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Elektroinstallation
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Elektroinstallation © Artalis - Fotolia.com
21.04.2015

Technik und Elektrik in und am Haus - wichtige Handgriffe praxisnah erklärt

Der Hausbau, die Sanierung, Renovierung oder Aufrüstung eines Hauses kann teuer werden, dementsprechend halten viele Hausherren immer wieder Ausschau nach Einsparmöglichkeiten. Wenn es an das Streichen, Tapezieren oder Böden verlegen geht, sind viele Heimwerker mit Spaß bei der Sache. Problematischer wird es allerdings, wenn es um die Elektrik und die Technik geht. Hier ist eine gewisse Vorkenntnis vonnöten, um Schäden und Gefahren zu vermeiden. Manches Mal ist es dann doch ratsamer, einen Profi ans Werk zu lassen oder diesen zumindest zu Rate zu ziehen – vieles lässt sich mit etwas Geschick und Knowhow aber auch selbst bewerkstelligen.

Als Laie an der Hauselektrik?

Wer neue Leitungen im Haus verlegen möchte oder gar gerade erst ein Haus baut, in dem die elektrischen Leitungen noch fehlen, der muss – sollte er ein Unternehmen mit den Arbeiten beauftragen – eine hohe Rechnung miteinkalkulieren. Das mag ein Grund sein, warum sich einige Bauherren selbst an dieses Unterfangen wagen. Doch die Hauselektrik sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Viele kleinere Aufgaben sind relativ leicht mit dem entsprechenden Knowhow durchführbar, bei anderen übernehmen sich Heimwerker aber des Öfteren. Es sollte bedacht werden, dass einem Laien kleinere Fehler unterlaufen können, die große Auswirkungen haben und eine Abnahme letztendlich verhindern bzw. eine erneute Verlegung durch einen Profi erforderlich machen, wodurch dementsprechend viel Geld und Zeit verlorengehen. Mit der richtigen Anleitung und eventuellem Rat von einem Fachmann können sich aber auch Laien an die Herausforderung Elektrik heranwagen.

Risiko einkalkulieren

Wer sich dazu entscheidet, als Laie an der Hauselektrik zu arbeiten, muss gewisse Risiken einkalkulieren. Eines davon ist die bereits angesprochene mögliche Nicht-Abnahme, die weitere Kosten aufgrund von nötigen Nachbesserungen mit sich bringt.

Aber auch wenn es nicht um die gesamte Elektroinstallation geht, sondern nur um einige kleinere Bereiche wie zum Beispiel die Auswechslung eines brüchigen Kabels oder das Installieren eines Rauchmelders kann es zu Problemen kommen.

Das Verletzungsrisiko ist zudem nicht zu unterschätzen, denn Strom ist per se eine Gefahrenquelle, die selbst bei geringer Spannung schmerzhafte Folgen mit sich bringen kann. Es reicht schon, eine falsche Leitungsader nur zu berühren, um einen Stromschlag zu bekommen, der sowohl gesunden als auch herzkranken Menschen Schäden zufügen kann.

 

Selbst wenn die Installation reibungslos verläuft und die Elektrik längere Zeit problemlos funktioniert, kann es dazu kommen, dass beispielsweise ein Kabelbrand aufgrund eines Fehlers entsteht. Oftmals stellen sich Versicherungen dann quer, wenn die elektrischen Arbeiten vom Hausherrn selbst ausgeführt worden sind und kein Beleg vorgelegt wird, dass sie dennoch fachmännisch installiert oder verlegt worden sind.

Vorsichtsmaßnahmen treffen

Um Risiken so gut es geht einzudämmen, steht an erster Stelle die Informationsbeschaffung. Der Handwerker sollte sich ein Grundwissen aneignen, um zu verstehen, wie es sich mit Spannung, Strom und Widerstand verhält. Dann gilt es an die Sicherheit zu denken. Diesbezüglich hält man sich am besten an die folgende Vorgehensweise:

  • Freischalten

Das bedeutet, dass spannungsführende Teile von der elektrischen Anlage getrennt werden müssen. Dies geschieht zum Beispiel durch das Herausdrehen der Sicherung, dem Ziehen von Steckern und dem Betätigen des Hauptschalters.

