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Hat noch bis 2022 einen Vertrag mit dem DEB: Bundestrainer Marco Sturm. Foto: Peter Kneffel
Hat noch bis 2022 einen Vertrag mit dem DEB: Bundestrainer Marco Sturm. Foto: Peter Kneffel
01.03.2018

DEB-Coach Sturm hofft auf NHL-Engagement

München (dpa) - Bundestrainer Marco Sturm hat ein klares Bekenntnis zum Deutschen Eishockey-Bund vermieden. Der bis 2022 beim DEB unter Vertrag stehende Coach liebäugelt mit einem Wechsel in die nordamerikanische Profiliga NHL - und nicht erst nach dem Ende des ausgehandelten neuen Kontrakts.«Die NHL ist mein Ziel. Ich bin noch jung. Vielleicht klappt das ja irgendwann», sagte Sturm bei Sky Sport News HD. «Ich schaue von Jahr zu Jahr. Derzeit ist das aber kein Thema.»

Sturm, der mit 1006 Einsätzen deutscher Rekordspieler in der besten Liga der Welt ist, hatte die deutsche Nationalmannschaft beim olympischen Eishockey-Turnier zur sensationellen Silbermedaille geführt und damit Begehrlichkeiten geweckt. Der 39-Jährige hatte zuletzt immer wieder betont, dass er irgendwann wieder in die NHL zurückkehren möchte. «Es muss auch nicht mal als Cheftrainer sein. Einfach bei irgendeiner Mannschaft mitarbeiten», erklärte Sturm.

Für den Fall eines Falles signalisierte DEB-Präsident Franz Reindl bereits Gesprächsbereitschaft. «Wenn eine Anfrage kommt, beschäftigen wir uns damit», sagte Reindl. Bei der Weltmeisterschaft in Dänemark (4. bis 20. Mai) wird Sturm auf jeden Fall für Deutschland hinter der Bande stehen. Einen sofortiger Wechsel nach Nordamerika schloss der gebürtige Dingolfinger aus. In Kürze beginne er mit seinem Trainerteam die Vorbereitung auf die WM, teilte er mit. 

Eine mögliche Doppelfunktion als Bundestrainer und Coach in der NHL kommt für Sturm nicht infrage. «Das ist unmöglich. Die NHL ist eine andere Liga», erklärte der frühere Top-Stürmer. «Dort ist man täglich beschäftigt. Der Druck ist enorm.»

Etwas traurig ist Sturm, dass er, anders als seine Nationalspieler, nach dem verlorenen Endspiel gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) keine Silbermedaille bekam. «Schade und auch komisch. Aber so ist die Regel. Man fliegt nach Hause und hat nichts im Koffer», sagte Sturm.