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13.03.2008

Verkehrssicher unterwegs

So wichtig alle Komfort- und Technik-Aspekte auch sind, beim Zusammenstellen des Wunschfahrrades darf das Thema Verkehrssicherheit nicht vergessen werden. Es geht schließlich um die eigene Gesundheit.

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) schreibt bestimmte Ausrüstungskomponenten zwingend vor. Außerdem ist es im eigenen Interesse der Radfahrer, nur mit einem verkehrssicheren Gefährt zu starten. Ganz egal, ob es zur Ausflugstour oder tagtäglich zur Arbeit geht. „Der technische Zustand des Rades ist das A und O“, sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Das gilt sowohl für die Antriebs- und Bremsentechnik als auch für die Beleuchtung.

Vorgeschrieben sind laut StVZO für Fahrräder ein rotes Rücklicht mit rotem Großflächenrückstrahler, ein weiterer roter Rückstrahler, der mindestens 60 Zentimeter über dem Boden montiert ist, ein weißer Scheinwerfer sowie ein weißer Reflektor, der im Scheinwerfer integriert sein darf. Hinzu kommen zwei gelbe Reflektoren in den Pedalen, die nach vorne und hinten wirken, und je zwei gelbe, zur Seite wirkende Speichenreflektoren. Alternativ können Reifen mit Reflexstreifen an den Flanken aufgezogen werden. Ein Dynamo, eine helltönende Klingel sowie zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen schreibt die StVZO ebenfalls für Fahrräder vor.

Wenn bestimmte Fahrradtypen, zum Beispiel Mountain- oder Cross-Bikes, ohne Beleuchtung angeboten werden, sind Fahrradfahrer laut DVR dafür verantwortlich, dass die Sicherheitsausstattung nachgerüstet wird. Eine Ausnahme gilt lediglich für Rennräder mit bis zu elf Kilogramm Gesamtgewicht: Sie dürfen statt der festmontierten Beleuchtung und des Dynamos auch abnehmbare Batterie- oder Akkuleuchten mitführen.
Wichtig in Sachen Sicherheit ist jedoch nicht nur, dass die Ausrüstung überhaupt am Rad montiert ist. „Es müssen auch genehmigte Komponenten sein“, sagt ZIV-Geschäftsführer Neuberger. Dies gilt vor allem für die Beleuchtung.

Außerdem ist es sinnvoll, die Standard-Beleuchtung aufzurüsten: Für Rückleuchten empfiehlt Neuberger Modelle mit Standlichtfunktion. Sie leuchten auch beim Halt an der Ampel weiter und machen den Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer dadurch sichtbarer.

Rücklicht und Scheinwerfer sollten zudem in sogenannter LED-Ausführung gewählt werden. Diese Leuchtdioden haben laut Neuberger eine deutlich stärkere Leuchtkraft als normale Glühlampen und unterliegen gleichzeitig einem geringeren Verschleiß.

Technikkomponenten wie Gangschaltung und Bremsen sollten auch unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit geprüft werden. Sind sie kompliziert zu bedienen, können sie nach Angaben von DVR-Experte Welf Stankowitz unterwegs die ganze Aufmerksamkeit des Radfahrers beanspruchen. Während er hektisch mit den Ganghebeln hantiert, ist er vom Verkehrsgeschehen abgelenkt.

Zusätzlich bietet es sich beim Fahrradkauf an, gleich geeignetes Zubehör mitzuerwerben. Absolutes Muss ist nach DVR-Angaben zum Beispiel ein gut sitzender Fahrradhelm, der bei einem Unfall den Kopf vor Verletzungen schützt. Für Radfahrten in der Dunkelheit empfiehlt DVR-Sprecher Sven Rademacher zudem helle Kleidung, die möglichst auch Reflektoren besitzt.