Sicherheit geht vor - bevor es losgeht, sollte der Strom daher besser abgeschaltet werden. Elektro_Haustechnik © hbomuc - Fotolia.com

  • Wiedereinschalten vermeiden

Gerade wenn der Strom am Hauptkasten abgedreht worden ist, der für andere Hausbewohner frei zugänglich ist, ist es lebenswichtig, dies zu kennzeichnen, damit er nicht wieder eingeschaltet wird. Ein Hinweisschild ist anzubringen, auch besteht die Möglichkeit, Schalter zu überkleben oder den Sicherungskasten mit einem Schloss zu sichern.

  • Spannungsfreiheit feststellen

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, sollte unbedingt die Spannung getestet werden, bevor die Arbeiten beginnen. Dies erfolgt mithilfe eines Messgerätes, wobei sich ein Duspol oder ein Multimeter am besten eignen.

Mögliche Entstehung von Gefahrenquellen

Fehler können jedem unterlaufen, leider sogar Profis. Bei Laien kommen sie aber aufgrund von Unwissenheit oder gefährlichem Halbwissen häufiger vor. Gefahrenquellen können dabei durch Leichtsinn oder Selbstüberschätzung entstehen, obwohl einige leicht vermeidbar wären: defekte Steckdosen, schlechte Isolierungen oder gar offen gelassene Stromschränke sind mögliche Gefahrenquellen, die bei sorgfältiger Arbeit und Aufmerksamkeit nur schwer zustande kommen.

Fachmann oftmals unabdingbar

Selbst wenn im Vorfeld Informationen eingeholt worden sind, so sind einige elektrische Arbeiten im Haus schlicht und einfach besser vom Fachmann auszuführen. Dies ist genau dann der Fall, wenn der Heimwerker unsicher wird. Herumprobieren ist bei der Arbeit mit Strom ein Tabu, auch sollte keinesfalls an der falschen Stelle gespart werden. Der Bauherr darf sich gerne eingestehen, dass er doch nicht alles in Eigenregie bewerkstelligen kann, denn immerhin haben die Profis mehrere Jahre Ausbildung hinter sich, um eine Elektroinstallation fachmännisch ausführen zu können.

Privates Netzwerk beim Hausbau

Ein Haushalt ohne Internet- und Telefonanschluss ist in der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar. Beim Hausbau sollte ein privates Netzwerk also unbedingt mit eingeplant werden, werden hier doch Entscheidungen getroffen, die verbindlich sind – vorausgesetzt, man möchte nicht später über einen Kabelsalat stolpern.

Selbst absolute Techniklaien können den Internet- und Telefonanschluss in den heimischen vier Wänden eigenständig einrichten. Schwieriger wird es jedoch beim Verlegen der Kabel, die bereits beim Rohbau des Hauses berücksichtigt werden sollten. W-Lan-Router © andifink - Fotolia.com

 

 

Sicherlich ist der Ausbau des privaten Netzwerks auch eine Kostenfrage, doch sollte vorausschauend gedacht werden: eine spätere Aufrüstung ist nicht leicht machbar, da die Kabel in der Wand nur schwer austauschbar sind – auf eine gewisse Qualität sollte also geachtet werden. Auch die Anzahl der Anschlussdosen sollte nicht zu klein gehalten werden und schon gar nicht sollte in manchen Räumen darauf verzichtet werden. In der Zukunft wird es sicherlich immer mehr Geräte geben, die netzwerkfähig sind, sodass vorausschauend auch gleich in Küche, Bad und Keller entsprechende Anschlüsse vorhanden sein sollten.

 

Aufbau und Kabelverlegung

Wenn der Rohbau des Hauses steht, geht es an die Verlegung der Kabel. Am besten werden dazu im Haus sogenannte Leerrohre verlegt, die auch später eine Erweiterung der Elektrik oder ein Austauschen der Kabel zumindest erleichtern.

 

Diese Leerrohre werden in Schlitzen im Unterputz des Mauerwerks verlegt, sodass es nach dem Verputzen möglich ist, die Kabel durch die Rohre zu ziehen. Das ist mitunter ein mühsamer Akt, kann aber mit ein paar Hilfsmitteln erleichtert werden: So kann Gleitmittel wie Vaseline wahre Wunder bewirken und auch ein Staubsauger kann hilfreich sein.

