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Schauspielerin Senta Berger vor der Preisverleihung der Jupiter Awards 2017 auf dem roten Teppich. Foto: Silas Stein
Schauspielerin Senta Berger vor der Preisverleihung der Jupiter Awards 2017 auf dem roten Teppich. Foto: Silas Stein
30.03.2017

Jupiter Award 2017: Verknallt in Senta Berger

Berlin (dpa) - Dreimal erhob sich der Saal für die Grande Dame: Als Senta Berger den «Ehren-Jupiter» für ihr Lebenswerk verliehen bekam, wurde es am Mittwochabend laut im Berliner «Café Moskau».Die 75-Jährige nahm den Publikumspreis der Zeitschriften «Cinema» und «TV-Spielfilm» mit Rührung entgegen. «Hier in Berlin schließt sich für mich ein Kreis», sagte sie und schwelgte in ihrer Dankesrede in Erinnerungen an den Beginn ihrer Karriere im Berlin der 1960er, einen baumlosen Kurfürstendamm und ihren ersten Spargel in Berlin-Halensee.

Für Bergers Sohn Simon Verhoeven (44), dessen Komödie «Willkommen bei den Hartmanns» mit Senta Berger in einer Hauptrolle den Preis als «bester Film national» gewann, war es bereits die zweite Jupiter-Trophäe, die er in seiner Karriere als Regisseur abholen durfte. «Genau so stellt man sich als kleiner Junge einen Preis vor», sagte er, als er die goldene geflügelte Statue in Empfang nahm.

Bastian Pastewka konnte seinen Preis als «bester TV-Darsteller national» nicht persönlich abholen und ließ seinen Fernseh-Bruder Matthias Matschke eine lange SMS als Dankesrede vorlesen: «P.S.: Ich bin seit 1987 in Senta Berger verknallt», ließ der Komiker mitteilen.

Mina Tander (38) wurde «beste Darstellerin national» für ihre Rolle in der Komödie «Seitenwechsel», in der sie mit Co-Star Wotan Wilke Möhring (49) in die jeweilige Rolle des anderen schlüpfte. Auch ein weiterer Film Möhrings wurde ausgezeichnet: Die Neuauflage von «Winnetou» wurde zum «besten TV-Spielfilm national» gewählt.

Auch Sonja Gerhardt (27, «Ku'damm 56») und Jannis Niewöhner (24, «Smaragdgrün») erhielten Jupiter-Trophäen. In Abwesenheit wurden auch Hollywood-Stars Denzel Washington und Mila Kunis bedacht. Per Videobotschaft bedankte sich Regisseur Roland Emmerich: Für «Independence Day 2» bekam der Blockbuster-Regisseur den Preis für den besten internationalen Film, wie schon vor zwei Jahrzehnten für den ersten Teil. Auch der Titel «beste Serie international» ging an einen Klassiker: «Die Simpsons» bekamen 26 Jahre nach der Erstausstrahlung den Publikumspreis.

Moderator Steven Gätjen führte zum zehnten Jahr in Folge durch die Preisverleihung während der Dinner-Gala. Der Publikumsfilmpreis Jupiter Award wurde zum 38. Mal verliehen. Leser und Internetnutzer der Medienmarken «Cinema» und «TV Spielfilm» konnten über die meisten der Gewinner abstimmen.