nach oben
Stephan Luca als Hauptkommissar Claudius Zorn und Axel Ranisch als sein Kollege Schröder. Foto: Hendrik Schmidt
Stephan Luca als Hauptkommissar Claudius Zorn und Axel Ranisch als sein Kollege Schröder. Foto: Hendrik Schmidt
07.06.2017

«Zorn»-Krimis in der Diskussion

Halle (dpa) - Über eine Fortsetzung der in Halle spielenden ARD-Krimireihe «Zorn» soll in den kommenden Wochen entschieden werden. Eine Sprecherin der ARD-Tochter Degeto sagte am Mittwoch in Frankfurt/Main, sie rechne im Sommer mit einer Entscheidung darüber, ob es einen sechsten Teil geben werde.Der fünfte Krimi mit dem Titel «Kalter Rauch» und den Hauptdarstellern Stephan Luca als Hauptkommissar Claudius Zorn und Axel Ranisch als sein Kollege Schröder war am 1. Juni ausgestrahlt worden. Hauptkommissar Zorn musste darin herausfinden, wo die Frau abgeblieben ist, deren künstliches Hüftgelenk bei einer Reinigungsaktion gefunden wurde.

Über die Zukunft der «Zorn»-Reihe wird schon seit längerem diskutiert - auch mit Blick auf gesunkene Quoten. So interessierten sich rund 3,89 Millionen Zuschauer für die vierte Folge («Wie sie töten») im April 2016. Der Marktanteil betrug 12 Prozent. Die erste Folge «Tod und Regen» hatte 2014 noch 6,26 Millionen Zuschauer (17,6 Prozent). Mit einem Marktanteil von 14 Prozent lag die jüngste Folge der Krimi-Serie Anfang Juni zwar besser im Rennen als die davor, hatte aber mit 3,54 Millionen noch weniger Zuschauer.

Zuletzt hatte sich Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gegen eine Fortsetzung ausgesprochen. Auf Facebook hatte er sich am Montag kritisch über die jüngste Folge geäußert: «So, jetzt endlich den neuen ZORN-Film gesehen. Diese Filme braucht niemand! (im Gegensatz zu den Büchern). Verschwendete Lebenszeit. Und diese schlechten Kommissare...»

Regierungssprecher Matthias Schuppe wies am Mittwoch darauf hin, dass sich die Landesregierung seit längerer Zeit für die Fortsetzung der Reihe einsetze. Die Krimis, die zur Hauptsendezeit im Ersten gezeigt werden, basieren auf Romanvorlagen des Autors Stephan Ludwig aus Halle. Unabhängig von der inhaltlichen Beurteilung der Filme seien sie medienpolitisch und wirtschaftlich für die Stadt bedeutsam.