 

Das Ethernet in der Ausführungsform als Twisted-Pair (verdrilltes Litzenpaar) ist zurzeit Standard beim privaten Netzwerk und wird dies wohl auch in Zukunft bis auf weiteres bleiben. Das betrifft die Wahl der Kabel:

 

    • CAT 5 oder CAT 6 Kabel sind für das private Netzwerk vollkommen ausreichend, CAT 7 hingegen macht zwar ein 10-GBit-Ethernet möglich, bedarf jedoch eines anderen Stecker-Typs als der, der momentan im Hausgebrauch Standard ist. Soll heißen: Es gibt nur wenige Geräte, die diesem Stecker-Typ entsprechen. Die sinnvollste Wahl ist daher das CAT 5 bzw. CAT 6 Kabel.

 

Sind die Leerrohre verlegt und die Kabel gekauft, muss ein Platz gefunden werden, an dem der sogenannte Kabelstern seinen Mittelpunkt finden kann. Idealerweise ist dies ein Ort, der einerseits etwas versteckt liegt (im Keller, auf dem Dachboden, im Haushaltsraum) und sich andererseits in der Nähe des von der Telekom installierten Telefonanschlussfeldes befindet. Von diesem Mittelpunkt des Kabelsterns aus werden die Netzwerkkabel zu den einzelnen Anschlüssen in den jeweiligen Räumen verlegt.

 

Glasfaser oder VDSL?

Das Internet muss für viele Nutzer vor allem schnell sein. Dass Seiten sich mittlerweile in wenigen Sekunden aufbauen, ist dank DSL normal geworden, aber da immer mehr Nutzer Filme, Spiele oder Musik herunterladen, soll das Internet so schnell wie möglich sein, um Wartezeiten zu verkürzen. Schnelles Internet ist sowohl mit Glasfaser als auch VDSL möglich, wobei Glasfaser das Medium ist, das am schnellsten Daten übertragen kann. VDSL ist auch schnell, findet man hier doch ein Hybridnetz bestehend aus Glasfaser- und Kupferkabel. Wer die schnellste Möglichkeit möchte, wird auf Glasfaser zurückgreifen wollen, doch sollte sich im Vorfeld erkundigt werden, ob in der Region das Glasfasernetz überhaupt schon ausgebaut ist bzw. es einen Anbieter hierfür gibt. Mitte 2014 lag die Verfügbarkeit aufgrund der hohen Kosten des Netzausbaus erst bei 2,7 Millionen Haushalten in Deutschland.

 LAN und/oder WLAN?

Beim Neubau eines Hauses stellt sich diese Frage eigentlich nicht oder ist zumindest leicht zu beantworten: LAN und WLAN. Beim Neubau lassen sich die Kabel wie bereits erläutert noch einfach verlegen und WLAN ist über den Internetanbieter heutzutage fast immer im Anschlusspaket mit enthalten. Wenn jedoch ein älteres Haus neu bezogen wird, dann könnte es mit dem LAN schon etwas schwieriger werden. Vor 50 Jahren oder mehr wurde beim Bau eines Hauses nicht an möglicherweise notwendige Internetkabel gedacht – dementsprechend finden sich auch keine oder nur selten passende Leerrohre in den Wänden. Sind diese nicht vorhanden, wird ein Aufrüsten sehr teuer.

 

Es ist zwar möglich, Kabel auch über dem Putz zu verlegen, dies sieht aber nicht nur unschön aus, es kann an Knickstellen auch zu Übertragungsproblemen kommen. Daher ist WLAN in dem Fall eine gute Alternative – allerdings ist die Übertragungsrate nicht mit der des LANs vergleichbar und auch die Reichweite und Verbindungsqualität können je nach räumlicher Beschaffenheit unbefriedigend sein.

Sicherheitssysteme

In den eigenen vier Wänden gibt es mindestens zwei mögliche Gefahren, die drohen können: Ein Brand und ein Einbruch. Beides kann zwar nicht immer verhindert werden, das Risiko kann aber durch Sicherheitssysteme eingedämmt werden.

Brandschutz

Der Brandschutz ist auch beim Eigenheim ein wichtiges Thema. In Deutschland gelten diverse

Gesetze und Richtlinien, unter anderem auch in der Bauordnung. Beim Hausbau muss also dringend darauf geachtet werden, dass gewisse Vorschriften eingehalten werden. Der Brandschutz ist dabei nicht nur auf die Bausubstanz zu beziehen, sondern betrifft ebenso die elektrischen Anlagen bzw. benötigte Systeme. Um Bränden von vornherein vorzubeugen, bieten sich heutzutage außerdem sogenannte halogenfreie Kabelkanal-Systeme an – sie reduzieren das Gefahrenpotenzial enorm, vermindern die Entwicklung von toxischen Stoffen im Rauch und entwickeln in Verbindung mit Feuchtigkeit (etwa durch eine Sprinkleranlage) keine Korrosionsschäden. Genaueres zur Installation und der Beschaffenheit erklärt ein Ratgeber unter hager.de – dort lassen sich auch weitere wertvolle Informationen für Elektroinstallationen im Haus finden, etwa zum Basiswissen in der Datennetzwerktechnik oder bezüglich des Schutzes vor Überspannungen.

