchester anzieht, sowie einem Museum für zeitgenössische Kunst bietet die Stadt auch kostenloses WLAN in der zentralen Fußgängerzone. Hier trifft die Belle Époque auf das Zeitalter von Instagram.

Doch am bekanntesten ist die Stadt sicherlich für ihr Casino. Wer es nicht riskieren will, sein Geld in der Spielbank zu verlieren, sollte sie dennoch besuchen. Das opulente Design und die Bedeutung für die Geschichte der Stadt machen das Casino sehenswert. Was der Eintritt kostet und welcher Dresscode gilt, verrät diese Seite.

Baden-Baden für Gartenfreunde

Die Spielbank ist sicherlich ein Highlight am Abend, doch auch tagsüber hat Baden-Baden einiges zu bieten. Die Lichtentaler Allee ist eine von Bäumen gesäumte Promenade und eine gute Möglichkeit, den Flair dieser Stadt zu spüren. Die Gönneranlage am Fluss Oos ist ein Park mit rund 360 Rosenarten.

Südlich der Gönneranlage führt die Lichtenauer Allee vorbei an der Parkresidenz Bellevue, einem ehemaligen Luxushotel. Auf der rechten Seite kann im Park der Villa Schriever zeitgenössische Kunst bewundert werden. Danach erreicht man den Dahliengarten, an dessen Ende der Bénazet'sche Gartenpavillon aufgebaut ist.

Im Norden befindet sich das Museum Frieder Burda. Der elegante, weiße Bau, der von Richard Meier entworfen wurde und von jeder Ecke mit Licht durchflutet wird, ist moderner und zeitgenössischer Kunst gewidmet, die zum großen Teil die beeindruckende Privatsammlung von Frieder Burda beherbergt, Sohn des Verlegers Franz Burda. Dazu gehören mehrere bedeutende Spätwerke Picassos. Hier hing für einige Wochen auch das bei einer Auktion geschredderte Kunstwerk des Street-Art-Künstlers Banksy.

Was bietet die Trinkhalle?

Nördlich des Casinos Baden-Baden steht die Trinkhalle. Mit seinen korinthischen Säulen und wunderschönen Fresken könnte man denken, dass das imposante Gebäude ein bedeutendes Museum war und vielleicht eine beeindruckende Sammlung von Gemälden aus der Renaissance beherbergt. Doch hier befindet sich lediglich die Touristeninformation der Stadt und es können Tickets für lokale Kulturveranstaltungen gekauft werden.

Mondän geht es auf der Sophienstraße zu, die auch als "Fifth Avenue von Baden-Baden" bezeichnet wird. Marken wie Hermès und Escada haben hier ihre Dependance. Wer es bodenständiger mag, besucht den Biergarten vom Gasthaus Löwenbräu. Hier ist es immer voll.

Ruhiger geht es auf dem Marktplatz zu. Im Mittelalter war er Mittelpunkt des täglichen Lebens in Baden-Baden. Heute handelt es sich meist um eine beschauliche Gegend mit Kopfsteinpflasterstraßen, Cafés, einer historischen Kirche und einem üppig angelegten, terrassenförmigen Garten, der von oben einen weiten Blick auf die Stadt eröffnet.

Entspannen in der Oper

Nach einem anstrengenden Tag bietet Baden-Baden jede Menge Möglichkeiten der Entspannung. Wenn es nicht gerade eine aufregende Runde Roulette in der Spielbank sein soll, ist das 1998 eröffnete Festspielhaus eine Alternative. Mit 2.650 Plätzen ist es eines der größten Opernhäuser Europas.

Aber auch die zwei römischen Bäder der Stadt sind ein Besuchermagnet. Wie wäre es mit einer belebenden Seifenmassage im Friedrichsbad? Nebenan befindet sich das Caracalla Spa mit zwei großen beheizten Außenpools. Ein toller Abschluss für einen Besuch in Baden-Baden.