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Der österreichisch-iranische Cellist Kian Soltani in Kiel. Foto: Daniel Reinhardt
Der österreichisch-iranische Cellist Kian Soltani in Kiel. Foto: Daniel Reinhardt
03.02.2017

Kian Soltani erhält den Leonard Bernstein Award

Kiel (dpa/lno) - Der Leonard Bernstein Award 2017 geht an den österreichisch-iranischen Cellisten Kian Soltani. «Soltani gehört zu den großen Hoffnungsträgern unter den jungen Instrumentalisten unserer Zeit», sagte der Intendant des Schleswig-Holstein Musik-Festivals (SHMF), Christian Kuhnt, am Freitag in Kiel.Soltani verbinde in seinem Spiel «technische Vollendung mit einem Höchstmaß an Musikalität». Der 24-Jährige wurde 1992 in Bregenz geboren und stammt aus einer persischen Musikerfamilie.

«Der Bernstein Award ist für mich eine riesige Ehre und ich bin überglücklich, diesen Preis erhalten zu haben», sagte Soltani bei der Zuerkennung der mit 10 000 Euro dotierten Auszeichnung, ehe er ein eigenes Musikstück spielte. Das Preisträgerkonzert findet während des SHMF am 21. Juli in der Musik- und Kongresshalle in Lübeck unter der musikalischen Leitung von Christoph Eschenbach statt. Bereits 2014 hatte Soltani beim SHMF in Kiel mitgemacht - auf Einladung der großen Cellistin Sol Gabetta.

Soltanis Musikerkarriere begann sehr früh. Bereits mit zwölf Jahren wurde er von Ivan Monighetti in dessen Klasse an der Musik-Akademie Basel aufgenommen. Später berief Daniel Barenboim Soltani als Solo-Cellisten in sein West-Eastern Divan Orchestra. Mit 19 gab er sein Debüt im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Inzwischen hat er in Europa, Asien und den USA bei bedeutenden Festivals gespielt, 2012 erschien seine erste CD «Metamorphosen». 2014 nahm ihn die Geigerin Anne-Sophie Mutter als Stipendiaten in ihre Stiftung auf.

Der von der schleswig-holsteinischen Sparkassen-Finanzgruppe gestiftete Leonard Bernstein Award wird seit 2002 an herausragende Nachwuchskünstler vergeben. Zu den Preisträgern gehören Stars wie der Pianist Lang Lang (2002), der Schlagzeuger Martin Grubinger (2007), der Cellist Leonard Elschenbroich (2009) oder der Pianist Jan Lisiecki (2013). Im vergangenen Jahr wurde der Hornist Felix Klieser geehrt.