 

Einbaulösungen

Die Vorschriften bezüglich des Brandschutzes sind in privaten Haushalten nicht so strikt wie in öffentlichen Einrichtungen, dennoch empfiehlt es sich gerade bei einem Neubau auch an den Einbau entsprechender Systeme zu denken, um eine maximale Sicherheit zu gewährleisten.


Der Brandschutz beginnt schon bei der Verwendung der Materialien für die Elektroinstallation und dem Einbau von Schaltern. Ganz wichtig ist zum Beispiel der Fehlerstromschutzschalter – kurz FI-Schalter – der in erster Linie dafür sorgen soll, dass Stromunfälle nicht allzu verheerend enden, indem er den Stromkreis unterbricht, wenn ein Mensch oder ein Tier in Berührung mit einer stromführenden Leitung kommt. Dadurch können auch Brände verhindert werden.

 

Ein solcher FI-Schalter ist besonders in Nasszellen wie dem Badezimmer sehr wichtig, da dort schwere Stromunfälle passieren könnten.

 

  • Theoretisch ist der Einbau eines solchen Schalters nicht schwer: Er wird vor die Sicherungen geschaltet, dabei ist darauf zu achten, woher die Zuleitung kommt und wohin die Abgänge gehen. Da dies aber von Haus zu Haus unterschiedlich ist, ist es nicht möglich, eine generell geltende Anleitung zu geben.

 

  • Einmal im Jahr sollte jeder seinen FI-Schalter auf seine Funktion kontrollieren. Dies ist ganz einfach mittels der Test-Taste am Sicherungskasten durchführbar.

 

Brandmelder

Brandmelder gibt es in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Rauchgasmelder, Wärmemelder oder Rauchmelder. Außer in Berlin, Brandenburg und Sachsen besteht in Deutschland mittlerweile überall Rauchwarnmelderpflicht, sodass eine Installation eines solchen Sicherheitssystems unabdingbar geworden ist. Am besten sind hierfür der Flur, das Kinderzimmer oder das Schlafzimmer geeignet – im Badezimmer und in der Küche sollte auf die Installation verzichtet werden. Wie die Bestimmungen im Detail aussehen, weiß die Deutsche Handwerks Zeitung.

Die Montage eines Brandmelders nimmt in der Regel nur wenige Minuten in Anspruch.

 

  • Rauchwarnmelder gibt es schon in sehr einfachen Ausführungen in Form von Batterie-betriebenen Geräten, die ohne großes handwerkliches Geschick an der Decke montiert werden.

 

  • Manch einer möchte sich aber lieber auf ein mit Strom betriebenes Gerät verlassen. Diese 230-Volt-Geräte werden entweder nur oder zusätzlich zur Batterie an das Stromnetz angeschlossen. Dabei gilt es, den Rauchmelder immer in die Mitte eines Raumes an die Decke zu montieren, ein Nachrüsten ist mithilfe eines Montagesockels möglich.

 

Einbruchschutz

Es gehört zu den größten Alpträumen eines Menschen: Der Einbruch in den eigenen vier Wänden. Plötzlich ist die so sicher geglaubte Wohnung kein Rückzugsort mehr, die Privatsphäre wurde auf das Übelste verletzt. Um diesen Alptraum nicht wahr werden zu lassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Einbrechern das Handwerk zu erschweren oder sie in die Flucht zu schlagen.

Alarmanlagen

Alarmanlagen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Einfach selbst zu installieren sind solche, die keine Kabelverlegung erfordern, sondern per Funk funktionieren. Hierzu müssen lediglich im zu überwachenden Bereich Kameras montiert werden, die dann Bilder an das dazugehörige Gerät per Funk senden. Für Neubauten lohnt sich aber auch die Installation einer Draht-Alarmanlage – hierzu werden die Kabelkanäle zur gewünschten Position gezogen und das Gerät dort installiert.

 Fenster- und Türsicherungen

Fenster und Türen können ebenfalls mit einem Alarm gesichert werden. Hierzu gibt es einfache, kleine Geräte, die entweder per Batterie oder über Funk funktionieren. Werden ein Fenster oder eine Tür unrechtmäßig geöffnet, geben sie einen schrillen Ton von sich.

 Heizung

Jede Wohnung oder jedes Haus braucht eine Heizung. Diese Selbstverständlichkeit muss bei einem Neubau allerdings erst einmal installiert werden und dies ist ein recht komplexes und kostspieliges Unterfangen.

 Einbau und Instandhaltung

Eine Heizung kann tatsächlich selbst eingebaut werden, wenngleich hierfür ein paar Basiskenntnisse vorhanden sein sollten. Allerdings kann nicht ganz auf die Hilfe eines Profis verzichtet werden: Sowohl die Leitungen zum Heizkessel als auch die Montage von diesem gehören in fachmännische Hände.

Sind diese Grundlagen geschaffen, werden zunächst die starken Rohre für die Zu- und Ableitungen am Kessel installiert. Wichtig ist nun, dass die Rohre von da an immer dünner werden und auf direktem Wege zum Heizkörper führen, andernfalls wäre der Wärmeverlust zu hoch.

Um keine Wärme zu verlieren, sollten die Leitungen bei einem Mauerdurchbruch mit einem übergezogenen Plasteschlauch und Bauschaum isoliert werden. Wasserführende Leitungen müssen alle mit wärmeisolierendem Schaumstoffschlauch verpackt werden.

Um die Heizung dann instand zu halten, sollte sie regelmäßig gewartet werden. Auch dies kann der Besitzer selbst machen, indem er kontrolliert, ob der Wasserdruck stimmt (abzulesen am Manometer am Heizkessel oder an der Therme) und die Heizkörper dicht sind. Außerdem sollte die Heizung in regelmäßigen Abständen gelüftet werden, dies ist mithilfe eines speziellen Schlüssels direkt am Heizkörper möglich.

 Das passende Heizsystem wählen

Verschiedene Heizsysteme sind denkbar:

  • Ölheizung

  • Gasheizung

  • Heizen mit Pellets

  • Wärmepumpe

  • Stromheizung

  • Solarheizung

 

Welches das richtige System für jeden einzelnen ist, ist sowohl eine Frage der Kosten als auch eine Frage der CO2-Neutralität. Wer ein energieeffizientes Haus baut, wird auf eine Ölheizung verzichten wollen, da diese die Umwelt mehr belastet als beispielsweise das Heizen mit Wärmepumpe. Das Heizen mit Solarenergie ist zwar umweltschonend und nicht sehr wartungsintensiv, ist aber abhängig von der Sonne und bedarf daher eines zweiten alternativen Heizsystems.

 Heizkörper montieren

Die Montage des Heizkörpers lässt sich einfach umsetzen.

Die Montage von Heizkörpern ist recht einfach. Zunächst muss ein passender Standort gefunden werden, dies ist aufgrund der Luftzirkulation idealerweise unterhalb eines Fensters.

Heizkörper werden in der Regel mit den passenden Befestigungen geliefert, die so montiert werden, dass der Heizkörper mindestens 15 cm zum Fenster und mindestens 10 cm zum Boden Platz hat.

Nachdem der Heizkörper in der Halterung montiert worden ist, müssen die Anschlüssen für den Vor- und Rücklauf angebracht werden. Je nachdem, ob die Anschlüsse aus der Wand oder aus dem Boden kommen, wird dazu ein Eck-Anschlussventil bzw. Durchgangs-Anschlussventil verwendet. Zu guter Letzt muss nur noch das Thermostatventil angebracht werden.

Lüftungsanlage

Eine Lüftungsanlage hat vor allem den Vorteil, dass im Gebäudeinneren immer frische Luft vorhanden ist, auch wenn die Fenster nicht geöffnet werden. Zudem dämmt sie die Gefahr der Schimmelpilzbildung ein und sorgt für ein geringeres Aufkommen an Hausstaubmilben. Unangenehme Gerüche werden außerdem durch eine Lüftungsanlage schnell beseitigt.

Einbau und Instandhaltung

Am besten wird eine Lüftungsanlage direkt beim Bau eines neuen Hauses installiert, ansonsten müssen bei einem bereits bestehenden Haus Wanddurchbrüche gestemmt werden. Die Luftleitungen müssen durch die Wand und die Decke zum Luftverteiler gelegt werden.

Das Luftgehäuse selbst sollte bündig mit der abgehängten Decke montiert werden, die Lüftungsschläuche werden in den Anschlussstutzen gesichert. Bei dem Luftgerät wird dann ein Verteilerkasten installiert, an dem die Luftleitungen angeschlossen werden. Das Lüftungsgerät selbst hat Anschlüsse für Zuluft, Abluft, Frischluft und Fortluft. Sind alle Schläuche verlegt, kann die Wand verputzt werden.

Diese Aufgabe ist durchaus für Heimwerker machbar, jedoch ist es ratsam, einen Profi ans Werk zu lassen.

Die Wartung und Instandhaltung können auch bei der Lüftungsanlage selber durchgeführt werden, hierzu gilt es regelmäßig die Leitungen und die Anschlüsse am Gerät zu prüfen, ratsam ist aber auch hier das Hinzuziehen eines Fachmannes.

Die Wahl zwischen zentraler und dezentraler Anlage

Die zentrale Anlage ist – wie der Name schon erahnen lässt – eine Anlage für das gesamte Gebäude, während die dezentrale Anlage auf einen Raum ausgerichtet ist. Die zentrale Anlage sollte bei einem Neubau die erste Wahl sein, bei Altbauten hingegen bietet sich die dezentrale Variante an, da die Installation einer zentralen Anlage mit einem hohen Kosten- und Arbeitsaufwand verbunden wäre. Die Einsparung an Energie ist bei einer dezentralen Anlage allerdings geringer als bei einer zentralen.

Wärmerückgewinnung nutzen

Bei einem Neubau, vor allem bei einem Energiesparhaus, ist die Wärmerückgewinnung eine gute Sache. Ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung macht verlorene Wärme mittels Kreuz-Gegenstrom-Wärmeüberträger wieder nutzbar – dies zahlt sich vor allem in hohen Räumen oder im Keller aus.

Elektrik

Die Elektrik ist ein vielschichtiges und teils sehr komplexes Thema. Wie eingangs schon erwähnt, sind viele Arbeiten mit einer gewissen Grundkenntnis aber auch von einem Laien durchführbar. Das trifft vor allem auf kleinere Bereiche zu, beginnt aber auch tatsächlich bei der ersten Elektroinstallation.

 Erste Elektroinstallation

Unter der ersten Elektroinstallation versteht man das Einrichten elektrischer Anlagen für Niederspannungen. Das bedeutet, dass bei einem Neubau die komplette Elektronik eingerichtet wird, von dem Verlegen von Leitungen über das Installieren von Schaltern bis hin zum Anbauen der Steckdosen. Die Elektroinstallation ist durch verschiedene Normen geregelt, an die sich auch ein Laie halten muss. Gerade das Verlegen der Leitungen ist daher eine komplizierte Angelegenheit und sollte mithilfe eines Fachmannes in Angriff genommen werden.

Steckdose und Co. lassen sich meist ohne Probleme oder Vorkenntnisse anbringen.

Autorisierter Fachmann zur Prüfung und Abnahme

Erlaubt ist im Alleingang fast alles, lediglich das Anschließen an den Strom und die Endabnahme müssen von einem Fachmann durchgeführt werden. Nur auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Elektroinstallation tatsächlich den Normen und Richtlinien entspricht und die Versorgung mit Strom so ungefährlich wie möglich ist.

Kleinere Handgriffe

Kleinere Handgriffe bezüglich der Elektrik sind einfach durchführbar. Das Anklemmen einer Steckdose, das Anbringen eines Schalters oder Montieren einer Lampe. In der Regel werden beim Kauf dieser Teile kleine, bebilderte Bedienungsanleitungen mitgeliefert, die die Arbeit deutlich vereinfachen. Auch hier gibt es jedoch einige kleine Stolperfallen, die in folgendem Beitrag näher erläutert werden.

 

Abbildung 1: Elektroinstallation© Artalis - Fotolia.com

Abbildung 2: Elektro_Haustechnik© hbomuc - Fotolia.com

Abbildung 3: W-Lan-Router© andifink - Fotolia.com

Abbildung 4: Rauchmelder Montieren© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Abbildung 5: Bathroom heater with window© myper - Fotolia.com

Abbildung 6: Electrician working© Halfpoint - Fotolia.com